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Studie: Spitzengehälter sind okay, aber Niedriglöhne gehen gar nicht

Gehalt + Geld Arbeit + Leben

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Auch wenn in den Medien gelegentlich über die außerordentlich hohen Gehälter mancher Vorstände gelästert wird, machen die den meisten Arbeitnehmern recht wenig aus. Sie finden ganz andere Sachen unfair, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) jetzt herausfand.

Danach ist es zum Beispiel für 96 Prozent der Arbeitnehmer – also für so ziemlich alle – absolut nicht okay, dass Friseure oder Paketboten nur 1.200 Euro brutto im Monat verdienen. Hohe Einkommen wie etwa 6.100 Euro brutto für Ingenieure oder Professoren werden dagegen, so schreibt die Frankfurter Neue Presse mit Verweis auf das DIW, nur von 38 Prozent der Befragten als ungerecht empfunden. Jeder zweite fand das sogar gerecht.

Die Wissenschaftler des DIW stellen deshalb fest, dass Beschäftigte grundsätzlich erstmal wenig an deutlichen Lohnunterschieden auszusetzen haben. Es sei breit akzeptiert, dass wer mehr arbeite, am Ende auch mehr herausbekommen soll. Das zeigen gleich mehrere Studien. Die Schmerzgrenze lag zum Beispiel bei Vorstandsgehältern je nach Studie bei dem zehn- bis 45-fachen eines Arbeitergehalts. Erst wenn jemand viel arbeitet und am Ende nicht mehr herausbekommt, wird das von den Menschen als falsch bewertet, wie die Studie ergab. Der Fokus, so stellen die DIW-Forscher fest, solle deshalb – trotz Mindestlohn – stärker auf dem Kampf gegen Niedriglöhne liegen.

Quelle: Frankfurter Neue Presse