Lehramtsstudenten wählen die Wirtschaft

8. September 2008 - Zum aktuellen Schulbeginn fehlen nach Schätzung des Philologenverbandes etwa 20.000 Lehrer - vor allem in den "Mint-Fächern": Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Grund: Immer mehr angehende Lehrer entdecken, dass die Wirtschaft mehr Geld bietet als der Staat.

Der Lehrerberuf könne weder vom Anfangsgehalt noch von den Aufstiegschancen her mithalten. Der Beginn eines Teufelskreises: Weil es zu wenig Mint-Lehrer gibt, werden diese Fächer nicht ausreichend unterrichtet. Das wiederum führt dazu, dass sich zu wenig Schulabgänger für ein entsprechendes Studium entscheiden. Um wettbewerbsfähig zu sein, müssten zumindest die Referendariatsgehälter aufgestockt werden. Zurzeit gibt es 1.000 Euro monatlich. Außerdem sollten schon Einsteiger feste Zusagen für eine Übernahme erhalten, fordert der Philologenverband.

Quelle: Handelsblatt