HP: Alte Probleme, neuer personeller Aderlass

Seit 1. November gehen die HP-Unternehmenseinheiten Hardware und IT getrennte Wege. Die Probleme des Technologiekonzerns sind damit nicht gelöst, zumal der personelle Aderlass weitergeht, schreibt die Wirtschaftswoche.

Mit der Selbstzerlegung endet die 76-jährige Geschichte von Hewlett-Packard als integrierter Technologiekonzern. Künftig läuft das Drucker- und PC-Geschäft unter der Leitung von Meg Whitmann als Hewlett Packard Enterprise (HPE), die IT läuft als HP Inc. unter der Regie von Dion Weisler. Als Konzern hatten beide Teile zuletzt zusammen 111,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Mit der Aufspaltung sind zugleich Entlassungen verbunden. Schon in den vergangenen drei Jahren hatte Hewlett-Packard rund 55.000 Jobs abgebaut, im September kündigte Whitman den Abbau weiterer 25.000 bis 30.000 Stellen an. Fraglich ist, wie der Konzern mit seinen verunsicherten Mitarbeitern wieder auf Wachstumskurs und zu seinem früheren Innovationsklima kommen soll. Gerade das Marktsegment IT-Lösungen für Großkonzerne sei seit geraumer Zeit im Umbruch. So bleibt für die Wirtschaftswoche die Frage im Raum, wie lange beide neuen Firmen – Hewlett Packard Enterprise und HP Inc. – unter einem eigenständigen Konzerndach firmieren werden. Immerhin könne sich jetzt ein potenzieller Interessent dank der Aufteilung genau den Teil herauspicken, der zu seinem Business passe.

Quelle:
Wirtschaftswoche, 31. Oktober 2015

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