Versicherungen kommen robust durch die Krise

Die Versicherungsbranche hat weltweit weniger stark unter der Finanzkrise gelitten als befürchtet. Das Prämienvolumen ist 2009 nur leicht um 1,1 Prozent zurückgegangen, der Ausblick für das laufende Jahr positiv. Vor allem die Gewinne sollen wieder steigen - was sich auch positiv auf den Jobmarkt auswirken dürfte.

Wie das Handelsblatt aus einer Studie des Rückversicherers Swiss Re berichtet, seien die Prämieneinnahmen in den meisten Ländern im vergangenen Jahr stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt. Das spreche für die "Robustheit der Versicherungsbranche", zitiert das Blatt die Studie.

Allerdings gebe es deutliche nationale Unterschiede zwischen den 159 ausgewerteten Versicherungsmärkten. Während beispielsweise das Geschäft mit Lebensversicherungen weltweit um zwei Prozent auf 2,33 Billionen US-Dollar zurückgegangen sei, konnten das Prämienvolumen in Deutschland, Frankreich und Italien zulegen.  Langfristig würden die Lebensversicherer von der alternden Gesellschaft profitieren, denn die Nachfrage nach Pensions-, Invaliditäts-, Kranken- und Pflegeversicherungen werde stark zunehmen. Das Geschäft der Schaden- und Unfallversicherer stagnierte 2009 weltweit. Lediglich in Schwellenländern konnten die Prämien in diesem Bereich zulegen. In China immerhin um 19 Prozent.

Für alle Versicherungssparten gilt: Profitabilität und Kapitalausstattung werden sich in Zukunft deutlich verbessern, prognostizieren die Experten von Swiss Re. (5. Juli 2010)

Quelle: Handelsblatt

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