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Headhunter kassieren 40.300 Euro pro Auftrag

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Fast 70.000 Stellenbesetzungen bescherten den Headhuntern einen Rekordumsatz von 2,19 Milliarden Euro. Sie streichen im Schnitt pro Auftrag rund 40.3000 Euro ein, meldet die Wirtschaftswoche.

Der Fachkräftemangel ist im Lauf der vergangenen fünf Jahre bei der Personalberatung angekommen: Seit 2012/2013 legte der Branchenumsatz um 41,3 Prozent auf den jetzigen Rekordstand von 2,19 Milliarden Euro zu. Diesen Umsatz teilen sich die rund 2.500 Personalberatungen mit ihren 14.700 Beschäftigen. Pro Auftrag bleiben rund 26 Prozent des Jahresbruttogehalts des Vermittelten als Prämie bei den Headhuntern hängen, also rund 40.300 Euro. Das ist das Ergebnis der aktuellen Branchenstudie des BDU unter 250 Personalberatungen.

Die Arbeit, sagt die Studie, sei aber schwerer geworden. Das hat zwei Gründe: Neue Qualitätsanforderungen und eine gewisse Wechselunwilligkeit bei den Kandidaten. Immer häufiger müssen die Personalexperten Kandidaten mit Digitalkompetenzen finden. Aktuell ist das jetzt schon in jedem zehnten Fall so. Hinzu kommt eine gewisse Abneigung, auf einen anderen Posten zu wechseln. So scheuen Kandiaten das Risikos eines Neuanfangs und den Verlust des Kündigungsschutzes beim alten Arbeitgeber.

Hinzu kommen oft auch persönliche Gründe, etwa der Beruf des Partners oder hohe Kosten durch eine neue Wohnung. Gerade in Ballungsräumen fürchten die Kandidaten finanzielle Verluste beim Kauf einer Immobilie oder Anmietung einer Wohnung. Daher dauert es im Schnitt rund 12,5 Wochen, bis sich ein geeigneter Kandidat gefunden hat.

Verändert hat sich auch die Arbeitsweise. So setzen 88 Prozent der Personalberater digitale Hilfsmittel ein. Dazu gehören Analyse-Tools, Online-Stellenportale oder die Social-Media-Kanäle. Sie sind aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Gleich 97 Prozent der Personalberater sind der Meinung, dass ein hohes Einfühlungsvermögen in die Unternehmenskultur der Kunden entscheidend ist, schreibt die Wirtschaftswoche.

Quelle: Wirtschaftswoche