"Manager to Go" erwarten Rekordumsatz

Unternehmen setzen immer häufiger auf Interimmanager, um Führungslücken zu schließen. Die Branche boomt, auch weil die Auftraggeber für die Manager auf die Zeit höhere Entgelte zahlen, so die Münstersche Zeitung.

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Für Unternehmen sind Interimmanager eine ideale Lösung, um plötzlich unbesetzte Führungspositionen schnell und ohne kompliziertes Bewerbungsverfahren zu besetzen. Auf Internet-Plattformen finden sie schnell einen Manager mit den gewünschten Qualifikationen, der sich innerhalb kürzester Zeit einarbeiten und Verantwortung übernehmen kann.

 

Weil Unternehmen immer häufiger auf Manager auf Zeit zurückgreifen, boomt die Branche. Das lässt sich an der Branchenentwicklung ablesen: 2002 lag das Honorarvolumen bei 80 Millionen Euro, 2013 übersprang es die Milliarde-Hürde und für 2019 rechnet die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) mit dem Sprung über die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze.

Für den rasanten Anstieg sorgen zwei Faktoren: Die Unternehmen sind zum einen bereit, immer höhere Entgelte an die Interim-Manager zu zahlen, die für wenige Wochen oder mehrere Monate das Führungsheft in die Hand nehmen. Sie erhalten oft ein Honorar von über 1.000 Euro am Tag. Zum anderen hat die Zahl der Interim-Manager deutlich zugelegt und dürfte laut DDIM im Laufe des Jahres 2019 auf über 10.000 steigen.

Die „Manager to Go“ profitieren von der nachlassenden Bereitschaft der angestellten Führungskräfte, Verantwortung zu übernehmen, vermutet die Münstersche Zeitung und verweist auf eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group. Demnach wollen nur sieben Prozent der Angestellten in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition übernehmen. Auch der demografische Wandel spielt den Interimmanagern in die Karten: Eine Umfrage unter 26 Interim-Management-Provider in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch den Interimmanager-Vermittler Ludwig Heuse ergab, dass der demografische Wandel das Geschäft erleichtern wird. Der Grund: Mit höherem Alter möchten sich weder Manager noch Unternehmen längerfristig aneinanderbinden und setzen daher auf zeitlich befristete Engagements.

 

Quellen: Münstersche Zeitung, 9. Oktober 2019, 2. November 2019Ludwig Heuse GmbH

 

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