China puscht die E-Mobilität

Ingenieure, die eine Karriere auf dem Gebiet der E-Mobilität planen, müssen die Entwicklung in China im Blick behalten. Der Einfluss chinesischer Hersteller auf dem globalen Automarkt werde in Sachen E-Mobilität und intelligenter Vernetzung stark wachsen, analysiert das Mercator Institute for China Studies (Merics). Aber auch deutsche Unternehmen sind weiter aktiv. 

Bis 2025 sollen Chinas Autobauer nach den Plänen der Regierung 35 Millionen Autos pro Jahr verkaufen, jedes fünfte soll mit regenerativen Energien betrieben werden. Auch der noch junge chinesische Autobauer Nio bringt sich dazu derzeit in Stellung. Erklärtes Ziel: Die etablierte Konkurrenz von Tesla bis Daimler in Sachen E-Mobilität überholen. Daran arbeiten 2.000 Mitarbeiter, darunter Designentwickler in Deutschland.

Auch beim Thema intelligente Vernetzung preschen die chinesische Regierung und Hersteller laut Merics voran. Bis 2020 soll die Hälfte aller IT-Produkte für Autos auf dem chinesischen Markt aus der Hand chinesischer Hersteller kommen. 

Profitieren wollen davon auch deutsche Zulieferer. Der Gemeinschaftsstand von 20 deutschen Zulieferern bei der Auto Shanghai 2017 zeigt den klaren Wunsch der Zulieferer ihr Engagement in China auszubauen.

Doch in Deutschland tut sich ebenfalls nach wie vor so einiges auf dem Gebiet der E-Mobilität. Für ihre Karriere im Blick haben sollten Ingenieure etwa das Aachener Unternehmen e.Go Mobile. Dahinter steckt der Produkstionssystematik-Professor Günther Schuh, der bereits mit seinem Elektrolieferwagen Streetscooter einen beachtlichen Erfolg hingelegt hat. Nun tüftelt er an einem elektrischen Stadtauto namens e.Go Life, das inklusive staatlicher Förderung nur noch 12.000 Euro kosten soll. Mitte 2018 sollen erste Exemplare ausgeliefert werden.

Sein Team, dass Schuh vor allem an der Aachener Uni rekrutiert, ist im Schnitt gerade einmal 29 Jahre alt. Bei der Arbeitsorganisation orientieren sich Schuh und sein Team stärker an den Strukturen der Softwareentwickler im Silicon Valley als an den großen Entwicklungsabteilungen der Autokonzerne.

Quelle:MDB Consult, Handelsblatt (kostenpflichtig), Süddeutsche Zeitung (kostenpflichtig)

Bildnachweis: Pixabay

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