Geisteswissenschaftler können mehr als nur Lehramt

Wer Geisteswissenschaften studiert hat, hat bessere Berufschancen als nur Lehrer oder Taxifahrer zu werden. Das zeigen aktuelle Studien. Wie sich Absolventen und Berufserfahrene dieser Studienrichtung schlagen…

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Geisteswissenschaftler machen mit 5,6 Prozent aller berufstätigen Akademiker zugegebenermaßen nur eine kleine Gruppe unter den Beschäftigten aus. Trotzdem sind die Berufsaussichten deutlich besser als oft angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei aktuelle Studien des IW Köln. So arbeitete 2016 zum Beispiel mehr als jeder Vierte der 505.000 Geisteswissenschaftler in einer Führungsposition.

Geisteswissenschaftler auf gleichem Gehaltsniveau wie andere Akademiker

Männliche und berufserfahrene Akademiker, so schreibt das IW, stehen mit Blick auf Anforderungsniveau des aktuellen Jobs, Gehalt und Führungsaufgaben „nahezu ebenso gut da, wie der Durchschnitt aller Akademiker“. Bei den Karrierepositionen und vor allem beim Einkommen seien die Unterschiede zwischen den einzelnen Berufstätigen zwar größer, die Mehrheit der Geisteswissenschaftler finde sich aber in einer mittleren Einkommensgruppe wieder – genau wie die Mehrheit der Akademiker über alle Fachrichtungen. Promovierte Geisteswissenschaftler sind in Sachen Beschäftigungsniveau, Gehalt und Führungsposition sogar besser dran als der Durchschnitt der Akademiker.

Geisteswissenschaftlerinnen oft in Teilzeit tätig

Problematisch wird es aber, so stellen die Studien weiter fest, für Absolventinnen dieser Fachrichtung. „Geisteswissenschaftlerinnen schaffen es meist nicht in für Akademiker übliche Positionen, selbst wenn sie in Vollzeit arbeiten“, schreibt das IW. Und ein großer Teil von ihnen arbeitet zudem „nur“ in Teilzeit, was häufig in Beschäftigungen unterhalb der Qualifikation endet: Denn betrachte man nur die in Vollzeit Berufstätigen, „erreichen die Geisteswissenschaftler nahezu ebenso häufig ein der akademischen Ausbildung entsprechendes Anforderungsniveau der Tätigkeit wie der Durchschnitt der Akademiker“, stellt das IW fest. Zählt man Teilzeitarbeiter hinzu, dreht sich das Bild. Dann sind „Geisteswissenschaftler insgesamt häufiger als der Durchschnitt der Akademiker inadäquat beschäftigt.“

 

Quelle: IW Köln

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