Unternehmensberater weiter auf Erfolgskurs

Die deutschen Beratungshäuser dürften 2019 um rund zehn Prozent zulegen, schreibt die FAZ. Diese Umsätze schaffen sie nur, wenn sie viel Personal einstellen.

Auch wenn sich die Konjunktur eingetrübt hat: Es läuft für die Branche der Unternehmensberater. Denn in Zeiten des digitalen Umbruchs und vieler Handelskonflikte brauchen die Unternehmen den Rat der Consultants. Das beschert der Branche Rekordumsätze: Innerhalb eines Jahrzehnt haben sie ihre Umsätze verdoppelt. Allein die Top zehn der deutschen Unternehmensberatungen steht für einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro, 60 Prozent davon haben sie in Deutschland erzielt.

Die gute Nachricht für alle, die mit einem Einstieg in die Consultingbranche liebäugeln: Es geht so weiter: Um 9,9 Prozent wuchs die Branche bereits in den ersten Monaten 2019, am Ende des Jahres soll das Plus bei zehn Prozent liegen, schreibt das Marktforschungsunternehmen Lünendonk, das die Umsätze der deutschen Beratungshäuser 2018 analysiert hat.

Die Analyse zeigt aber auch, dass es nicht egal ist, für welches Consultinghaus sich ein Bewerber entscheidet. So hat sich Roland Berger nach einer harten Umstrukturierung wieder auf Kurs gebracht. Der Restrukturierungsspezialist bleibt mit einem Plus von neun Prozent auf 600 Millionen Euro Umsatz die Nummer eins, ist aber trotz dem zweiten Wachstumsjahr in Folge noch weit von der eigenen Bestmarke (750 Millionen Euro in 2013) entfernt. Unsicher ist zudem, wie es weitergeht: Chef Charles-Edouard Bouée hat sein Amt zur Verfügung gestellt, für das Finance Magazin ist damit die Führungsfrage zurück.

Interessant für Einsteiger mit Hang zu Zahlen und digitalem Background dürfte der Preisspezialist Simon Kucher sein. Die Nummer zwei des deutschen Marktes legte 2018 um 23 Prozent auf 309 Millionen Euro zu und verzeichnet mit Modellen wie „Dynamic Pricing“, bei dem sich Preise basierend auf Algorithmen kontinuierlich ändern, seit Jahren enorme Umsatzsteigerungen.

Anders sieht es bei der Technologie-Beratung Detecon aus, deren Umsatz leicht auf 215,5 Millionen Euro zurückfiel. Die Telekom-Tochter ist noch neu in der Liste und erzielte 2017 erstmals mit Fremdunternehmen mehr Umsatz als mit dem Mutterhaus. Der Grund für das leichte Minus sind die rückläufigen Geschäfte der Telekom.

Auch die Bankenberatung zeb verlor drei Prozent auf aktuell 193 Millionen Euro.  Geht es rein nach Umsätzen, ist Porsche Consulting mit 24,5 Prozent Plus auf 173 Millionen Euro die beste Adresse. Doch auch die Controlling-und Digitalisierungsberatung Horváth verzeichnete ein Plus von 18 Prozent und knackte erstmals als viertgrößtes deutsches Haus die Umsatzmarke von 200 Millionen.

Bewerber sollten aber nicht nur auf die deutschen Beratungshäuser schauen, sondern auch auf die internationalen Consultants und  Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Deren Beratungsabteilungen sind deutlich größer als die der rein-deutschen Beratungshäuser.

Quellen: FAZ

Pixabay

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