Schrauben-Würth sucht 3.000 Vertriebler und Logistiker

Der Handelsspezialist für Befestigungs- und Montagematerial Würth will seine Produkte neben dem Direktvertrieb noch stärker via Internet und über niedergelassene 24-Stunden-Shops vertreiben. Dafür stellt der Konzern 3.000 neue Mitarbeiter ein, meldet die FAZ.

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Jeder Industrie- oder Handwerksbetrieb kennt Würth: Gestartet als Schraubenhandlung, hat sich das Unternehmen mit mehr als 125.000 Produkten aus der Befestigungs- und Montagetechnik ein nationales Direktvertriebsnetz aufgebaut: Handelsvertreter besuchen die Betriebe, füllen die Bestände mit Würth-Produkten auf und bescherten der zu einem Konzern-Konglomerat gewachsenen Adolf Würth GmbH & Co KG aus Künzelsau 2018 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro.

Die bundesweit mittlerweile 7.200 Beschäftigten will der Konzern 2019 um 3.000 neue Mitarbeiter aufstocken. So sucht das Unternehmen allein 1.500 Verkäufer. Neben Berufsanfängern stellt Würth auch Professionals ein, die künftig für den Handelskonzern im Vertrieb, in der Logistik oder in der Firmenzentrale arbeiten sollen.

Getrieben wird die Einstellungspolitik von der Multi-Channel-Vertriebsstrategie der Baden-Württemberger: Neben dem Kerngeschäft, dem Direktvertrieb, setzt Würth zusätzlich auf digitale Vertriebswege. In den vergangenen Jahren hat der Konzern rund 300 Millionen Euro in den Aufbau des E-Business investiert, das mit Wachstumsraten von zuletzt 24,6 Prozent schon jetzt zu einem Fünftel zum Umsatz beiträgt. Langfristig soll der Anteil auf ein Viertel anwachsen.

Zudem baut Würth Niederlassungen auf: So eröffneten die Künzelsauer drei Shops, in denen die Kunden an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr einkaufen können. Davon sollen noch an 16 weiteren Standorten 24-Stunden-Würth-Shops entstehen. Weltweit wuchs die Zahl der Mitarbeiter von Würth 2018 um rund 3.000 auf 77.080 Beschäftigte.

 

Quellen: FAZ, 9. Mai 2019, Printausgabe Seite 19