Sportausrüster verkaufen gut durch Fußball-EM

4. Juli 2008 - Die großen Sportartikelhersteller befinden sich mit der Fußball-Europameisterschaft im Aufwind. Das Geschäft mit Fußballartikeln boomt und die Umsätze wachsen zweistellig. Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas hatte für das Jahr 2008 bislang einen Umsatz im Fußballgeschäft von 1,2 Milliarden Euro prognostiziert. Dieser sei nach Angaben von Adidas-Chef Herbert Heiner bereits jetzt übertroffen worden. Im Vergleich zum letzten EM-Jahr 2004 habe man den Umsatz mit Fußballartikeln um 50 Prozent gesteigert, und auch im Vergleich zum WM-Jahr 2006 sei der weltweite Umsatz in dieser Sparte im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Auch Adidas-Konkurrent Puma profitiert von der Fußball-Euphorie. Die Umsätze im Fußball-Geschäft lägen in diesem Jahr bislang um mehr als zehn Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, sagte Puma-Fußballchef Filip Trulsson gegenüber dem Tagesspiegel. Seit der Weltmeisterschaft 2006 verspüre sein Konzern ein kontinuierliches Wachstum im Bereich Fußball. Auch bei Nike sei das Geschäft mit Fußballartikeln 2007 um vier Prozent gewachsen, wie Unternehmenssprecher Olaf Markhoff bestätigt. Experten dämpfen jedoch etwas die Fußball-Begeisterung der Sportausrüster: Allein die hohen Marketingausgaben würden die zusätzlichen Einnahmen wieder aufheben. So gebe es zwar mehr Umsatz, aber schließlich doch nicht mehr Gewinn. Dafür freut sich die Werbeindustrie.

Quellen: Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung

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