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Mit Apps beim Essen sparen

Gehalt + Geld

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Tausende Tonnen Lebensmittel wandern, so belegen Statistiken, allein in Deutschland jedes Jahr in die Tonne. Weil sie im Kühlschrank vergessen wurden, weil Restaurants sie wegwerfen müssen oder weil sie nicht der EU-Norm entsprechen. Das kostet Geld und ist – angesichts des Hungers in vielen Ländern der Welt – auch ziemlich zynisch.

Das Studentenmagazin Unicum hat deshalb mal einige kostenlose Apps zusammengestellt, mit denen sich Lebensmittel retten lassen – und von den Studenten mit schmalem Geldbeutel umgekehrt profitieren können, weil es darüber kostengünstig Essen gibt und sie den einen oder anderen Euro im Studium sparen können:

> Die App „Zu gut für die Tonne“ liefert einem kreative Kochideen, was sich mit den versprengten Resten im Kühlschrank noch Leckeres kochen lässt. Auf diese Weise schrumpeln keine einzelne Möhre oder vergessene Zucchini mehr vor sich hin, nur weil einem nichts dazu einfällt.

> Über die App „Too good to go“ lassen sich Restaurants, Cafes, Bäckereien oder Supermärkte in der Nähe finden, die ganze Mahlzeiten oder einzelne Lebensmittel für kleines Geld an Selbstabholer kurz vor Ladenschluss abgeben. Ansonsten würden die Überproduktionen nämlich am Ende des Tages in den Müll wandern müssen. Die App führt Restaurants in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Großbritannien und der Schweiz.

> Die App „ResQ Club“arbeitet nach dem gleichen Muster. Hier sind es Läden in Deutschland (nur Berlin), Finnland, Schweden, den Niederlanden (nur Amsterdam) und Estland, wo sich kostengünstig überzählige Ware abholen lässt.

> SirPlus ist ein Shop in Berlin (Wilmersdorfer Str. 59), der zum Beispiel Lebensmittel führt, die wegen kleiner Makel aussortiert wurden: Verformte Äpfel, zu krumme Gurken oder Nudeln kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums – lassen sich hier günstig einkaufen. Zudem lassen sich online aus dem gesamten Bundesgebiet für 35 Euro Retterboxen (querbeet, vegetarisch oder vegan) bestellen, die dann einen Berg von abgepackten Lebensmitteln mit abgelaufenen Haltbarkeitsdaten enthalten (www.sirplus.de).

> Bei etepetete (etepete-bio.de) wird unperfektes Bio-Obst und -Gemüse, das sich im Supermarkt nicht verkaufen ließe, noch an den Mann gebracht – und so vor der Tonne gerettet. Die Retterboxen (zwischen 19,90 und 27,90 Euro pro Kiste im Wochen- oder Zweiwochenabo) werden einem bis an die Haustür geliefert und sind mit saisonalen Lebensmitteln hauptsächlich aus Bioanbau gefüllt.

Quelle: Unicum