Anlagenbauer SMS wächst wieder – dank Donald Trump

Die Düsseldorfer SMS Group profitiert von Trumps hohen Strafzöllen auf Stahlimporte. Weil es bei vielen US-Stahlfirmen gerade gut läuft, bestellen sie Neuanlagen bei dem Stahlausrüster, schreibt die Welt.

Source: SMS group

Ausgerechnet Donald Trumps Strafzölle bescheren dem Düsseldorfer Spezialanlagenbauer SMS eine Sonderkonjunktur. Durch die Strafzölle auf Stahl machen die amerikanischen Produzenten wieder deutliche Gewinne, die sie in neue Anlagen und Maschinen investieren. Das wiederum beschert der Düsseldorfer SMS Group, einem weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauer, zusätzliches Geschäft, weil sie die US-Stahlfirmen genau mit solchen neuen Maschinen oder gleich komplett neuen Anlagen beliefern.

Der unverhoffte Sonderboom mit neuen zusätzlichen US-Aufträgen kommt für das Unternehmen, das weltweit 14.000 Mitarbeiter beschäftigt, genau zur rechten Zeit. Nach hartem Sanierungskurs mit Kosteneinsparungen von 400 Millionen Euro und Entlassungen hatte sich die Lage des Unternehmens bereits 2018 deutlich gebessert. Die Zeit der Kündigungen ist passé. Das gilt auch für 2019, für den Standort Düsseldorf denkt der Konzern sogar über neue Stellen nach. Der Umsatz ging 2018 zwar leicht auf 2,8 Milliarden Euro zurück, aber die Erlöse stiegen um 16,5 Prozent auf 27 Millionen Euro – und für 2019 erwartet der Konzern weitere Zuwächse.

Tatsächlich hat SMS spannende Innovationen für die Stahlbranche im Angebot. In einem Joint Venture mit DP World aus Dubai hat SMS eine Pilotanlage zur Abfertigung ultragroßer Containerschiffe entwickelt, die statt bislang sechs oder sieben gleich 12, 13 oder mehr Container übereinander lagern können. Dabei kann man die unteren bewegen, ohne die oberen wegzunehmen. Das Verfahren ist nicht nur schneller, sondern erlaubt es auch, in die Breite zu bauen.

Zudem arbeitet SMS an einer CO2-neutralen Stahlproduktion. Wasserstoff ersetzt künftig den Kohlenstoff, so dass als Abfallprodukt nur noch Wasser entsteht.

 

Quellen: Die Welt, Rheinische Post, Handelsblatt, 27. Juni 2019, Printausgabe Seite

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