So viele Studenten gab’s noch nie

2,8 Millionen Studierende sind aktuell an Deutschlands Hochschulen eingeschrieben. Rekord. Allerdings ist die Zahl der Erstsemester erneut gesunken. Was heißt das für die Zukunft?

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So meldet die Tagesschau mit Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes zunächst mal, dass es an hiesigen Universitäten und Fachhochschulen noch nie so viele Studenten gab wie zurzeit. Zum Wintersemester waren es über 2,8 Millionen, 22.600 mehr als im Wintersemester davor. Die meisten Studierenden hat NRW: 781.000, ein Plus von einem Prozent. Den größten Zuwachs mit +3,4 Prozent auf 64.000 verzeichnet Schleswig-Holstein. An den ostdeutschen Hochschulen und in Bremen gingen die Studentenzahlen dagegen leicht zurück.

Rund zwei von drei Studenten (62 Prozent) sind an einer Universität eingeschrieben, etwa ein Drittel (35 Prozent) besucht eine Fachhochschule und 1,3 Prozent gehen auf eine Kunsthochschule. Die Verteilung Männlein-Weiblein ist nahezu ausgeglichen. Es gibt rund 61.600 mehr männliche Studenten, was bei 2,8 Millionen aber kaum ins Gewicht fällt.

Ein Kommentar des Instituts für deutsche Wirtschaft in Köln (IW Köln) analysiert die Zahlen des Statistikamtes und stellt fest: Der neue Studentenzahlrekord sei gut und schön, aber die Zahl der Erstsemester sei zugleich zum dritten Mal in Folge gesunken. Und das vor allem in zukunftsträchtigen Fächern wie Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Und: Die Abbrecherquote an den Hochschulen sei nach wie vor sehr hoch. In der Informatik, wo durch die Digitalisierung in den kommenden Jahren immer mehr Fachkräfte gebraucht werden, brechen zum Beispiel mehr als 40 Prozent der Studenten ihr Studium vorzeitig ab. Wichtiger als hohe Studentenzahlen seien deshalb wohl eher hohe Absolventenzahlen, meint die Kommentatorin des IW und fordert mehr Anstrengungen der Hochschulen und der Bildungspolitik auf diesem Gebiet. 


Quelle: IW Köln, Tagesschau.de

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