Tipps vom Praktiker: So klappt's mit dem Homeoffice besser

Nach gut zwei Wochen Homeoffice wegen Corona dürfte den meisten Berufstätigen dämmern, dass man seinen Beruf nicht mal eben mit links von daheim aus wuppt. Ohne Kollegen und Chef braucht es zum Beispiel deutlich mehr Selbstdisziplin, um effektiv was wegzuarbeiten. Ein in Heimarbeit Erfahrener gibt Neulingen Tipps.

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Sieben Ratschläge hat der Freiberufler in einem Beitrag des US-Magazins Fast Company für frisch gebackene Homeoffice-Arbeiter zusammengestellt:

> Zieh dich auch fürs Homeoffice ordentlich an. Denn auch, wenn es Homeoffice-Neulingen wie der Himmel auf Erden scheint, mal ungekämmt und im Schlabber-Schlafanzug zu arbeiten, fällt es dem Hirn schwer, so vom Freizeit- in den ernsthaften Arbeitsmodus zu schwenken. Deshalb der Tipp: Die Morgenroutine – waschen, Zähne putzen und raus aus dem Schlafanzug – beibehalten. Krawatte und Anzug müssen natürlich zuhause nicht sein.

> Einen extra Platz fürs Arbeiten separieren. Ideal wäre ein eigener Raum fürs Homeoffice, alternativ geht auch ein stilles Eckchen irgendwo in der Wohnung. In jedem Fall sollte man nicht mitten im Familiengewühl und neben Spülbergen versuchen, sich auf den Job zu konzentrieren. Das klappt nicht.

> Feste Arbeitszeiten setzen und beibehalten. Auch wenn es verführerisch ist, sich – mangels Stechuhr – morgens nochmal umzudrehen und den Tag später als sonst zu beginnen, ist das in Sachen Produktivität wenig hilfreich. Idealerweise organisiert man sich den Tag – und das dauerhaft – nach seiner biologischen Uhr. Ein Zeitfenster für kreatives Arbeiten, eines für Telefonate, eines für stumpfsinnige Jobs und Pausen, wenn der Kopf eh mal Ruhe braucht.

> Täglichen Output oder To-Do-Liste mit sich vereinbaren. Weil man im Homeoffice nicht durch bloße Anwesenheit glänzen kann, sondern nach dem Output beurteilt wird, den man liefert, sollte man sich jeden Tag sein Pensum vornehmen. Manche Menschen fahren gut damit, das schon am Vorabend für den nächsten Tag zu tun oder auch eine ganze Woche grob vorzuplanen.

> Auf ein gutes Mittagessen achten. Auch wenn der heimische Vorratsschrank noch so sehr mit Süßkram oder Knabberzeug lockt, sollte man sich auch im Homeoffice geregelte Mittagspausen mit gesundem Essen gönnen. Das Hirn braucht‘s. Wenn man sich nicht alleine dazu disziplinieren kann, kann man ja „gemeinsame“ Pausen mit den Kollegen vereinbaren und sich telefonisch gegenseitig erinnern.

> Mehr Gesprächstermine mit Chef und Team einplanen. Als Heimarbeiter ist es schwer, sich und alle anderen auf dem Stand der Dinge zu halten. Schließlich kann man nicht mal eben quer über den Schreibtisch rufen oder im Vorbeigehen Dinge aufschnappen. Deshalb muss das Team öfter miteinander reden und abklären, wer an was arbeitet und wer welche Hilfen braucht.

> Ablenkungen minimieren. Ein Tipp, der an sich auch für die normale Büroarbeit gilt, im Homeoffice aber noch relevanter ist, weil daheim noch viel verlockendere Ablenkungen lauern. Also nicht nur in hochkonzentrierten Phasen Email, Smartphone und Messenger ausschalten, sondern auch den Nachwuchs und die Lieblingskatze zeitweise aussperren und einen großen Bogen um Fernseher & Co. machen.    

 

Quelle: Fast Company