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News aus der Mode- und Beautybranche

Gardeur stärkt Standort Mönchengladbach

Das Modeunternehmen Gardeur verlegt sein Logistikzentrum im niedersächsischen Ammerland an seinen Firmenstammsitz in Mönchengladbach. Das kostet im Norden 70 Leuten den Job. Über den Standort Mönchengladbach lieferte Gardeur bereits jetzt rund 3,3 Millionen Textilstücke mit 273 Mitarbeitern im Jahr aus. Wie viele durch die Verlagerung neu hinzukämen, lässt sich noch nicht sagen, zitiert die Rheinische Post die Geschäftsführung. In Augustfehn schließt aber nur das Logistikzentrum, das dortige Outlet-Center bleibe bestehen. (7. Juni 2011)

Quelle: Rheinische Post

Deutsche Modebranche kann was bieten

Foto: Gerry Weber

Absolventen, die in die Welt der Mode drängen, müssen nicht unbedingt ins Ausland. Denn auch die Modeindustrie in Deutschland steht - so ein Branchenportrait in der Süddeutschen Zeitung - nach einem umfangreichen Strukturwandel recht solide da und bietet dem Nachwuchs verschiedenste Einstiegsmöglichkeiten.

Die potenziellen Arbeitgeber reichen von börsennotierten Unternehmen wie demnächst Adler über traditionelle Familienunternehmen wie die Textilgruppe Hauber oder Gerry Weber bis hin zu hippen Newcomern wie Blutsgeschwister oder Firmen der Haute Couture wie Michalsky oder Jil Sander.

Die Adressen der Designerhäuser sind inzwischen über ganz Deutschland verteilt. Kleinere Hochburgen haben sich in Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München etabliert.

Seit den 1960er Jahren hat sich in der deutschen Modeindustrie einiges verändert. 1966 gab es in den alten Bundesländern laut SZ noch 5.600 Betriebe mit insgesamt 410.000 Beschäftigten. 2008 arbeiteten in knapp 370 Unternehmen gerade mal nur noch 40.000 Angestellte. Die Fertigung haben die deutschen Modefirmen nahezu komplett ins Ausland verlagert. Mit ihren Designs und dem weltweiten Handel damit setzt die deutsche Bekleidungsindustrie aber nach den aktuellsten Zahlen inzwischen wieder rund zwölf Milliarden Euro um. (1. Juli 2011)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Kik: Vom Schmuddeldiscounter zum Traum-Arbeitgeber?

Foto: Pixelio/G. Schoenemann

Der Bekleidungsdiscounter Kik aus Bönen bei Unna will sein Schmuddelimage abstreichen. Angeblich sittenwidrige Löhne, Schadstoffe in Textilien und Zulieferer, die mit Kinderarbeit ihr Geld verdienen - in der Vergangenheit machte die Tengelmann-Tochter wahrlich mit Negativschlagzeilen von sich reden. Jetzt soll Michael Arretz, seit Sommer 2010 in der Kik-Geschäftsführung für Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätssicherung und Nachhaltigkeitsmanagement zuständig, für den Wandel vom Saulus zum Paulus sorgen. Das Ziel: Die Westfalen wollen vor allem eins: als attraktiver Arbeitgeber gelten, berichtet die FAZ.

Bereits vor einem Jahr preschte Kik in Sachen Mindestlohn vor und führte als erster Discounter bundesweit ein Basisentgelt von 7,50 Euro pro Stunde ein. Kik trat zudem dem Handelsverband HDE bei, wenn auch - so schreibt die FAZ - ohne Tarifbindung. Im Logistikbereich am Stammsitz Bönen sowie in Österreich ließ das Unternehmen, das 18.000 Mitarbeiter beschäftigt, erstmals zu, dass ein Betriebsrat eingerichtet wurde. Die Qualifikation der Lieferanten soll inzwischen komplett durch unabhängige Institute überprüft werden. Eine speziell gegründete Serviceeinheit soll sich vor Ort im wichtigsten Produktionsland Bangladesh um die Arbeitsbedingungen und Qualitätskontrollen kümmern. Als erster Discounter plant Kik nun 2011 einen Nachhaltigkeitsbericht vorzulegen.

Im Verdrängungswettbewerb mit dem irischen Bekleidungsdiscounter Primark setzt Kik seine Expansionsstrategie weiter fort und  will sich noch stärker in den Stadtzentren ansiedeln. Derzeit unterhält Kik in Deutschland 2.500 Filialen, sieht aber Potenzial für 500 weitere. (7. Juni 2011)

Quelle: FAZ

Hessnatur: Übernahme aus den eigenen Reihen

Foto: Hessnatur

Absolventen, die viel Wert darauf legen, dass der Arbeitgeber es ernst mit Ethik und Nachhaltigkeit nimmt, sollten sich den Öko-Textil-Versender Hessnatur mal näher ansehen.

Um die eigene Philosophie nicht zu verraten, gründeten erst kürzlich Kunden, Mitarbeiter und das Netzwerk Attac mit der Hn-Geno eine eigene Genossenschaft mit dem Ziel, das Unternehmen zu kaufen. Hintergrund: Der Butzbacher Öko-Händler gehört als Tochter der Primondo Speciality Group zum insolventen Arcandor-Konzern. Der US-Finanzinvestor Carlyle zeigte großes Interesse an einem Erwerb. Da dieser aber auch in der Rüstungsindustrie aktiv ist, schlugen Betriebsrat und Geschäftsführung von Hessnatur Alarm. Denn das will so gar nicht zu den Leitlinien des Händlers passen, der seine Wurzeln in der Friedens- und Umweltbewegung hat.

Der Hn-Geno haben sich laut Frankfurter Rundschau inzwischen über 3.000 Leute angeschlossen. Ende Juni soll der Verkauf von Hessnatur abgeschlossen werden. Das Ende ist noch offen - Carlyle scheint aber definitiv aus dem Rennen zu sein. (3. Juni 2011)

Quelle: Frankfurter Rundschau

Willy Bogner sorgt für neue Rekorde

Willy Bogner kann sich über das beste Jahr in der Geschichte seines Modehauses freuen. Laut Handelsblatt soll sich der Gewinn vor Steuern mit 26 Millionen Euro mehr als verdoppelt haben. Einen großen Teil der Erlöse brachte das boomende Geschäft in Osteuropa ein. Weiteres Wachstumspotenzial - und damit auch Jobs - könnte der Markt in Asien dem Modeunternehmen bescheren. (1. März 2011)

Quelle: Handelsblatt

Puma und Adidas: Es lebe der Sport!

Foto: G. Altmann/Pixelio

Das Geschäft mit Sportartikeln brummt. Und so verkündeten die beiden ewigen Konkurrenten der Sportartikelbranche Adidas und Puma aus der fränkischen Provinzstadt Herzogenaurach ehrgeizige Wachstumsziele bis 2015.

Laut FAZ wird sich dies auch auf die Beschäftigtenzahlen der beiden Unternehmen im In- und Ausland auswirken.

Während Puma bisher nur Neueinstellungen ankündigte, plant Adidas konkret seine Belegschaft von knapp 42.700 Beschäftigten weltweit um vier bis sechs Prozent aufzustocken. Im Klartext: Rund um den Globus will Adidas 2000 neue Jobs schaffen. In Deutschland sollen 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Gute Chancen in der Beschaffungsorganisation haben Betriebswirte und Logistiker, Vertriebs- und Marketingleute. Gefragt sind aber auch Designer, Produktentwickler und Informationstechniker, die Applikationen entwickeln und Spezialisten, die in Geschäftsprozessen denken und sie umsetzen. Der Online-Handel soll ausgebaut werden. Zusätzliche Fachkräfte werden aber auch für den Aufbau von sozialen Netzwerken benötigt, die als Marketinginstrument immer wichtiger werden. (1. Febraur 2011)

Quelle: FAZ

Escada sucht 100 neue Mitarbeiter

Die Eigentümerin des Münchner Modekonzerns Escada, Megha Mittal, rechnet für 2011 mit weiterem Wachstum.

Zudem plant sie, in diesem Jahr weltweit 100 neue Mitarbeiter einzustellen. Noch Mitte 2009 musste die Edelmarke Insolvenz anmelden. Durch den Einstieg von Megha Mittal konnte die Pleite abgewendet werden. Seitdem arbeitet der Konzern an einer neuen Strategie. (1. Februar 2011)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Swatch braucht Fachkräfte

Foto: Swatch

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch konnte 2010 den höchsten Umsatz seiner Firmengeschichte verbuchen. Er stieg um 18,8 Prozent auf knapp fünf Milliarden Euro. Das positive Ergebnis hat Folgen für Bewerber.

Das Unternehmen will den Vertrieb weiter stärken und die Produktionskapazitäten ausbauen. Firmenchef Nick Hayek sagte im Handelsblatt, die Uhrenbranche könne ihre Kapazitäten gar nicht so schnell ausweiten wie die Nachfrage steigt. Fachkräfte sind dringend gesucht. (1. Februar 2011)

Quellen: Handelsblatt, Financial Times Deutschland

Das Geschäft von Puma ändert sich

Foto: Puma

Bereits vor drei Jahren hat der französische Luxusgüterkonzern PPR die Mehrheit an Puma übernommen. Jetzt bestimmt PPR-Chef François-Henri Pineault endgültig, welche Geschäfte der drittgrößte Sportkonzern der Welt künftig machen wird. Puma soll Kern eines neuen, zweiten Standbeins von PPR werden - ein Sportlifestyle-Bereich.

Damit ändert sich nicht nur das Geschäft von Puma, der Konzern verliert endgültig seine Eigenständigkeit. Seine hohe Attraktivität als Arbeitgeber büßt das Unternehmen damit aber wohl nicht ein. Pinault will rund um Puma ein Portfolio von ähnlich starken Marken aufbauen. Der Umsatz der neuen Geschäftssäule, schreibt das Handelsblatt, könnte sogar den margenträchtigen Luxusbereich von PPR mit Labels wie Gucci übertreffen. (3. November 2010)

Quelle: Handelsblatt


Esprit will in China expandieren

12. Januar 2010 - Die Modekette Esprit orientiert sich gen Asien und will sich neue Absatzmärkte in China erschließen.

Knapp 350 Millionen Euro zahlt der Textilkonzern mit Europasitz in Ratingen bei Düsseldorf für die Übernahme des bisherigen Partners China Resources Enterprise, einer Modekette, die in China über 1.000 Läden betreibt. Weniger schön: Das Wachstum in Europa soll dagegen gedrosselt werden. Statt der geplanten 80 neuen Läden sollen lediglich noch 50 neue eröffnet werden.

Quelle: Handelsblatt

 

Modehändler schlagen sich wacker in der Krise

12. Januar 2010 - Während der Einzelhandel insgesamt über Umsatzrückgänge klagt, gehen die Modehändler bislang erfolgreich durch die Krise. Vor allem mittelständische Unternehmen sind gut aufgestellt.

Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) rechnet für das abgelaufene Jahr mit einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz. Damit sei das Ergebnis "besser als erwartet", sagt BTE-Präsident Steffen Jost. Zum Vergleich: Der Gesamthandel rechnet im gleichen Zeitraum mit einem Umsatzrückgang von 1,5 bis zwei Prozent. Laut Jost profitieren die Modeanbieter von einer veränderten Kauflust der Verbraucher: In schlechten Zeiten werde statt größerer Anschaffungen eher auf Bekleidung zurückgegriffen. Dabei profitierten besonders inhabergeführte Mittelständler mit Filialen in zentralen Einkaufslagen. Sie seien den großen Konzernen oft durch mehr Kundennähe und flexiblere Sortimente überlegen.

Während der Umsatz der Textilbranche 2008 im Schnitt nur um 0,4 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro anstieg, verzeichneten einige inhabergeführte Häuser zweistellige Zuwächse: Gerry Weber legte um 35 Prozent zu, Görgens (Kult, Olymp + Hades) um 20 Prozent, S. Oliver um elf Prozent und Globetrotter immerhin noch um zehn Prozent.

Quelle: Handelsblatt

 

Outdoor-Branche auf Wachstumskurs

3. August 2009 - Gute Stimmung herrscht zurzeit bei den Anbietern von Outdoor-Ausrüstung. Die Branche wächst seit Jahren kontinuierlich und rechnet auch 2009 mit guten Zahlen.

Während der Sportbekleidungs-Markt insgesamt 2008 um ein Prozent schrumpfte, stieg der Umsatz der Outdoor-Spezialisten um mehr als ein Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Einige Hersteller erzielten sogar zweistellige Zuwachsraten. Und die Auftragslage bleibe gut, ist sich Mark Held vom Verband European Outdoor Group sicher: "Die Zahlen für Deutschland scheinen das Wachstum von 2008 noch zu übertreffen". Das Outdoor-Segment bei Europas größtem Händlerverbund Intersport erreichte im ersten Halbjahr 2009 ein Umsatzwachstum von
sieben Prozent. "Wir sind in einer Boomphase, wie ich sie in 30 Jahren nicht erlebt habe", sagt Intersport-Chef Klaus Jost. Eine Erklärung dafür hat Eike Wenzel vom Zukunftsinstitut in Kelkheim: Der "Megatrend hin zu Natur, Gesundheit und gesundem Leben". Die Outdoor-Unternehmen hätten sich geschickt die Ökologie auf die Fahnen geschrieben und träfen damit den Zeitgeist. Außerdem setze sich Outdoor-Kleidung immer mehr in den Städten durch.

Quellen: Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, Video: Stern

 

S.Oliver wächst über Branchentrend

3. August 2009 - Der Modekonzern S.Oliver wächst trotz Krise.

Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum "im oberen einstelligen Bereich". Bereits 2008 stieg der Umsatz um 7,8 Prozent - die gesamte Textileinzelhandelsbranche erreichte nur ein Plus von 1,2 Prozent. 2009 sollen weltweit 88 neue S.Oliver-Läden eröffnet werden, 46 davon in Deutschland.

Quelle: Handelsblatt

 

Edelmode in der Krise: "McLuxury" ödet Gutbetuchte an

6. Februar 2009 - Was in der Finanzbranche Lehmann Brothers ist, ist im Luxusmodegeschäft Chanel. Das französische Unternehmen gab bekannt, 200 Mitarbeiter entlassen zu müssen und löste einen Schock in der Branche aus, die derzeit arg bebeutelt wird. Am steilsten rutschen derzeit die Modemarken im Nordamerika und Japan ab, wo in Luxuskaufhäusern mit bis zu 80 Prozent Rabatt versucht wird, die Lager zu räumen. Die Krise sei aber hausgemacht, sagt Designer Wolfgang Joop, und auch hier auf Maßlosigkeit zurückzuführen: Luxusmode-Hersteller hätten den Hals nicht voll gekriegt und sich als Massenanbieter über die Welt verbreitet: "McLuxury" öde die Konsumenten auf Dauer an. Quelle: FAS

 

Modebranche setzt auf Öko

Oktober 2008/kog - Jeder vierte Deutsche beschäftigt sich mittlerweile mit dem Thema Öko-Mode, sagt eine Befragung der Beratungsgesellschaft KPMG. Nun springen immer mehr Textilunternehmen auf den Öko-Trend auf. Nachdem die Otto-Gruppe bereits vor zehn Jahren das Siegel "Pure Wear" einführte, folgte H&M vor vier Jahren mit der Linie "Organic Cotton". Seit April vertreibt Adidas seine Kollektion "Adidas Grün". Und die Nachfrage steigt: 2006 verarbeitete H&M 30 Tonnen Bio-Baumwolle - 2008 sollen es 1.500 Tonnen werden. Quelle: FAZ