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Mehr Frauen in den Aufsichtsräten, aber nicht in den Vorständen

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Seit 2016 gilt eine Geschlechterquote in Aufsichtsräten. Mit Erfolg: Im Schnitt sitzen nun in den Kontrollgremien der 30 größten deutschen Unternehmen 30 Prozent Frauen. Das Ganze hat allerdings auch Schönheitsfehler, stellt ein Beitrag in den VDI-Nachrichten fest.

So zeigt das kürzlich veröffentlichte Managerinnenbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, dass sich in den Vorständen und Geschäftsführungen, für die keine gesetzliche Frauenquote gilt, in Sachen Gleichberechtigung nichts getan hat. An den Spitzen der 200 umsatzstärksten deutschen Firmen sitzen nach wie vor gerade mal acht Prozent Frauen. Bei Versicherungen und Tech-Firmen sei, so schreibt das Blatt, der Anteil sogar noch gesunken.

Die Studienautorin rechnet vor, dass es bei den Banken 40 Jahre und bei den Versicherungen 28 Jahre dauern würde, bis in den Aufsichtsräten beide Geschlechter gleich stark vertreten wären. In den Vorständen würde man dafür 70 Jahre brauchen.

Vor diesem Hintergrund plädiert sie für schärfere Besetzungsregeln unterhalb der Vorstände, so dass die Unternehmen sukzessive einen größeren Pool an qualifizierten Frauen auch für die Vorstandsetage gewinnen.

Quelle: VDI Nachrichten