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Unternehmen zeigen wenig Interesse an Ex-Praktikanten

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Studierende erwarten zumeist Großes von ihren Praktika. Nicht nur einen ersten hochwertigen Einblick in die Praxis und brauchbare Zeugnisse für spätere Jobbewerbungen, sondern auch 1A-Kontakte zu einem potenziellen Arbeitgeber. Wenn sie sich da mal nicht täuschen.

Die Unternehmensberatung Clevis Consult hat kürzlich ihre jährliche Praktikantenstudie vorgesellt, den Future Talents Report 2019. Knapp 7.000 Studierende haben darin ihre zurückliegenden Praktika bewertet.

Ein wichtiges Ergebnis: Fast die Hälfte der Unternehmen (49 Prozent) hält keinen Kontakt zu seinen ehemaligen Praktikanten. In kleinen und mittelgroßen Unternehmen sind es sogar noch weniger (61 Prozent). Über den Kontakt zu einem Alumninetzwerk berichtet in der Studie nur jeder zehnte Praktikant. Schön blöd, denn 90 Prozent der Studenten hätten schon Interesse an einem Jobangebot.

Zudem fand die Umfrage heraus, dass die ganz große Mehrheit der Praktika (93 Prozent) bezahlt werden. In einem Konzern sind es monatlich im Durchschnitt rund 1.300 Euro, in kleineren Unternehmen sind es knapp 1.100 Euro. Interessanterweise sind auch schon Überstunden im Praktikum ein Thema: So arbeitet laut der Studie jeder dritte Praktikant schon mal länger als acht Stunden täglich. Selbst in den MINT-Mangelberufen geben sich die Unternehmen mitunter wenig Mühe, bei den Studenten gut Wetter zu machen: Mehr als die Hälfte der angehenden Chemiker (52 Prozent), 41 Prozent der Wirtschaftsingenieure und 40 Prozent der Maschinenbauer berichteten über Überstunden im Praktikum.

 

Quelle: Clevis Consult