BW-Bank erweitert Filialnetz

Schwimmen gegen den Trend: Während überall sonst in der Bankenwelt Filialen sterben, investiert die BW-Bank in den Ausbau ihres Filialnetzes und stellt 125 Mitarbeiter neu ein.

BW-Bank

Zurück in die Zukunft: Während das Filialsterben in der deutschen Bankenlandschaft nach einer Analyse der Deutschen Bundesbank zuletzt noch zugenommen hat, geht die Tochter der Landesbank Baden-Württemberg, die BW-Bank, den umgekehrten Weg: Sie will in den nächsten zwei Jahren neue Filialen eröffnen und dafür 125 Mitarbeiter neu einstellen.

Filialschließung kam bei Kunden nicht gut an

Das Schwimmen gegen den Strom hat interne Ursachen. Die BW-Bank hatte 2015 noch 168 Filialen und 60 SB-Standorte. Dann strickte das Management ein Konzept für Beratungscenter, bei denen die Kunden nur nach vorheriger Terminvereinbarung vorstellig werden konnten. Gleichzeitig strichen sie die Filialen und hatten zuletzt nur noch 76 echte Filialen, 56 Beratungscenter und 87 SB-Standorte. Doch das Beratungscenter-Konzept kam bei den Kunden offensichtlich nicht so gut an, wie erwartet. Daher will die BW-Bank jetzt wieder die Zahl der permanent besetzten Filialen für Privatkunden wieder ausbauen. Die Investitionen in den Umbau und das Personal lässt sich die Bank rund zehn Millionen Euro kosten. 2020 will die BW-Bank dann wieder über 100 Filialen und 120 SB-Standorte verfügen, schreibt die FAZ.

Starker Rückgang der Bankfilialen

Sie handelt damit gegen den Trend. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank sank die Zahl der Filialen 2018 um 2.239 auf bundesweit 27.887 Filialen – ein starker Rückgang um 7,4 Prozent. Auch die Frankfurter Volksbank und die Taunus Sparkasse gehen einen neuen Weg, um das Filialsterben zu verhindern. Sparkassen und Volksbanken sind eigentlich starke Konkurrenten im regionalen Geschäft, wollen aber dennoch weitgehend an ihren Zweigstellen festhalten, um ihren Kunden nahe zu sein. Jetzt haben diese beiden Institute eine Zusammenarbeit vereinbart: Sie legen künftig 50 ihrer Filialen zusammen und betreiben künftig 25 Zweigstellen gemeinsam.

Volksbank und Sparkasse arbeiten zusammen

Was wie ein Aprilscherz klingt, ist eine bislang noch nie dagewesene Form der Kooperation zwischen einer Volksbank und einer Sparkasse. Die beiden Geldhäuser wollen die Filialen an jeweils zwei Tagen besetzen. Wer gerade Dienst hat, lässt sich an der Farbe des von außen sichtbaren Beratungstresens erkennen: Blau für die Volksbank, rot für die Sparkasse. Zusammen wollen sie in den nächsten drei Jahren fünf Millionen Euro in diese neuen Filialpunkte investieren, meldet das Handelsblatt.

 

Quellen: Handelsblatt, FAZ

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