Wachstumsfelder für Forscher

Ingenieuren, die in der Forschung tätig sind, bescheren die Digitalisierung und die Industrie 4.0 ausreichend Arbeit. Im Interview mit den VDI-Nachrichten berichtete Reimund Neugebauer (Foto), Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, wo die Forschungsschwerpunkte in seiner Gesellschaft liegen.

Bildnachweis: TU Chemnitz

Da wäre zunächst die Datensicherheit. Mit dem Projekt „Industrial Data Space“ wollen die Forscher einen gesicherten virtuellen Raum schaffen, über den die Nutzer untereinander Daten sicher austauschen können. Er ermöglicht eine Vernetzung, bei der die Daten bei den Unternehmen bleiben und nur bei Bedarf für autorisierte Nutzer zusammengeführt werden. 

Jenseits der digitalen Technik sieht der Wissenschaftler Wachstumschancen zum Beispiel im Bereich neue Materialien für die Funktionsintegration und Life Science. Ein anderes Thema ist neben der Stadt der Zukunft die Entwicklung „wissensintensiver Wertschöpfung“ in ländlichen Regionen. 

Ingenieure, die im Laufe ihrer Karriere international forschen möchten, kann die Fraunhofer-Gesellschaft ebenfalls einiges bieten. Kontinuierlich hat Neugebauer die Internationalisierung des Unternehmens vorangetrieben. So hat der Maschinenbau-Professor etwa das Engagement in den USA ausgebaut und in Connecticut ein neues Zentrum eingerichtet. Mit Israel sind Kooperationen im Bereich Nanotechnologie geplant und in Frankreich und den Niederlanden sollen die Aktivitäten generell verstärkt werden. 

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt 66 Institute und Forschungseinrichtungen in Deutschland. 24.000 Mitarbeiter erzielen ein jährliches Forschungsvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro. Davon kommen rund 1,7 Milliarden aus der anwendungsorientierten Vertragsforschung für die Industrie.  

Quelle:
VDI Nachrichten