Top Ten der Fintech-Szene in Europa wächst

Fintechs haben in den vergangenen zehn Jahren die Branche der Banken, Versicherer und Zahlungsdienstleisterin Europa kräftig aufgemischt. Wer in der Finanzwirtschaft Karriere machen will, sollte deshalb die wichtigsten digitalen Herausforderer der traditionellen Anbieterim Blick behalten. Die FAZ veröffentlichte jetzt ein Ranking der zehn wertvollsten Fintechs in Europa.

Pexels

Die Berliner Smartphone-Bank n26 sucht in der deutschen Hauptstadt einen Spezialisten für Kundenservice, der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna einen Kommunikationsexperten und der Anbieter von cloudfähiger Bankensoftware Mambu einen Vertriebschef für den deutschensprachigen Raum.

Drei Fintechs mit Büros in Berlin
n26, Klarna und Mambu gehören zwar nicht gerade zur Liga der größten Arbeitgeber in der deutschen Finanzwirtschaft, wer aber eine Karriere in eben dieser machen möchte, sollte ihre Namen trotzdem auf dem Zettel haben. Alle drei Häuser zählen nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu den TopTen der wertvollsten Fintechs in Europa. Alle drei unterhalten Büros in Berlin und stellen immer mal wieder neue Mitarbeiter ein.

Checkout.com hat Klarna überholt
An der Spitze des FAZ-Rankings steht der britische Zahlungsdienstleister Checkout.com. Das 2012 gegründete Fintech-Unternehmen hat den bisherigen Spitzenreiter, den schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna auf Platz 2 im FAZ-Ranking verwiesen und profitiert vom rasanten Wachstum des E-Commerce, des Internetvertriebs und der Lieferdienste, die ihre Zahlungen über die elektronischen Kassen von Checkout.com abwickeln.

Britische Gründungen
Auf Platz drei im Ranking folgt Revolut. Die in Großbritannien 2015 gegründete Digitalbank zählt mittlerweile Kunden in 55 Ländern und bietet ihnen neben Bankkonten auch den Handel mit Aktien, Kryptowährungen und Rohstoffen sowie Auslandsüberweisungen und Versicherungen an. Platz vier belegt Transferwise, ein in Großbritannien gegründeter Dienstleister für Auslandsüberweisungen.

N26 hat über fünf Millionen Kunden weltweit
Es folgt auf Platz 5 Greensill, ein 2011 in Großbritannien gegründeter Bankdienstleister, der vor allem für schnelles Inkasso von ausstehenden Lieferantenrechnungen bekannt ist, wobei die offenen Rechnungen in einen Pool gegeben und an Investoren verkauft werden. n26 landet auf Platz 6 im Ranking der wertvollsten Fintechs Europas. Die Berliner zählen weltweit mittlerweile mehr als fünf Millionen Kunden. Platz 7 belegt die Londoner Oaknorth Bank. 2013 gegründet, erlebte das Fintech zunächst eine rasante Wachstumsperiode, lässt es aber zurzeit etwas langsamer angehen. Unter anderem entwickelte Oaknorth eine Kreditvergleichsplattform, die Darlehen von einer halben Million Dollar bis zu mittleren zweistelligen Millionenbeträgen an Unternehmen vermittelt und dabei für sie die günstigsten Zinsen auswählt.

Mambu aus Berlin unter den Top 10
Auf Platz 8 rangiert der 2011 in Berlin gegründete Banksoftwareentwickler Mambu, auf Platz 9 der britische Billigversicherer BGL Group und auf Platz10 die Internetbank Monzo, die allerdings nach einem rasanten Aufstieg in schwieriges Fahrwasser geraten ist und zuletzt etwa 120 Mitarbeiter entlassen musste.

 

Quelle: FAZ, 13. Januar 2021