Tipps fürs Auslandsstudium
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Internationale Bildung

Studieren im Ausland? Klar, warum nicht? Fremde Städte kennen lernen, neue Freunde finden, seinen beruflichen Horizont erweitern. Gut, wenn das Ganze dann auch noch gefördert wird - zum Beispiel mit einem Stipendium vom DAAD oder über Auslandsbafög.

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Studierenden im Ausland in den letzten 28 Jahren mehr als vervierfacht - von 17.890 Studenten im Jahr 1980 bis zu 75.364 im Jahr 2005. Traumziel sind nicht mehr die USA, sondern die Niederlande - 2005 waren dort 11.896 Studenten eingeschrieben. Es folgen Großbritannien (11.600), Österreich (10.174), die Vereinigten Staaten (8.829), Schweiz (7.839), Frankreich (6.867), Schweden (2.880), Australien (2.764), Italien (1.410), Ungarn (1.403) und Kanada (1.400).

Bevor es losgehen kann, muss noch einiges geregelt werden. Wer sich bewerben will, stellt schnell fest, dass für jedes Land, für jedes Studium andere Regeln und andere Anträge gelten. 

Hochschule wählen

In vielen Ländern geben Rankings Auskunft über die Qualität einer Hochschule. Der englische Verlag TSL Education und die Shanghai Jiao Tong University erstellen jeweils eine Rangliste der weltbesten Universitäten.

Wenn die deutsche Uni ein spezielles Austauschprogramm anbietet oder der Aufenthalt durch ein Programm wie Erasmus organisiert ist, ist die Auswahl allerdings meist auf die Partner-Uni im jeweiligen Land beschränkt. 

Unterrichtssprache ist im Regelfall die Landessprache, in vielen Ländern werden aber auch englischsprachige Studiengänge angeboten. Häufig verlangen die Universitäten einen Sprachtest, manchmal auch zusätzliche Fachtests und ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Fast immer will die Gast-Uni einen ausführlichen Lebenslauf und eine schriftliche Bewerbung haben. Die Website des DAAD sowie die Websites der Universitäten informieren ausführlich über alle Fristen und Formalitäten.

Leistungsnachweise

Für die Anerkennung im Ausland erworbener Studienleistungen und Abschlüsse ergeben sich oft hohe Hürden durch die deutschen Gesetze - obwohl sie sich in ihren Bezeichnungen manchmal kaum von Abschlüssen deutscher Hochschulen unterscheiden. Die Gleichwertigkeit gegenüber dem deutschen Abschluss muss von der Zentrale für ausländisches Bildungswesen förmlich festgestellt werden. Viele Berufe setzen einen im Inland anerkannten Abschluss voraus.

Auch der DAAD informiert über die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen oder Leistungsnachweisen und führt eine Liste über die zuständigen Informationsstellen, aufgeschlüsselt nach Bundesländern.

Einreise

Innerhalb der EU genügt für Deutsche der Personalausweis. Weiter weg wird es da schon etwas komplizierter. Sobald es über EU-Grenzen hinaus geht, ist ein Studentenvisum erforderlich, das so früh wie möglich bei den Botschaften beantragt werden sollte. Die genauen Formalitäten sind unterschiedlich und finden sich bei den jeweiligen Ländertipps. Ausnahme: Für die Schweiz reicht ein gültiger Reisepass oder Personalausweis.

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