Kreative bekommen selten den Chefsessel

Wenn du mal Chef werden willst, zeig dich bloß nicht zu kreativ. Zu diesem Ratschlag kommt eine psychologische Abhandlung, die verschiedene experimentelle Studien zum Kompetenzempfinden ausgewertet hat.

So betonen Unternehmen zwar immer, dass sie die Querdenker und Innovative benötigen, um ihr Geschäft voran zu bringen. Wenn es letztlich aber darum geht, Führungspositionen zu besetzen, verfallen Personaler wie Mitarbeiter in die gleichen Stereotype: Den Kreativen traut man diesen Job nicht zu.

Denn: Wer die Führungsmütze trägt, soll für Sicherheit und Stabilität stehen - Attribute, die Chefs wie Kollegen niemandem zuschreiben, der bislang quasi als professioneller Unruhestifter tätig war. Experimente ergaben: Selbst in einem Unternehmen, in dem Innovationen das A und O waren, erhielten Personen mit der höchsten Kreativität vom Rest der Belegschaft durchweg das geringste Vertrauen in ihre Führungsqualitäten bescheinigt.

Ein kleiner Trost: Brachte ein Kreativer überdurchschnittliches Charisma mit, wirkte das offensichtlich besänftigend. Man traute ihm die Rolle als Leader dann doch zu. (1. Juli 2011)
Quelle: strategy+ business

Querdenker