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Schummriges Licht macht dumm

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Wer lange bei schlechtem Licht arbeitet, wird nicht nur müde und stresst seine Augen, sondern dezimiert möglicherweise sogar sein Denkvermögen. Das folgern Forscher der Michigan State University aus einem Versuch mit afrikanischen Ratten, von dem das Wissenschaftsmagazin Scinexx berichtet.

Die Forscher haben vier Wochen lang tagaktive Ratten ziemlich schummerigem Licht (50 Lux) ausgesetzt und sie anschließend verschiedene Aufgaben lösen lassen. Auf 50 Lux kommt ein dunkler Wintertag oder eine typische Innenraumbeleuchtung, zitiert das Magazin die Forscher. Bei einem Navigationstest schnitten die Dämmerlichtratten plötzlich dramatisch schlechter ab als in den Tests zuvor. Ihr Erinnerungsvermögen hatte offensichtlich stark gelitten. Eine Untersuchung ihrer Gehirne zeigte, dass sich sogar bestimmte Hirnregionen wie der Hippocampus verändert hatten. Der Hippocampus ist für Denken, Lernen und Erinnerungsvermögen zuständig. Glücklicherweise ließ sich der Denkverlust bei den Ratten durch eine intensive Lichttherapie mit 1.000 Lux wieder rückgängig machen.

Inwieweit die Ergebnisse tatsächlich auf den Menschen übertragbar sind, ist noch nicht untersucht. Doch sehen die Forscher hier bereits Erklärungsansätze, warum Menschen beispielsweise Orientierungsprobleme haben, nachdem sie sich länger in Räumen ohne direktes Tageslicht aufgehalten haben. Grund genug, vielleicht mal den Arbeitsplatz im Büro oder den Schreibtisch daheim in Sachen Beleuchtung unter die Lupe zu nehmen.

Quelle: Scinexx.de