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T-Systems will Deutschlands größter Digitalanbieter werden

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Der neue T-Systems-Chef Adel Al-Saleh baut die Telekom-Tochter um. Er will sein Haus mit neuen Partnerschaften und einer neuen Business Unit in Deutschlands größten Digitalanbieter verwandeln.

T-Systems war lange das Sorgenkind der Telekom. Das Tochterunternehmen mit seinen aktuell 37.000 Mitarbeitern hatte sich zu lange auf das IT- und Outsourcing-Geschäft konzentriert und sich wandelnde Kundeninteressen ignoriert, schreibt das Handelsblatt. Jetzt soll es der neue T-Systems-Chef Adel Al-Saleh richten, der auf der Hannover Messe verkündete, mit T-Systems zu Deutschlands größtem Digitalanbieter aufsteigen zu wollen.

Zwei Maßnahmen sollen helfen. So will er das kundenspezifische Digitalgeschäft in einer neuen Einheit mit 4.800 Mitarbeitern bündeln. Sie kommen aus den drei bisherigen Sparten, der Management- und Technologieberatung Detecon, der T-Systems Multimedia Solution und Teilen der Global Systems Integration, so die Börsen-Zeitung. Außerdem will er die strategische Partnerschaft mit Microsoft weiter ausbauen. Die beiden Partner wollen gemeinsam Public Cloud-Services vorantreiben, meldet die FAZ. Unter Public Cloud versteht man Angebote eines Providers, der seine Dienste über das Internet jedermann zugänglich macht – etwa kostenlose Webmailer-Dienste oder Google-Docs oder kostenpflichtige Office-Services. T-Systems und Microsoft wollen auf diesem Gebiet gemeinsam bei SAP-Anwendungen sowie Services auf Microsofts Systemen Azure und Microsoft 365 sowie bei digitalen Lösungen mit Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge aktiv werden. T-Systems betreibt schon heute zwei Rechenzentren für Microsoft in Deutschland.

Cloud-Services werden für T-Systems aber auch vor allem im Geschäft mit Großkunden immer wichtiger. Die Unternehmen verlagern immer mehr Anwendungen in externe Datenzentren. T-Systems will sie hierbei unterstützen – mit gemanagten Services für die Infrastruktur, Plattformen und Anwendungen aus der Cloud, damit sie sich voll auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Quellen: Handelsblatt, 23. April 2018;
FAZ, 24. April 2018; Printausgabe, Seite 19;
Börsen-Zeitung, 24. April 2018, Printausgabe Seite 11;
Die Welt, 24. April 2018