11 Tipps: Schlagfertigkeit lässt sich lernen

Eine clevere Antwort, ein lässiger Spruch – wie gern hätte man das immer mal parat, um auf die blöde Anmache vom Kollegen zu reagieren oder um eine peinliche Situation zu überspielen. Leider fallen einem die wirklich guten Repliken stets erst daheim unter der Dusche ein. Das geht auch früher, meint ein Impulse-Beitrag. 

Darin stellt ein Kommunikationstrainer fest, dass man Schlagfertigkeit durchaus trainieren könne, und hat einige Tipps zum Trainieren parat:

> Die Ansprüche runterschrauben – die Antwort muss nicht perfekt sein. Mit dieser Einstellung denkt es sich schneller und ohne Druck.

> Ein Notfall-Sprüche-Set ausdenken – dann ist schnell immer was zur Hand. Einfache, gut zu merkende Floskeln, möglichst allgemein gehalten, damit sie an vielen Stellen passen. Beispiele: „Könnten Sie diesen Satz bitte mal sinnvoll für mich zu Ende führen?“ (bei einem Blackout) oder „Nächstes Mal mache ich einen Salto dazu.“ (bei Stolperern)

> Bei anderen klauen – mit Bonmots aus fremder Feder lässt sich genauso gut punkten. Sportler haben zum Beispiel schon viele lustige Dinge gesagt, ebenso wie Politiker. Beispiel: „Schaun mehr mal, dann sehn ma schon.“ „Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken.“

> Vorwürfen einfach zustimmen – das nimmt den Wind aus den Segeln. Im Idealfall überspitzt man die Kritik noch ein bisschen. Beispiele: „Ja, wir sind ein teurer Anbieter. – Qualität hat ihren Preis.“ „Ich bin froh, dass mein Kopf angewachsen ist, sonst würde ich den auch noch verlegen.“      

> Die Kritik einfach verdrehen. Beispiel: „Lieber dick als doof.“

> Die Vorwürfe schlicht zurückweisen. – Soll einer mal das Gegenteil beweisen. Beispiel: „Da kann ich Ihre Wahrnehmung nicht teilen. Ich habe…“

> Mit Redensarten spielen – wer seine eigenen Sprichworte prägt, spielt in der Königsklasse, meint der Impulse-Beitrag. Beispiele: „Wer anderen eine Grube gräbt, muss ein Bauarbeiter sein.“ „Der frühe Vogel kann mich mal.“

> Einfach ausweichen – „So redet man nicht mit mir.“ Und schon hat man den Gesprächsfaden wieder in der Hand, ohne groß was gesagt zu haben.

> Absurde Gegenargumente finden – dann ist egal, wie wahr das Ursprungsargument war. Beispiel: „Mein Vortrag war zu oberflächlich? Da konnte ich wenigstens nicht untergehen.“

> Mit Unverfänglichem trainieren. – Bevor man blöde Sprüche von Chef, Kollegen oder Geschäftspartnern clever kontert, lieber erstmal an Freunden und Familie ein bisschen üben.

> Nullsätze gehen immer – und sind wenigstens eine Antwort. Beispiele: „Tut mir leid, ich habe nicht verstanden, was sie gesagt haben.“ „Dazu kann ich noch nichts sagen. Ich bin bei meinem Schlagfertigkeitstraining erst bei Lektion 3. Versuchen Sie es doch in einem halben Jahr nochmal.“

Quelle: Impulse

Pixabay

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