Auslandspraktikum in Paris, Frankreich
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Nicht mehr kompliziert

"Als wichtigster Handelspartner für Deutschland ist Frankreich sehr beliebt bei deutschen Studenten", stellt Margarete Riegler-Poyet, Leiterin der Abteilung Aus- und Weiterbildung bei der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer (AHK), fest. Etwa 2.500 Tochtergesellschaften deutscher Firmen haben Niederlassungen im Nachbarland. Schlüsselbranchen sind Luft- und Raumfahrt, Informatik, Telekommunikation sowie Fahrzeug- und Maschinenbau. Der Tourismus macht etwa sechs Prozent des Bruttosozialprodukts aus. Branchen mit besonders hohen Zuwachsraten sind Pharmazie, Versicherungen, Wind- und Sonnenenergie, Logistik und Schiffsbau.

Das wirtschaftliche Zentrum der Grande Nation befindet sich nach wie vor in und rund um Paris. Allerdings wurde das Land in den vergangenen Jahren durch politischen Druck stärker dezentralisiert, sodass auch kleinere Regionen wirtschaftlich gesehen eine größere Rolle spielen.

In Frankreich waren Praktika lange Zeit nur im Rahmen eines bestehenden Ausbildungsverhältnisses möglich. Der Vertrag wurde dann zwischen dem Praktikanten, seiner Hochschule und dem Betrieb geknüpft. Das machte Bewerbungen manchmal recht kompliziert und war für Exmatrikulierte - zum Beispiel zwischen Bachelor und Master - erst recht ein Problem.

Neuerdings können die Kandidaten aber auch direkt eine Praktikumsvereinbarung mit dem Betrieb schließen. "Diese 'Convention bipartite' ist jedoch bei französischen Unternehmen noch wenig bekannt", weiß Riegler-Poyet. Bereits exmatrikulierte Studenten brauchen also weiterhin Überzeugungskraft und eine gute Portion Hartnäckigkeit.

Initiativbewerbungen sind in Frankreich etwas üblicher als in Deutschland. Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle helfen vor allem Praktikumsbörsen im Internet. So bieten etwa zahlreiche Unternehmen auf den Internetseiten der AHK ganzjährig Praktika an (www.francoallemand.com).

Zwingende Voraussetzung für das Praktikum sind gute Französischkenntnisse. Zudem sollte man Zeit einplanen: In der Regel dauern die Praktika sechs, mindestens aber drei Monate. "Es ist fast unmöglich, ein kürzeres Praktikum zu bekommen", meint die AHK-Expertin.

Praktikanten, die mindestens drei Monate bleiben, haben - zumindest theoretisch - einen Anspruch auf 30 Prozent des französischen Mindestlohns, was etwa 400 Euro entspricht. Außerdem bieten Unternehmen ihren Praktikanten oft Essensgutscheine oder übernehmen einen Teil der Fahrtkosten. Ähnlich wie in Deutschland sind aber in bestimmten Branchen - zum Beispiel in den Medien - unvergütetete Praktika an der Tagesordnung.
Der Staat spendiert Geringverdienern ein Wohngeld, das so genannte Caf (Caisse d’allocation familiaire). Der Betrag kann bis zu 150 Euro hoch sein. Die Antragsformulare für den Mietzuschuss gibt es in jedem beliebigen Caf-Center. Im Einzel- und Idealfall regelt aber auch der Arbeitgeber die Formalitäten für seine Praktikanten.

 

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