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Rödl setzt aufs Kerngeschäft Wirtschaftsprüfung

Channel Consulting

Rödl & Partner

Die sechstgrößte Wirtschaftsprüfung- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner sieht noch viel Potenzial im Kerngeschäft Prüfung, Steuer- und Rechtsberatung und will damit auch international weiter wachsen, schreibt das Handelsblatt.

Im Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgeschäft kommt keiner an den Big Four – PwC, Deloitte, EY, KPMG – vorbei. Sie beherrschen den Markt. Erst weit hinter ihnen kommen die sogenannten „Next Ten“ mit deutlichem Abstand beim Umsatz. Zu den wachstumsstärksten Verfolgern in diesem Feld gehört laut Marktforscher Lünendonk als sechstgrößte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner.

So legte Rödl & Partner 2016 beim Umsatz um acht Prozent auf 386 Millionen Umsatz zu, auch 2017 soll laut Chef Christian Rödl für die mittelständische WP-Gesellschaft ein „starkes Jahr“ gewesen sein, meldet das Handelsblatt. Den Erfolg verdankt das Familienunternehmen seiner Strategie: Stets folgte das Haus mit seinen Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern den Kunden – auch ins Ausland und baute so sein internationales Geschäft aus. Heute unterhält Rödl & Partner 108 Büros in 50 Ländern.

Dabei setzt Rödl stets auf eigene Tochtergesellschaften und nicht wie Wettbewerber auf Netzwerkpartner. „Wir können so viel besser die Kultur und Qualität der Arbeit beeinflussen“, begründet Christian Rödl dieses Vorgehen. Auch in der Führungsstruktur operieren die Nürnberger mit einem Kreis von vier Gesellschaftern und fünf weiteren Mitgliedern in der Geschäftsführung statt wie sonst üblich mit Partnern. Entscheidungen fällt das Gremium in diesem kleinen Kreis, „das macht vieles schneller und einfacher“, sagt Rödl.

Weiteres Wachstum soll vor allem auch künftig im Kerngeschäft erfolgen, selbst wenn gerade um mittelständische Kunden ein starker Kampf entbrannt ist, in dem auch die Big Four mitmischen. Hier sieht Rödl dennoch viel Potenzial und setzt auf seine eigene mittelständische Familienstruktur und Kundennähe. So hofft Rödl & Partner auf neue Testat-Aufträge kleinerer börsennotierter Unternehmen, die in den kommenden Jahren wegen der vorgeschriebenen Prüferrotation wechseln müssen. Außerdem will er unter Start-ups, Venture Capital und international ambitionierten Mittelständlern neue Kunden gewinnen.

Quelle: Handelsblatt, 8. Januar 2018