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Netflix dominiert den Medienmarkt

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Netflix

Wer sich einer Karriere in der Medienbranche vorstellen kann, sollte sich auf jeden Fall auch mit Netflix auseinandersetzen. Das US-Unternehmen hat inzwischen das weltweit größte Netzwerk für Internet-TV aufgebaut und spielt seine Rolle als Produzent und Streamingdienst ziemlich gut. 

Die Plattform hat sich von einem einfachen DVD-Verleih in einen globalen Fernsehsender verwandelt. Er versorgt 130 Millionen Haushalte in mehr als 190 Ländern. Dieses Jahr wird Netflix zudem 80 eigene Spielfilme herausgeben. Zum Vergleich: Warner Brothers kommt nur auf 23 Produktionen, Disney auf zehn. Bei der Zahl der Emmy-Nominierungen übertraf Netflix kürzlich sogar alle TV-Anbieter mit 112 Nominierungen.

Deutsche Sender geraten nach einem Bericht des Handelsblatts ins Hintertreffen. RTL, Pro Sieben Sat 1 und Co. fänden mit ihren werbefinanzierten Programmen bislang kaum Antworten auf den Konkurrenten aus den USA.

Für Karrieren von Wirtschaftswissenschaftlern ist die Erfolgsgeschichte Netflix  sicherlich spannend – und sie scheint auch noch lange nicht zu Ende zu sein. Das Headquarter für die Region EMEA (Europa, mittlerer Osten und Afrika) ist in Amsterdam. Auf der Karrierewebseite sind hier derzeit vor allem Marketing-Experten gesucht. 

Übrigens: Dass Netflix oder auch Amazon verstärkt Geld in lokale Produktionen stecken, spüren auch deutsche Filmproduktionsfirmen wie etwa Bavaria Film, Ufa oder Constantin.  Für das erwartete Wachstum fehlten den deutschen Unternehmen derzeit nach einem Bericht von Werben und Verkaufen Autoren, Schauspieler sowie Filmschaffende aus den Bereichen Ausstattung, Requisite und Postproduktion.

 

Quelle: Handelsblatt, Werben und Verkaufen

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