Neue Zeiten für Wirtschaftsprüfer

Seit Juni gilt offiziell die Zwangsrotation für Wirtschaftsprüfer. Die anstehenden Prüferwechsel werden vor allem das Geschäft der Big Four verändern, meldet die Börsen-Zeitung.

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Die vorgeschriebene externe Prüferrotation für rund 1.500 finanzmarktorientierte und börsennotierte Unternehmen wird sich Marktbeobachtern zufolge vornehmlich unter den Big Four abspielen. Das gute Wachstum der Branche im Geschäftsjahr 2015 kam aber nicht durch Rotationen, sondern vornehmlich durch ein Plus in der Steuer- und Rechtsberatung sowie aus dem Business Consulting zustande.

Branchenprimus PwC steigerte im Geschäftsjahr 2015 den Umsatz um 5,9 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Überdurchschnittlich wuchs EY mit 9,2 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro und schob sich vom Umsatz her an KPMG vorbei auf Platz zwei. Immerhin: Auch der neue Drittplatzierte KPMG konnte sich 2015 über ein Umsatzplus von neun Prozent auf 1,51 Milliarden Euro freuen. Auf Rang vier folgt weiterhin Deloitte mit 789,6 Millionen Euro – was einem Plus von 8,3 Prozent entspricht.

Wachstum verzeichneten aber nicht nur die Big Four, sondern auch deren Verfolger in der Liga der 25 größten Wirtschaftsprüfer- und Steuerberatungsfirmen. Mit einem Plus von durchschnittlich 8,2 Prozent übertraf 2015 das Umsatzwachstum der Top 25-Anbieter sogar die im Frühjahr 2015 abgegebene Prognose um 2,2 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten die Top 25-Anbieter ein Wachstum von fünf Prozent.

Quellen: Börsen-Zeitung, 7. Juli 2017, Printausgabe Seite 1;
Lünendonk, Pressemitteilung vom 6. Juli 2016