E-Scooter-Unfall kann schwer ins Geld gehen

E-Scooter-Fahren liegt voll im Trend. Und seit die Dinger in fast jeder Großstadt zum Leihen herumstehen, greifen immer mehr Leute schnell mal zu. Der Haken: Wer einen Unfall damit baut, ist unter Umständen deutlich weniger abgesichert, als ihm lieb sein kann.

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Das stellt ein Beitrag im Versicherungsmagazin fest. Der Autor hat dazu die Versicherer der gängigsten E-Scooter-Leihfirmen angefragt und deren Versicherungsschutz analysiert. Deutliche Einschränkungen beim Versicherungsschutz gibt es vor allem dann, wenn beim Unfall Alkohol oder Drogen ursächlich mit im Spiel waren oder weitere Personen befördert wurden. Und ein Blick in die Fußgängerzonen zeigt, dass der Elektroroller nur zu gerne Huckepack und/oder bei feuchtfröhlichen Zechtouren genutzt wird.

Bei Alkoholkonsum leben Scooter-Fahrer gefährlich
Die Signal Iduna – die der Versicherer der Leihscooter von Circ ist – weist zum Beispiel darauf hin, dass bei einem Promilleunfall nicht mehr die vertragliche Versicherungssumme gilt, sondern nur noch die Mindestabsicherung. Das bedeutet, so schreibt das Versicherungsmagazin: Statt 100 Millionen pauschal plus 15 Millionen pro Person reduziert sich bei einem solchen Unfall die maximale Leistung auf 7,5 Millionen Euro für alle Schäden an Personen und  1,22 Millionen für Sachschäden. Klingt erstmal immer noch nach recht viel Geld, aber je nach Schwere und Ausmaß des Unfalls reicht das nicht immer, um alle Opfer zu entschädigen. Wenn zum Beispiel lebenslanger Unterhalt nötig wird. Reicht das Geld der Versicherung nicht, muss der Unfallverursacher mit eigenem Geld geradestehen.

Schäden am eScooter zahlt man selbst
Aber auch, wenn bei einem Unfall niemand verletzt wird, kann der Ausflug für einen E-Scooter-Fahrer teuer werden: Schäden am Roller muss nämlich er zahlen. Auch, wenn das gute Stück gestohlen wird. Und egal, ob da irgendwo Alkohol oder Drogen im Spiel waren oder nicht.

Berufsunfähigkeit muss seperat versichert werden
Verletzt sich der Fahrer, übernimmt zwar die Krankenkasse die Kosten für seine Behandlung. War der Sturz aber so schwer, dass der Fahrer für länger im Job ausfällt und kein Gehalt mehr bezieht, würde nur eine private Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung den Verdienstausfall übernehmen. Spielten Alkohol oder Drogen eine Rolle, kann der Versicherer die Leistung kürzen.

Bei Alkohol ist Unfallversicherung raus
Ein E-Scooter-Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg ist zwar grundsätzlich – wie die Fahrt mit dem Auto oder dem Rad – von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt. Die klinkt sich aber sofort aus, sobald Alkohol oder Drogen nachgewiesen wurden.

 

Quelle: Versicherungsmagazin

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