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Ingenieure: Gute Perspektiven auch in alten Berufen

Karriere Karriere als Ingenieur

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Alle Welt spricht von den Berufschancen, die sich für Ingenieure durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 ergeben. Ein Beitrag auf ingenieurkarriere zeigt, dass sich auch in vermeintlich überholten Berufen noch prima arbeiten lässt.

So stellt das Ingenieurportal einen Gießerei- und einen Agraringenieur vor. Ersterer hat an der TU Freiberg Gießereitechnik studiert. Der 31-Jährige leitet seit drei Jahren ein Werk einer Aluminiumgießerei in Finsterwalde. Rund 1.000 Gießereien gibt es aktuell in Deutschland, sie produzieren Gussteile zum Beispiel für den Automobilbau, die Bahn- und die Druckindustrie und die Medizintechnik. Und weil es kaum Ingenieurnachwuchs gibt, der Gießereitechnik oder ähnliches studiert hat, haben Bewerber exzellente Aufstiegschancen, stellt ingenieurkarriere fest.

Auch die Fachrichtung Agraringenieurwesen habe einiges zu bieten, heißt es in dem Beitrag. Agraringenieure arbeiten meist in Behörden, prüfen Böden oder beschäftigen sich mit Landmaschinen und Saatgut. Es gibt aber auch spannende Nischen, wie sie der porträtierte 32-Jährige für sich gefunden hat: Pflanzenkohle. Er hat in Stuttgart Agrarwissenschaften mit den Schwerpunkten nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie studiert. Pflanzenkohle wirkt im Boden zum Beispiel als Wasserspeicher, bindet Giftstoffe, wenn sie ins Tierfutter untergemischt wird, oder ist ein guter Dünger. Und weil dieses an sich alte Produkt in Vergessenheit geraten ist, ist der Jungingenieur nicht nur mit der Produktion beschäftigt, sondern auch mit der Vermarktung und Lobbyarbeit, so dass ein sehr abwechslungsreicher Beruf draus wird.

Fazit des Beitrags ist, dass es sich für den Ingenieurnachwuchs trotz Industrie 4.0, Digitalisierung und Hightech durchaus lohnt, bei der Fächerwahl und bei der Jobsuche auch die alten Branchen und Fächer in Betracht zu ziehen. Für Ingenieure bieten sich dort noch spannende Positionen und – wegen des dortigen Fach- und Führungskräftemangels – möglicherweise sogar bessere Aufstiegsmöglichkeiten.

 

Quelle: Ingenieurkarriere