Bachelor-Absolventen bleiben für Unternehmen kurios

Die Studienstrukturreform hat schon einige Jährchen auf dem Buckel und die ersten Bachelor-Absolventenjahrgänge sind auch schon auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Da sollte man doch meinen, dass die Unternehmen langsam die Scheu vor den "neuen" Absolventen verloren haben.

Dass dem noch längst nicht flächendeckend so ist, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM). Viele Unternehmen fremdeln nach wie vor.

Insgesamt fühlen sich immer noch viele Firmen unzureichend informiert und haben wenig bis keine Erfahrung, was Bachelor-Absolventen können, wie sie einzustufen sind und welche Positionen sie bekleiden können. Während das größere Unternehmen nicht davon abhält, Bachelor trotzdem einzustellen, schrecken kleinere und mittlere Unternehmen oft noch deshalb zurück.

Darüber hinaus sind die befragten Unternehmen mit dem Fachwissen von Bachelor-Absolventen weniger zufrieden als mit dem anderer Absolventen. Gleiches gilt für analytische Fähigkeiten und das Vermögen, selbstständig zu arbeiten. Nun war diese Kritik angesichts der kurzen Studienzeit zu erwarten, trotzdem trägt die Bewertung bei allem Verständnis kaum zu Jubelarien bei.

Jobguide-Tipp: Bachelor-Bewerber sollten es "unwissenden" Unternehmen leichter machen und in ihrer Bewerbung ihre Kompetenzen klar herausarbeiten und zum Beispiel aktiv belegen, wo sie selbstständiges Arbeiten gelernt haben. (1. Juli 2011)
Quellen: VDI Nachrichten, IfM, Datev

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