Medienhäuser drücken auf die Kostenbremse

2. Dezember 2008 - In vielen großen Medienhäusern wird derzeit an der Kostenschraube gedreht. Die Werbeeinnahmen sinken, Redaktionen sollen gebündelt und Arbeitsplätze gestrichen werden.

Deutschlands größtes Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr legt seine Wirtschaftsblätter "Capital", "Impulse" und "Börse Online" am Verlagssitz in Hamburg zusammen. 60 der 300 Redaktions-Jobs sollen wegfallen, die Standorte Köln und München werden geschlossen. Angesichts der schwierigen Werbekonjunktur haben auch die "Süddeutsche Zeitung (SZ)", das Magazin "Focus" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)" rigorose Sparmaßnahmen angekündigt. Bei der SZ ist von einem "deutliche Stellenabbau" die Rede, offenbar jedoch ohne betriebsbedingte Kündigungen. Die FAZ will laut Medienberichten ihre Kosten um zehn Prozent senken und frei werdende Stellen derzeit nicht besetzen. Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 will Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro einsparen und den Konzern bündeln: Sat1 soll von Berlin nach München umziehen, 350 Mitarbeiter sind betroffen. In der gesamten Gruppe werden 225 der 3.000 Stellen gestrichen.

Quellen: FAZ, Horizont

Medienbranche

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