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IBM schützt deutsche Cloud vor den USA

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Neue Strategie bei IBM: Sie schützt die deutschen Kunden in ihrer Cloud vor amerikanischem Zugriff, meldet das Handelsblatt.

Die riesigen Datenmengen und neueste Software kann kaum ein Unternehmen in Eigenregie verwalten. Sie lagern daher Daten und auch Software in die Cloud aus, die Dienstleister machen damit gute Geschäfte. Doch ein Restrisiko bleibt, nämlich die Angst davor, dass Außenstehende Zugriff auf die Daten erhalten. Jetzt begegnet IBM dieser Angst mit einer neuen Strategie. Sie schützt die Daten der europäischen Kunden vor dem Zugriff aus den USA.

„Es ist nicht möglich, von außerhalb der EU Zugriff auf die Daten zu haben“, zitiert das Blatt den Vizechef des IBM-Cloudgeschäfts in Europa, Yasser Eissa. Nur Mitarbeiter des jeweiligen Kunden können noch von außerhalb auf die Datencloud zugreifen. IBM reagiert damit auf die Angst der europäischen Kunden vor amerikanischer Wirtschaftsspionage. Sorgen bereitet den Unternehmen, Verbänden und Politikern ein Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof der USA, bei dem die Regierung IBM zwingen will, persönliche Daten eines europäischen Kunden herauszugeben.

IBM selber konnte zum ersten Mal nach mehr als fünf Jahren wieder ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahresquartal ausweisen. Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 22,54 Milliarden Dollar. Trotzdem brach der Kurs ein, weil Trumps Steuerreform eine Neubewertung erforderte, die IBM einen Einmalaufwand vorschrieb und so einen Nettoverlust von 1,05 Milliarden Dollar bescherte. Dennoch ist IBM zuversichtlich und rechnet für 2018 mit steigenden Umsätzen.

Quellen: Handelsblatt, 24.Januar 2018;
Handelsblatt
, 19. Januar 2018

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