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Frankfurt wird Europa-Headquarter der US-Investmentbanken

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Pixabay

Wer eine Karriere bei einer der großen amerikanischen Investment-Banken plant, muss künftig nur nach Frankfurt: Vier US-Großbanken wollen Brancheninsidern zufolge ab 2019 ihre Präsenz in der Mainmetropole massiv verstärken, meldet die FAZ.

Die vier großen amerikanischen US-Investmentbanken Goldman Sachs, JP Morgan Chase & Co., Morgan Stanley und die Citigroup haben jetzt entschieden: Sie bauen Frankfurt am Main zu ihrer Europazentrale aus und erhöhen dort ihre Vermögenswerte. Dadurch entstehen auch neue Jobs, wenn die vier Banken bilanzwirksame Vermögenswerte in Höhe von rund 250 Milliarden Euro aus London nach Frankfurt verlagern und damit im Schnitt ihren bisherigen Vermögensbestand nahezu verzehnfachen. Fachleute gehen davon aus, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren in London massiv Stellen abgebaut werden und in Frankfurt rund 5.000 neue Bankjobs entstehen.

Angehende und wechselwillige Investmentbanker haben daher gute Chancen, wenn sie bei einer US-Bank anfangen wollen. Besonders gut sieht es bei JP Morgan aus. Der Bankengigant will seine bisherigen Vermögenswerte am Standort Frankfurt von 15,7 Milliarden Euro auf über 100 Milliarden Euro aufstocken. Goldman Sachs, so berichtet die FAZ, will mindestens 300 neue Stellen schaffen und die Belegschaft von derzeit 200 auf 500 erhöhen. Büros im neuen Frankfurter Hochhaus „Marienturm“ sind bereits angemietet, Platz wäre dort sogar für 900 Mitarbeiter. Geplant ist, die Vermögenswerte von derzeit 300 Millionen auf 40 bis 50 Milliarden Euro hochzuschrauben. Die Citigroup plant eine Vervierfachung auf 40 bis 50 Milliarden Euro, Morgan Stanley hat 30 bis 40 Milliarden Euro als neue Zielmarke statt den bisherigen 1,6 Milliarden.

Mit der Entscheidung der vier wichtigen Banken, den Finanzplatz Frankfurt „in eine Art EU-Zentrale“ zu verwandeln, steigt die Bedeutung der Mainmetropole als Finanzplatz im internationalen Vergleich enorm. Experten wie Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatz-Initiative „Frankfurt Main Finance“, rechnen zudem damit, dass diese Entscheidung noch weitere Sogwirkung entfaltet. 

Quellen: FAZ, 12. November 2018, Print, Seite 22; Handelsblatt