Hohes Armutsrisiko für junge Erwachsene

Die Einkommensschere geht immer weiter auf: Die Realeinkommen in Deutschland sind zwischen 1991 und 2016 im Schnitt um 18 Prozent gestiegen. Bei den unter 35-Jährigen kommen die Zuwächse aber kaum an. Im Gegenteil.

So liegt der Anteil derjenigen, für die ein Armutsrisiko besteht – die also über weniger als 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens verfügen – bei jüngeren Menschen am höchsten. Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Armutsrisikoschwelle lag, so die Studie, 2016 bei 1.120 Euro im Monat.

Die Forscher ermittelten für 28 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ein Armutsrisiko. Die höchste Quote in der deutschen Bevölkerung. Das deutlich unterdurchschnittliche Haushaltseinkommen lässt sich natürlich damit erklären, dass man in dieser Altersklasse wegen beruflicher Ausbildung, Studium oder Praktikum oft tatsächlich weniger Geld zur Verfügung hat als der Durchschnittsbürger. Problematisch bleiben die Ergebnisse trotzdem.

Und kaum besser sieht es in der nächsten Altersklasse aus: Unter den 25- bis 34-Jährigen sind fast 23 Prozent von Armut bedroht, hatten 2016 also weniger als  1.120 Euro pro Monat zur Verfügung. Dieser Anteil sei, so die Forscher, in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Sie erklären das mit verstärkten Babypausen und vielen jungen Beschäftigten in Billigjobs. Von steigendem Gehalt profitieren also im Wesentlichen erst die älteren Semester.

 

Quelle: diw.de

Pixabay

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