Akademiker gesucht - trotz Absatzflaute

4. November 2008 - Obwohl die Absatzzahlen in der Autoindustrie derzeit stark einbrechen und viele Stellen gestrichen werden, sind Akademiker in der Branche weiterhin heiß begehrt.

Daimler suche 650 Absolventen und Junior Professionals, davon über 450 Ingenieure, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Audi plane die Neueinstellung von 800 Akademikern und selbst beim kriselnden Autoriesen General Motors und seiner Tochter Opel seien Nachwuchskräfte im dreistelligen Bereich gesucht. Noch besser sind die Jobchancen bei den Zulieferern: Allein die drei Systemlieferanten Bosch, Continental und ZF suchen 2008 über 3.000 Akademiker. Ein Grund: Während der Autoabsatz in Europa insgesamt um bis zu 30 Prozent einbreche, wachse das lukrative Premiumsegement - in dem deutsche Hersteller besonders stark sind - in Märkten wie Russland und China dreistellig, schreibt die FAZ. McKinsey schätzt, dass die deutschen Hersteller 2020 weltweit ein Fünftel mehr Fahrzeuge verkaufen werden als heute. So ergibt sich ein zweigeteiltes Bild: während der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöfer befürchtet, dass die deutsche Autoindustrie im nächsten Jahr bis zu 20.000 Jobs verlieren wird, prognostiziert der Deutsche Verband der Automobilindustrie, dass die Zahl der Akademiker in der Branche weiter steigen wird. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden hier 12.000 neue Jobs für Akademiker geschaffen.

Quelle: Frankfuter Allgemeine Zeitung

Autoindustrie

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