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Faszinierende Fassade mit feinen Kratzern

Foto: Meyhome/Pixelio

Schönheit boomt - nicht erst, seit Heidi Klum im TV auf die Suche nach neuen Topmodels geht. Die Mode- und Kosmetikbranche hat gut zu tun, wenn auch in den vergangenen Jahren einige mittelständische Unternehmen schließen mussten und insgesamt ein Arbeitsplatzrückgang zu verzeichnen war. Dennoch ist die Textil- und Modeindustrie eine der wichtigsten Konsumgüterbranchen in Deutschland und zählt gemessen an Umsatz und Beschäftigtenzahl zu den größten Industriegruppen im Land. 130.000 Beschäftigte sorgen hier für einen Umsatz von 28 Milliarden Euro.

Chancen

Mehr und mehr verlagern die deutschen Unternehmen allerdings ihre Produktion ins Ausland, um Kosten zu sparen. Aber auch um Arbeitsplätze zu sichern, wie der Gesamtverband Textil + Mode betont. Tatsächlich sinkt die Mitarbeiterzahl insgesamt, aber die Anforderungen steigen durch die Internationalisierung und schaffen Herausforderungen, der vor allem Akademiker gerecht werden können.

Wirtschaftswissenschaftler haben die besten Chancen: Sie werden gesucht in Einkauf, Vertrieb und Verkauf, fürs Recruiting und für die Führungsebenen. Die Kreativen wie Modedesigner haben es dagegen schwer, denn die Konkurrenz ist einfach sehr groß.

Größte Wachstumschancen gehen von der Sparte der "Technischen Textilien" aus. Ihr Einsatzspektrum ist breit gefächert und reicht vom Automobil über Medizin und Hygiene bis hin zu Sicherheit und Umwelt. Denn moderne Textilien haben Eigenschaften, die vor wenigen Jahren nur in Science-Fiction-Büchern zu finden waren: In sie lassen sich Funktionalitäten integrieren. Sie weisen zum Beispiel Schmutz ab, überwachen Körperfunktionen oder sind vernetzbar. Derzeit decken sie rund 40 Prozent der Textil-Produktion ab. Die übrigen 60 Prozent entfallen hälftig auf die Weiterverarbeitung zur Bekleidung sowie auf Heim- und Haustextilien.

Im Kosmetikbereich werden tendenziell hohe Umsätze erzielt: Deutschland rangiert mit etwa elf Milliarden Euro hinter den USA und Japan weltweit auf Platz 3. Etwa 40.000 Beschäftigte zählt die Beautysparte und die Nachfrage nach akademischem Nachwuchs ist sehr groß. Denn der Wellnessmarkt zieht an, und das wirkt sich wiederum direkt auf die Kosmetikbranche aus. Einsteiger sollten über eine gehörige Portion Auslandserfahrung verfügen und außerdem aufgeschlossen und kontaktfreudig sein. Sie müssen damit rechnen, dass Konzerne ihre Akademiker gerne als erstes in den Außendienst schicken.

Risiken
Die Beauty-Branche reagiert insgesamt in ihren Segmenten höchst sensibel auf Stimmungsschwankungen im generellen Wirtschaftsklima. Im Inland steht sie bei ihren Verkaufsanstrengungen im ständigen Wettbewerb mit anderen Konsumgüterunternehmen. Außerdem wirken sich steigende Kosten für den Lebensunterhalt nachteilig auf den Verkauf von Mode und Kosmetik aus.

Verbände + Veranstalter
VDMD (Verband Deutscher Mode- und Textildesigner) +++ Deutsches Mode-Institut +++ German Fashion Modeverband +++ VELMA (Verband lizenzierter Modellagenturen) +++ Gesamtverband Textil + Mode +++ IGEDO +++ IKW Industrieverband Körperpflege und Waschmittel +++ vke Kosmetikverband +++

Messen

+++ CPD Signatures, Düsseldorf +++ Ispo, München +++ Premium, Berlin +++ I.L.M., Offenbach +++ GDS, Düsseldorf +++ Beautyworld, Frankfurt/Main +++

Text: kog/Foto: Pixelio/meyhome

 
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