Folgende Elemente gehören zum Standard-Repertoire eines ACs, aus dem sich jede Firma nach Gusto ihr Programm zusammenstellt:


Die Selbstpräsentation. Sie ist den anderen Teilen oft vorangestellt und dient dazu, einen Kurzabriss zu Ihrer Person zu geben, der überzeugend und prägnant das Wesentliche wiedergibt. Wichtig dabei: Stellen Sie bei der Darstellung Ihrer Vita immer Bezüge zum Unternehmen und zur Stelle her. Bauen Sie Ihre Vorbereitung nicht auf der Frage auf „Wer bin ich?“, sondern „Was bringe ich mit, das dem Unternehmen nützt, und wo habe ich das gelernt?“


Gruppendiskussionen setzen Bewerber in ­direkten Vergleich zu ihren Mitbewerbern:
15 bis 45 Minuten lang diskutieren bis zu sechs Kandidaten über ein Thema oder müssen eine bestimmte Problematik lösen. Beispiel: Welche fünf Gegenstände soll die Gruppe - als sechs Überlebende eines Schiffsunglücks - vom sinkenden Schiff retten. Pluspunkte sammelt ein Bewerber mit einer eigenen Meinung, argumentativem Geschick und einem sicheren Auftritt.

Neuer Trend / Variante: Statt Mitbewerbern nehmen Unternehmensangehörige (mit verteilten Rollen) an der Diskussion teil. Vorteil für die Bewerber: Sie sind nicht mehr so abhängig von der Güte der mitdiskutierenden Konkurrenz.


Fallstudien konfrontieren die Teilnehmer mit typischen Branchenproblemen: Aus einer Menge abstrakter Daten filtern Sie im Team oder auch schon mal alleine unter Zeitdruck — etwa 60 Minuten — relevante Daten heraus, entwickeln Konzepte und Lösungsansätze und präsentieren. Den Beobachtern geht es dabei nicht nur um die Ergebnisse, sondern auch um Ihr Agieren in der Gruppe. Und: Wie nähern Sie sich Problemen? Haben Sie eher einen Blick fürs große Ganze oder sind Sie der Mann für die Details? Sind Ihre Ideen und Lösungen visionär oder realistisch bodenständig. Wichtig: Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur ein „passt besser auf die Stelle“ oder „passt besser woandershin“.


Rollenspiele werden vor allem bei Führungspositionen und Vertriebs- oder Servicejobs gerne eingesetzt. Hier sollen dann (knifflige) Mitarbeiter- oder Verkaufsgespräche geführt werden.
In Einzelvorträgen werden Sie mit einem beliebigen Thema oder Problem ausgestattet, das Sie nach einer kurzen Vorbereitungszeit in einem Vortrag in vorgegebener Zeit vor der Gruppe beleuchten sollen. Anschließend kann eine Fragerunde folgen. Beispiel: Stellen Sie die Vor- und Nachteile der demographischen Entwicklung dar und skizzieren Sie Lösungen.


Mit Übungen und Tests werden Ihre analytischen Fähigkeiten, Ihre Allgemeinbildung, Ihr Selbstbild, Ihre Arbeitsweise et cetera gecheckt. Der Klassiker unter den Übungen: Der so genannte Postkorb.

Die Postkorb-Übung ist ein sehr beliebtes Mittel um herauszufinden, wie ein Bewerber unter sehr hohem Zeitdruck eine vorgegebene Aufgabenstellung lösen kann. Zu Beginn des Tests wird dem Bewerber ein fiktiver Fall vorgelegt, in den er sich hineinversetzen muss. Meist nimmt er die Rolle einer führenden oder leitenden Person ein. Darüber hinaus wird der Bewerber während der Bearbeitung des Postkorbes bewusst gestört. So wird herausgefunden, ob der neue potentielle Mitarbeiter auch unter Stress konzentriert arbeiten kann.

Zusammenfassend möchte das Unternehmen insbesondere folgende Dinge mit der Postkorb-Übung herausfinden:

  • Konzentrationsfähigkeit unter Stress
  • Störresistenz
  • Die Entscheidungsfreudigkeit eines Bewerbers
  • Die Planungsfähigkeit
  • Termintreue
  • Die Delegation von Arbeitsschritten
  • Die mentale Flexibiliät

Der Part Interviews mit Personalern und Fachleuten erinnert am ehesten an ein normales Bewerbungsgespräch.


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