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Chef, haste mal ‘ne Minute?

Führung + Management Führung

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Moderne Führungskräfte haben verstanden, dass sie für ihre Mitarbeiter da und gesprächsbereit sein sollten. Vorbei die Zeiten, in denen man nur mit Termin und übers Vorzimmer zu ihnen vorgelassen wurde. Welche Fehler Chefs im Umgang mit der offenen Bürotür aber oft machen, erklärt ein Beitrag auf t3n.

Das Digitalmagazin stellt fest, dass die Mitarbeiterorientierung von vielen Führungskräften deutlich übertrieben wird. Denn immer und überall ansprechbar zu sein, bedeute auch, ständig unterbrochen zu werden – und mit der eigenen Arbeit nicht voranzukommen. Sich nach einem Telefonat oder dem Besuch eines Mitarbeiters immer wieder neu konzentrieren zu müssen, ist nicht nur stressig, sondern auch ausgesprochen ineffizient. Das bringe niemanden voran.

Chefs sollten deshalb die Sache mit den ständigen Unterbrechungen aktiv gestalten, rät ein Führungs-Coach in dem t3n-Beitrag. Motto: Von fremdbestimmt zu selbstbestimmt.

Die Tipps vom Profi für konzentrierteres und effektiveres Chef-Arbeiten:

> Die Mitarbeiter sollten so viel Entscheidungsspielraum haben, dass sie die meisten dringenden operativen Aufgaben selbst erledigen können.

> Automatische Benachrichtigungen auf dem Handy und in den Mailprogrammen abschalten und Emails ganz gezielt nur noch drei bis vier Mal am Tag checken und bearbeiten.

> Statt jederzeit ansprechbar sollte man für seine Mitarbeiter erreichbar sein. Ein feiner Unterschied. Erreichbar bedeutet, dass jeder eine Nachricht hinterlassen und sich darauf verlassen kann, dass seine Email, seine Post oder die Nachricht auf dem AB zeitnah beantwortet wird, sobald der Chef dazu kommt. Das hat den Vorteil, dass der Angefragte selbst bestimmen kann, ob er erst eine andere Aufgabe fertigstellt oder gleich reagiert.

> Hilfreich ist, sich zu Telefonaten oder Gesprächen gezielt zu verabreden. In den Terminen selbst kann man sich dann ohne Unterbrechung dem Mitarbeiter und seiner Anfrage widmen – und drumherum bleibt Zeit für andere Führungsaufgaben.

> Damit der Vorgesetzte bei solch einer strikteren Organisation den direkten Draht zum Team nicht verliert, hilft es, von Zeit zu Zeit Rundgänge durchs Team einzulegen. Ein bisschen Zuhören und die Stimmung eruieren. Vorteile: Der Chef kann selbst bestimmen, wann er sich dafür Zeit nimmt. Und die Mitarbeiter sind oft viel offener, wenn der Chef auf sie zukommt als wenn sie das tun müssen. 

Quelle: t3n