Gefährdete Spezies: Jung und männlich

2. Juni 2009 - Das Damoklesschwert der Krise hängt nach wie vor über vielen Arbeitsplätzen. Analysen zeigen: vor allem Jüngere bis 25 Jahre und Männer müssen fürchten, ihren Job zu verlieren.

Auch wenn die Arbeitsagentur für den Mai überraschenderweise einen Rückgang der Arbeitslosigkeit meldete - die Quote sank von 8,6 auf 8,2 Prozent - sind noch immer viele deutsche Jobs in Gefahr. Mittlerweile kursieren die ersten Analysen, wen die Kündigungswellen am stärksten treffen beziehungsweise wer sich am ehesten Sorgen machen muss. So kommt das Institut für Arbeitsmarktforschung zu der Erkenntnis, dass vor allem Jüngere bis 25 Jahre verstärkt fürchten müssen, den Job zu verlieren. Hauptgründe: Viele in dieser Altersklasse stecken in einem befristeten Arbeitsvertrag, und durch die bei Kündigungen gesetzlich vorgesehene Sozialauswahl trifft es vorwiegend Mitarbeiter ohne Kinder und mit wenigen Berufsjahren. Ähnlich geht es den Über-50-Jährigen, denen man die Frühverrentung ans Herz legt. Und: Je geringer qualifiziert, desto größer die Gefahr eines Jobverlustes. Darüber hinaus scheint das Job-Aus derzeit verstärkt Männer zu treffen. Ihre Arbeitslosenquote liegt bei 8,5 Prozent, während die der Frauen mit 7,9 Prozent deutlich darunter bleibt. Die Bundesagentur nennt als Gründe: In den derzeit entlassenden Industriebran-chen arbeiteten mehr Männer, während die von Frauen dominierten Dienstleistungsjobs weniger zahlreich abgebaut würden. Darüber hinaus werden mehr Vollzeit- als Teilzeitstellen gestrichen. Gleichzeitig zeigten sich Frauen flexibler bei der Suche nach Alternativen und hätten schneller einen neuen Job, stellt der DGB fest.

Quellen: www.stern.de, www.spiegel.de, www.welt.de

Arbeitsmarkt

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