Branchen-News
Wer künftig in die Logistikbranche oder Intralogistik der Industrie um- oder einsteigt, kann mit mehr Geld, flexibleren Arbeitszeiten und Weiterbildungsangeboten rechnen. 82 Prozent der Logistikunternehmen wollen angesichts des Fachkräftemangels Kandidaten mit zusätzlichen Angeboten locken. Das hat die Bundesvereinigung Logistik (BVL) in einer Umfrage herausgefunden.
Vier von fünf Unternehmen haben bereits personalwirtschaftliche Maßnahmen ergriffen, um mit dem Fachkräftemangel fertig zu werden. Wie die BVL in einer Umfrage unter 129 Unternehmen aus den Bereichen Supply Chain Management und Logistik herausfand, haben bereits zwei Drittel der befragten Unternehmen in Weiterbildungsmaßnahmen investiert, ein Drittel will künftig mehr Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie legen und flexiblere Arbeitszeitmodelle einführen. Auch bei der Vergütung wollen 30 Prozent der Logistik-Unternehmen eine Schippe drauflegen. Außerdem will ein Teil der befragten Unternehmen mehr für die Gesundheit seiner Mitarbeiter tun und beispielsweise Gesundheitschecks oder Sportkurse einführen.
"Der Wirtschaftsbereich Logistik bietet Bewerbern aller Ausbildungsniveaus attraktive Karrierechancen", wirbt Thomas Wimmer, Vorsitzender der BVL-Geschäftsführung und macht damit deutlich, dass das neue Werben mit optimierten Karriere-Chancen nicht allein der akademischen Klientel gilt, sondern die Branche sich auch um Fachkräfte ohne Studienabschluss bemüht: Ein Viertel der befragten Unternehmen etwa gab an, nicht genügend Fahrer oder Zusteller zu finden. Auch bei Fachkräften mit kaufmännischer oder technischer Ausbildung zeichnen sich Engpässe ab.
Die Bundesvereinigung Logistik stellt Interessenten die kompletten Ergebnisse der Umfrage "Fachkräftemangel in der Logistik" kostenlos zur Verfügung. Anfrage unter: gruenrock-kern
bvl.de
(Oktober 2011) Quelle: Bundesvereinigung Logistik

- Foto: Jörg Hossenfelder
Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Luenendonk in Kaufbeuren, über professionelles Einkaufsmanagement.
Herr Hossenfelder, in einer Studie zur Zukunft des Einkaufs haben Sie kürzlich festgestellt, dass der Stellenwert des Einkaufs in den Unternehmen enorm gestiegen ist. Heißt das auch, dass die Einkaufsabteilungen generell an Professionalität zugelegt haben?
Hossenfelder: Nicht überall - da besteht kein Automatismus. Gemeinsam mit führenden Einkaufs- und Supply Chain Management-Beratungen haben wir analysiert, was ein professionelles Einkaufsmanagement heutzutage auszeichnet. Wir wollten herausarbeiten, wie Einkaufsabteilungen idealerweise aufgestellt sein sollten. Sie dürfen jedoch davon ausgehen, dass etwa 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland diesem Idealbild in allen Punkten nicht entsprechen.
Woran können Einkäufer, die auf Jobsuche sind, erkennen, dass ein Unternehmen nicht nur sagt, dass es dem Einkauf zentrale Bedeutung beimisst, sondern tatsächlich auch professionell aufgestellt ist?
Professionalität im Einkauf beginnt mit standardisierten Prozessen. Wer im Einkauf auf Jobsuche ist, kann zum Beispiel seinen neuen potenziellen Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch danach fragen, wie es mit dem Schnittstellenmanagement zu den Lieferanten aussieht. Ein erstes wichtiges Indiz für Professionalität ist die Frage, ob die Standardprozesse auf der Schnittstelle zu den Lieferanten per IT abgewickelt werden. Wichtig zu erfahren wäre auch, ob ein Unternehmen nicht nur Kontakt zu seinen unmittelbaren Lieferanten unterhält, sondern die gesamte Wertschöpfungskette im Blick hat und beispielsweise auch im regelmäßigen Austausch mit den Vorlieferanten steht. Darüber kann man sich auch im Bewerbungsgespräch ruhig unterhalten.
Ist es ein Zeichen für die Professionalität einer Einkaufsabteilung, dass sie global einkauft?
Nicht automatisch. Der globale Einkauf eignet sich nicht für jedes Unternehmen. Für ein reines Handelsunternehmen ist es oft sinnvoll, in Niedriglohnländern einzukaufen. Im produzierenden Gewerbe muss man hingegen schon genau überlegen, mit welchen strategischen Lieferanten man international zusammenarbeitet. Qualität und Lieferzuverlässigkeit sowie Transportkosten spielen hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Viele Unternehmen sind deshalb dazu übergegangen, nahe beim Kunden zu produzieren.
Wodurch zeichnet sich sonst noch eine gut geführte Einkaufsabteilung aus?
Der moderne Einkauf wird als Management externer Wertschöpfung und Innovation definiert. Es gilt, ausgewählte Zulieferer zu strategischen Partnern aufzubauen. Das heißt: Wenn ein Bewerber das Gefühl hat, dass er es mit einem Unternehmen zu tun hat, in dem der Einkauf noch um den geringsten Preisvorteil verhandelt, sollte er kritischer hinschauen. Richtig ist, dass der Einkauf dafür verantwortlich ist, das Umlaufvermögen des Unternehmens zu optimieren. Wenn das aber bedeutet, dass Lieferanten bis aufs Blut ausgepresst werden, ist das nicht nur ethisch zweifelhaft, es bedeutet auch, dass die Einkaufsabteilung sich zu wenig mit den heute wirklich renditewirksamen Themen befasst: zum Beispiel gemeinsam mit der Finanzabteilung dafür zu sorgen, dass Währungs- und Rohpreisschwankungen nicht die ursprünglich kalkulierten Erträge auffressen.
Das Gespräch führte Julia Leendertse.
Wer in Zukunft bei der Nummer eins im Flughafengeschäft arbeiten will, sollte den Frankfurter Flughafen oder Charles de Gaulle in Paris ganz oben auf seine Liste setzen. Denn London-Heathrow - zurzeit noch die Topadresse in Europa - dürfte langfristig mangels Erweiterungsmöglichkeiten seinen europäischen Spitzenplatz an die deutschen und französischen Konkurrenten verlieren, so die FAZ.
Schon im Oktober zieht Fraport mit Charles de Gaulle gleich: Dann kann Frankfurt wie jetzt schon Paris vier Landebahnen nutzen. Bis 2015 muss Fraport in Frankfurt dann 65 Millionen Fluggäste managen (heute: 53 Millionen). Ab 2017 soll ein weiterer Terminal helfen, weshalb in der Rhein-Main-Metropole bis 2020 sogar bis 88 Millionen Fluggäste abgefertigt werden können. 4,5 Milliarden Euro hat Fraport zum Leidwesen von Heathrow investiert.
Den Engländern verweigert die Politik aus Lärmschutzgründen kategorisch eine dritte Landebahn. Die Folge: Schon jetzt könnte Heathrow 20 Prozent mehr Flüge abwickeln, muss aber stattdessen zusehen, wie es etwa bei Langstreckenflügen immer mehr ins Hintertreffen gerät. Schon heute bieten Paris und Frankfurt jedes Jahr rund 1.000 Flüge mehr in die drei größten chinesischen Städte an als der Konkurrent Heathrow. (25.09.2011) Quelle: FAZ
Mit dem Wirtschaftsaufschwung hat sich die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle erhöht - leider besonders in der Logistikbranche. Unter den rund 955.000 meldepflichtigen Arbeitsunfällen endeten 2010 ganze 519 tödlich - rund 14 Prozent mehr ein Jahr zuvor, meldet MM Logistik.
Kamen 2009 24,3 Unfälle auf 1.000 Arbeitnehmer, lag die Zahl im vergangenen Jahr bei 25,8. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sei auch der Aufschwung mitverantwortlich für den Anstieg, weil das Arbeitstempo höher geworden sei. Hinzu kamen Unfälle durch die anhaltende Schnee- und Eisglätte, die besonders stark die Logistikbranche trafen. (28. Juli 2011) Quelle: MM Logistik

- Foto: Dr. Stefan Wolff/4Flow AG
Stefan Wolff, Vorstandsvorsitzender der Logistikberatung 4flow AG, über die Zukunft der Arbeit in der Logistik.
Jobguide: Herr Dr. Wolff, laut einer BVL-Umfrage haben mittlerweile vier von fünf Logistikunternehmen in Deutschland Zusatzangebote entwickelt, um als Arbeitgeber im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiver dazustehen. Ist es wirklich schon so schwer, gute Leute mit akademischem Hintergrund in Logistik und Supply Chain Management zu finden?
Stefan Wolff: Gut ausgebildete Leute zu finden, die von ihrem Denken und ihrer Persönlichkeit her gut zum Unternehmen passen, war schon immer schwer. Bei 4flow haben wir im vergangenen Jahr 3.500 Bewerbungen sondiert, um am Ende 30 neue Mitarbeiter zu gewinnen. Wir haben ein sehr strenges Personalauswahlverfahren. Das Team muss wirklich überzeugt sein, dass jemand zu uns passt. Deshalb führen Kandidaten, die bei uns in die engere Wahl gekommen sind, persönliche Interviews mit fünf verschiedenen Kollegen. Wenn nur einer von den fünf Interviewern nach dem Gespräch Zweifel anmeldet, erhält der Bewerber kein Angebot.
Jobguide: Das hört sich nicht gerade so an, also litte Ihr Haus unter Bewerbermangel?
Stefan Wolff: Nein. Aber das bedeutet nicht, dass der Fachkräftemangel in der Logistik nicht zunehmend zum Problem wird und wir uns als Arbeitgeber dessen auch bewusst wären. 4flow profitiert jedoch davon, dass wir uns seit unserer Gründung vor elf Jahren mit unserer Personalarbeit an den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter orientiert haben. Unser Ruf, zu den führenden Logistikberatungen zu gehören, hängt stark davon ab, ob wir als Arbeitgebermarke gerade für die besonders qualifizierten Fachkräfte attraktiv sind. Anders als klassische Strategieberatungen wie McKinsey oder BCG, die Fluktuationsraten von 20 Prozent haben, ist uns als Logistik-Fachberatung, Anbieter von Logistiksoftware und Dienstleistungen rund um das Thema Logistikmanagement zudem daran gelegen, dass sich gute Leute auch langfristig bei uns wohlfühlen. Unsere Fluktuationsrate liegt bei etwa fünf Prozent.
Jobguide: Lassen Sie mich raten - Ihr Haus ist familienfreundlich, sie bieten flexible Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle an und bezahlen gut?
Stefan Wolff: Stimmt. Aber daneben geht es auch um individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Der Vertriebscrack kann bei 4flow gleichermaßen aufsteigen wie derjenige, der fachlich topfit ist, dem aber das Verkaufen keinen Spaß macht. Partner werden kann jeder ab dem Senior Consultant-Level, wenn er sein eigenes Geld in das Unternehmen einbringt. Ob aber jemand bereit ist, private Mittel in die Firma zu investieren oder nicht, ist völlig davon entkoppelt, ob er in der Hierarchie auch weiter aufsteigt. Wenn ein Mitarbeiter wegen der Geburt eines Kindes oder der Pflege eines Angehörigen kürzer treten will, kann er selbst entscheiden, ob er seine Arbeitszeit auf 80, 50 oder auch 20 Prozent reduzieren will.
Jobguide: 4flow beschäftigt 150 Mitarbeiter, Sie sind also kein Großkonzern, aber wenn jeder Ihrer Leute Extrawürste gebraten bekommen wollte, könnten Sie doch Ihre Unternehmensberatung dicht machen.
Stefan Wolff: Zugegeben, Beratungsprojekte lassen sich nicht umsetzen, wenn von vier Teammitgliedern drei gleichzeitig ihre Arbeitszeit auf 40 Prozent runterfahren und es kostet viel Mühe, auf die individuellen Belange einzugehen. Aber wenn wir uns einmal für jemanden entschieden haben, verfahren wir nach dem Motto: Jede Stunde, die Du uns Deine Arbeitskraft zur Verfügung stellst, ist uns willkommen. Und Du entscheidest, wie viel Zeit Du uns einräumst. Die vergangenen elf Jahre haben gezeigt, dass alles nur eine Frage der Organisation ist und dass sich die Mühe lohnt, auf die Mitarbeiter einzugehen.
Jobguide: Laut einer Prognos-Studie wird es bis 2030 in der deutschen Industrie 800.000 Erwerbstätige weniger geben, aber 500.000 Beschäftigte mehr in unternehmensnahen Dienstleistungen und es könnten der Wirtschaft 2,4 Millionen Akademiker fehlen. Haben Sie schon eine Vorstellung davon, wie die Arbeitswelt der Zukunft in der Logistik aussehen wird?
Stefan Wolff: Ich glaube, dass wir mit unserer Art Personalarbeit angesichts dieser Entwicklung genau richtig liegen. Wir beschäftigen hoch qualifizierte Logistikexperten, die sich in Zukunft einzelne Unternehmen nicht unbedingt leisten können. Neben der Logistikberatung bieten wir seit geraumer Zeit Kunden aus der Industrie an, für sie ihr Logistiknetzwerk als Dienstleister nicht nur zu optimieren, sondern auch zu managen. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte werden zukünftig vermehrt als sogenannte Portfolioworker ihr Know-how und ihre Arbeitskraft mehreren Firmen gleichzeitig zur Verfügung stellen müssen, damit die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben.
Das Gespräch führte Julia Leendertse

- Foto: Caspary/Pixelio
Seit 2006 ist der Bahnkonzern mit der Übernahme des Logistikers Bax Global in den USA aktiv. Doch wirtschaftliche Probleme veranlassen die Deutsche Bahn, sich aus dem defizitären US-Frachtgeschäft zurückzuziehen.
Wer bei DB Schenker auf eine Karriere im inneramerikanischen Frachtverkehr spekuliert hat, muss umdenken. Eine Schließung gilt als wahrscheinlich, allerdings denkt der Konzernvorstand auch über eine Restrukturierung dieses Teils von DB Schenker Logistics nach. Das könnte beispielsweise eine Reduzierung der Zahl der Flugzeuge bedeuten oder Kooperationen mit anderen Anbietern. Bis zum Jahresende, möglicherweise aber schon im August soll eine Entscheidung fallen, berichtet die Financial Times Deutschland.
Hintergrund der strategischen Überlegung ist die wirtschaftliche Lage. Die Bahn erzielt mit ihrer Logistiksparte zwar 14,3 Milliarden Euro Umsatz, die Gewinnmarge liegt aber nur bei 2,1 Prozent. Seit der Übernahme gab es mit Bax zumeist negative Ergebnisse. Auch im letzten Jahr: 2010 erzielte die Bahn einen Umsatz von 350 Millionen Euro, unterm Strich aber belastete Bax die Bilanz mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Als Ursache nannte die Bahn die Wirtschaftskrise sowie gestiegene Treibstoffkosten, die besonders die Luftfrachtsparte belasteten.
Quelle: FTD

- Foto: Haja/Pixelio
Der Wirtschaftsbereich Logistik rechnet bei Umsatz und Beschäftigung mit einem Rekordjahr, so Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Vor allem akademischer Nachwuchs ist derzeit sehr gefragt.
Der Optimismus für das Jahr 2011 beruht auf dem Logistik-Indikator. Dafür werden Transport- und Speditionsunternehmen vom Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel regelmäßig im Auftrag des BVL befragt. Die Konjunkturerwartungen hätten noch einmal deutlich zugelegt, so das Handelsblatt. Das gilt besonders für das Inland, eine "weniger expansive" Entwicklung sehen die Befragten fürs Ausland. Die Unternehmen folgten ihren Kunden, so Klinkner, deren Marktmacht allerdings häufig die Margen anknabbere. Dennoch sei eine Verbesserung der Auftragslage möglich, kombiniert mit einem Personalaufbau.
BVL-Geschäftsführer Thomas Wimmer sieht ein Wachstum vor allem in Bereichen mit hoher Spezialisierung. Ein qualitatives wie quantitatives Wachstum sei möglich, wenn Kontraktlogistiker in die Wertschöpfungsketten von Industrie und Handel eingebunden werden. "Mit den Werkzeugen der Logistik Potenziale und Abläufe zu optimieren, darin liegt die Zukunft", so Wimmer im Handelsblatt-Interview. Gesucht werden in der Logistikbranche derzeit vor allem Ingenieure, Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte und Informatiker mit einem Studienschwerpunkt Logistik/Supply Chain Management, aber auch Naturwissenschaftler, Volkswirte oder Juristen. (5. Juli 2011)
Quelle: Handelsblatt

- Foto: Weiss/Pixelio
Bis 2030 werden Attacken durch Terroristen, Piraten und vor allem Cyber-Kriminelle auf die globalen Lieferketten zunehmen. Die Branche braucht daher Sicherheits- und IT-Experten sowie Risikomanager, die präventive Schutzmaßnahmen und im Notfall schnell alternative Lösungen zur Sicherung der weiteren Versorgung entwickeln können, betont eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers und des Supply Chain Management Instituts (SMI) an der EBS Business School.
PwC und SMI fragten Branchenexperten aus Industrie, Forschung und Politik, für wie wahrscheinlich sie Angriffe auf die globalisierten Lieferketten halten. Das Ergebnis: Eine Zunahme gezielter Angriffe auf die Lieferketten ordnen die Experten eine Eintrittwahrscheinlichkeit von 56 Prozent zu. Der Schaden durch Hacker-Angriffe wird dabei als zukünftig deutlich größer eingeschätzt, als der physischer Attacken (Eintrittswahrscheinlichkeit 50 Prozent).
Die berechtigte Angst vor Terroristen, Piraten und Cyber-Kriminellen verteuern Transporte und machen sie wesentlich aufwändiger. Denn 90 Prozent des weltweiten Handelsvolumens konzentriert sich auf knapp 40 Knotenpunkte, was die Gefahren erhöht, so die Studie "Transportation & Logistics - Securing the Supply Chain". Logistiker müssen ihre gesamte Lieferkette einem verpflichtenden Sicherheitscheck unterziehen - und dafür brauchen sie Experten, die alle denkbaren Gefahrenszenarien analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen entwickeln.
So müssten Unternehmen in der Lage sein, bei einem Ausfall eines Zulieferers schnell Alternativen zu finden oder andere Routen zu entwickeln. Reeder meiden heute schon die Frachtpassage über den Suez-Kanal und den Golf von Aden wegen der Piraten, was dem Staat Ägypten jährlich 640 Millionen Dollar Verlust beschert. Weil es aber trotz der Risiken keine Abkehr vom globalen Transportverkehr geben wird, müssen die Logistiker auf den Einsatz fortschrittlicher Technologien setzen (Eintrittswahrscheinlichkeit 60 Prozent). Von staatlichen und zwischenstaatlichen Institutionen erwarten die Logistikexperten keine großen Impulse für mehr Sicherheit (Eintrittswahrscheinlichkeit 44 Prozent). (5. Juli 2011)
Quellen: PricewaterhouseCoopers/SMI
Der Logistikkonzern Dachser baut derzeit ein neues Logistikzentrum in Erlensee bei Hanau.
Bis März 2010 sollen dort 100 neue Mitarbeiter ihren Dienst aufnehmen. Mittelfristig will das Unternehmen dort sogar 300 neue Jobs schaffen. (8. Juli 2011) Quelle: DVZ
Hochschullehrer, die zwischen dem 1. Juli 2010 und dem 30. Juni 2011 herausragende Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten auf dem Logistiksektor betreut haben, sollten zwischen 25. Juni und 15. Juli die Bundesvereinigung Logistik (BVL) anmailen und Autor sowie Studienthema verraten. Für die besten Arbeiten gibt es den Thesis Award; bei der Meldung sollten die Professoren kurz begründen, warum ausgerechnet diese Arbeit den Award gewinnen sollte. Pro Professor und Lehrstuhl wird nur ein Vorschlag akzeptiert. Insgesamt stehen 100 Gewinnerplätze zur Verfügung. Die Gewinner erhalten zur Belohnung ein Gratulationsschreiben und eine Freikarte für den 28. Deutschen Logistik Kongress, der vom 19. bis 21. Oktober in Berlin stattfindet. Dort werden sie als Nachwuchslogistiker geehrt. Obendrauf gibt es noch eine kostenfreie Schnuppermitgliedschaft bei der BVL - für ein halbes Jahr. (7. Juni 2011)
Info: BVL

- Foto: Pixelio/G. Altmann
Das Modell ist schlicht: Medikamente, deren Patentschutz abgelaufen ist, werden billig in Jordanien produziert und in den reichen arabischen Ländern gewinnbringend verkauft. Damit das auch klappt, wird die Ware in Deutschland verpackt - und firmiert ganz legal als Produkt der hoch angesehenen deutschen Pharmaindustrie, schreibt die Wirtschaftswoche. Ein interessantes Modell des Pharmaunternehmens JPM, das nur mit Hilfe der ausgeklügelten Logistik funktioniert.
Tatsache ist: Das Modell - und damit auch die Logistikbranche - profitiert von dem guten Ruf deutscher Produkte in der arabischen Welt. Hier stehen die deutschen Unternehmen nach der Rezession 2009 wieder vor einem Neuanfang. Profiteure sind aber vor allem große Konzerne, weil sich Mittelständler noch nicht so richtig in arabische Gefilde vorwagen. Allerdings ist auch Vorsicht angebracht, weiß selbst JPM. Denn wie lange und wie gut das Modell funktioniert, hängt auch von der politischen Entwicklung im arabischen Raum ab. (7. Juni 2011)
Quelle: Wirtschaftswoche
Die auf Lean Management spezialisierte Unternehmensberatung Staufen AG aus Köngen bei Stuttgart kürte die Wirtschaftswoche zum besten Beratungspezialisten für den Mittelstand 2011 in der Kategorie Supply Chain Management. Auf Platz zwei der besten Lieferkettenberatungsspezialisten landete die Düsseldorfer Einkaufsberatung Kerkhoff Consulting und Platz drei belegten die Supply Chain Management-Experten der Unternehmensberatung Wassermann AG aus München.
Die Wirtschaftswoche lobte zum zweiten Mal ihren Wettbewerb "Best of Consulting" aus, um für mehr Transparenz in dem zerklüfteten Markt der Mittelstandsberatungen zu sorgen. Um beim Wettbewerb auf dem Siegertreppchen zu landen, mussten die Beratungshäuser herausragende Referenzprojekte einreichen, die von Forschern der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung in Bonn sowie einer Fachjury beurteilt wurden. (7. Juni 2011)
Quelle: Wirtschaftswoche

- Foto: Pixelio/A. Jäkel
Die Deutsche Lufthansa muss um Anteile im Passagier- und Frachtgeschäft fürchten, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Denn die Fluggesellschaften am Golf forcieren ihre Expansion, um sich als führende Drehscheibe aufzustellen. Größter Konkurrent ist Dubai. Der Flughafen soll schon 2015 das größte Drehkreuz der Welt sein - noch vor den Großflughäfen London, Paris, Frankfurt und Hongkong. Karrieristen in der Luftfahrtbranche sollten sich daher schon mal besser international aufstellen.
So bestellen die Emirate fleißig neue Flugzeuge, Marketingmanager Randy Tinseth von Boeing rechnet damit, dass das Drehkreuz am Golf Wettbewerbern aus Asien und Europa Marktanteile wegschnappen wird. Größter Vorteil ist die Tatsache, dass die Golfstaaten in der Mitte der großen Flugrouten liegen, so eine Studie der Royal Bank of Scotland. Im Umkreis von acht Flugstunden von Dubai entfernt leben 75 Prozent der Weltbevölkerung. Schon fliege die Fluggesellschaft Emirates mehr Kilometer als jede andere Fluggesellschaft der Welt und wuchs selbst im schwierigen Geschäftsjahr 2010/2011. Emirates legte bei Passagierzahlen um 15 Prozent auf 31,4 Millionen, bei der Fracht um zwölf Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen zu. Am schnellsten wächst das Emirates-Geschäft in Ostasien und Australien. Aber auch Europa will Emirates-Chef Tim Clark im Auge behalten. Vor allem in Frankfurt und in Wien soll seine Fluggesellschaft noch präsenter werden. (7. Juni 2011)
Quelle: FAZ
Auf Großbaustellen macht die Entsorgung der Bauabfälle bis zu 1,5 Prozent der Baukosten aus. Mit einer neuen Geschäftsidee drückten die beiden Jungunternehmer Thomas Dahlmann und Martin Przybilla die Kosten auf nur 0,5 Prozent. Ihr 2006 gegründetes Unternehmen Pro Waste hat heute 65 Festangestellte, setzt sechs Millionen Euro um - und sucht qualifizierte Mitarbeiter für sein weiteres Wachstum, berichtet die FAZ.
Der Dreh von Pro Waste: Die Recyclingmanager arbeiten mit kleinen Rollcontainern auf allen Baustellen - und bei Großbauten schon auf jeder Etage. So verwandelt sich der sonst übliche Mischbauschutt in Recyclingmaterial, an dem Pro Waste verdient. Bis zu 80 Prozent der Materialien kann das Unternehmen dank der Abfallsortierung recyclen. Das Unternehmen liegt im Trend: Dank des Trends zum Green Building gewinnt eine ressourcenschonende Abfallentsorgung mehr an Bedeutung. (7. Juni 2011)
Quelle: FAZ
Wer eine Karriere bei der Deutschen Post plant, dem dürften sich im boomenden Fracht- und Expressgeschäft bessere Zukunftschancen als in der stagnierenden Briefsparte des gelben Riesen bieten. Insgesamt stehen die Zeichen bei der Deutschen Post auf Wachstum. "Wir sind schwungvoll ins Jahr 2011 gestartet", zitiert die Financial Times Deutschland den Chef der Deutschen Post Frank Appel.
Der boomende Welthandel sorgte dafür, dass die Logistikgeschäfte, die unter der Flagge DHL zusammengefasst sind, den Bonner Konzern glänzen lassen. Bis 2015 will das Unternehmen die höchsten operativen Margen der Branche erreichen und seine Konkurrenten im Fracht- und Expressgeschäft sowie der Lager- und Lieferlogistik abhängen. Gute Geschäfte verspricht sich der Gelbe Riese zudem im Dialog-Marketing. Während im Briefgeschäft insgesamt die Erlöse zurückgingen, gingen die Umsätze in diesem Teilsegment rauf - und tragen mittlerweile bereits 20 Prozent zum Erlös der gesamten Briefsparte bei. (7. Juni 2011)
Quelle: Financial Times Deutschland

- Foto: Pixelio/Ich und Du
Berufseinsteiger, die trotz der allgemeinen Werftenkrise partout im deutschen Schiffbau anheuern wollen, sollten genau hinschauen, ob ihr Wunscharbeitgeber mit Blick auf die Konkurrenz aus China und Korea den strategischen Schwenk zum Bau von Spezialschiffen vollzieht oder vollzogen hat. Zwar steht noch keine deutsche Werft vor der Insolvenz, heißt es in der FAZ, aber der Wert des Auftragsbestands habe sich innerhalb von drei Jahren auf 7,4 Milliarden Euro halbiert.
Während vor allem Werften im klassischen Schiffbau auf Anschlussaufträge warten, läuft das Geschäft mit Spezialschiffen zurzeit zufriedenstellend. 2010 wurden fast ausnahmslos Spezialschiffe oder innovative Schiffstypen in Auftrag gegeben. Dazu zählen zum Beispiel Schiffe für den Bau von Offshore-Windparks, Fähren, Kreuzfahrtschiffe oder Megayachten. Nach harten Jahren geht es mit den deutschen Schiffbauern wieder etwas voran. "Land in Sicht, aber wir können noch nicht auf Rettungswesten verzichten", umschreibt Werner Lundt, Hauptgeschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), die Lage. Tatsächlich ist die Branche gespalten, auch wenn der Umsatz 2010 im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr um fast 50 Prozent auf acht Milliarden Euro zulegte. (7. Juni 2011)
Quelle: FAZ
Der Autovermieter Sixt ist auf Expansionskurs. Nachdem der Familienunternehmer Erich Sixt schon im März angekündigt hatte, Nummer Eins in Europa werden zu wollen, will er nun auch noch den amerikanischen Markt angreifen. "Wenn es gut geht, eröffnet es uns interessante Chancen", zitiert die FAZ den Unternehmer. Geplant ist eine Teststation mit 1.000 Fahrzeugen am Flughafen Miami. Fort Lauderdale, aber auch Orlando und Tampa in Florida könnten folgen. Läuft alles gut, wäre Kalifornien das nächste Ziel.
Mit diesem "vorsichtigen Vorstoß" wachsen die Chancen bei Sixt auf eine internationale Karriere. Allein in Florida liegt der Vermietmarkt bei drei Milliarden US-Dollar und hat damit die Dimensionen des deutschen Markts. Sixt strebt keine Kooperationen an, sondern setzt auf ein Franchisesystem mit selbstständigen Lizenznehmern. Als aggressiver Unbekannter will der deutsche Vermieter das Oligopol von Hertz, Avis und Enterprise/National angreifen.
Auch in Europa will Sixt expandieren: Die nach eigenen Angaben Nummer Eins in Deutschland will in den nächsten fünf Jahren Marktführer Europcar, Hertz und Avis vom Siegerpodest stoßen. Der Vorstoß geschieht aus einer Position der Stärke heraus. Mit starken Zuwächsen in diesem Jahr sei Sixt "der bestverdienende Autovermieter auf diesem Planeten". (7. Juni 2011)
Quelle: FAZ

- Foto: Pixelio/G. Schoenemann
Bis 2030 könnten in der Nordsee 30, in der Ostsee zehn Windparks entstehen. Dahinter steht ein Investitionsvolumen von 100 Milliarden Euro - und ein Viertel der Offshore-Investitionen bleibt nach Branchenschätzungen bei lokalen See-Logistikern hängen, schreibt die Wirtschaftswoche. In der Nordsee gelten Emden, Cuxhaven, Bremerhaven und Brunsbüttel als Häfen mit Offshore-Perspektiven, in der Ostsee sind es Rostock und Sassnitz/Mukran.
Konkurrenz kommt allerdings von den Nachbarn, da Dänen, Niederländer und Briten aufgrund ihrer Öl- und Gasindustrie einen Vorsprung bei der See-Logistik haben. "Siemens definiert das dänische Esbjerg als Basishafen für die Offshore-Tochter", schreibt die Wirtschaftswoche. Und das holländische Eemshaven habe als Logistikhub die Stadt Emden beim Bau des ersten deutschen Windparks Alpha Ventus ausgestochen. Allerdings holen die deutschen Unternehmen auf. Nach der Fertigstellung der ersten von zwölf Windanlagen stieg die Effizienz beim Aufbau bereits um 30 Prozent, sagte Werner Brinker, Chef des Energieversorgers EWE, der wie Eon und Vattenfall an Alpha Ventus beteiligt ist. (7. Juni 2011)
Quelle: Wirtschaftswoche
Wer von einer Karriere in den USA träumt und im Handel unterwegs ist, sollte mal bei Aldi anklopfen. Der Discounter aus Deutschland ist zwar schon seit 35 Jahren in den Vereinigten Staaten unterwegs, galt hier aber lange Zeit eher als Einzelhandelszwerg. Seit 2008 legt der deutsche Discountpapst, meldet die Süddeutsche Zeitung, jedoch auch in den USA so richtig den Turbogang ein. Seit gut drei Jahren stampft er jedes Jahr 80 neue Filialen aus dem US-amerikanischen Boden - 1.100 Filialen in 31 Bundesstaaten sind es bereits.
Hintergrund der aktuellen Erfolgsstory: Die Amerikaner sind von der Wirtschaftskrise so gebeutelt, dass sie geradezu sparwütig geworden sind. Jetzt gelang es Aldi sogar als erstem Supermarkt und Discounter überhaupt, New York zu erobern. Im Stadtteil Queens eröffnete Aldi im Februar sein erstes Geschäft und steht damit für eine Revolution im Einkaufsverhalten der New Yorker. Bislang hatten sie die großen Handelsketten vor die Tore ihrer Stadt verbannt Gleich zweimal scheiterte selbst der amerikanischste aller Supermärkte Walmart am Big Apple. Doch der Widerstand der New Yorker gegen große Handelsriesen bröckelt: Neben Aldi haben es jetzt auch Ikea, Home Depot und Target sowie Trader Joe´s, Amerikas Öko-Discounter (Besitzer: Aldi Nord) in die Stadt geschafft. In New York soll noch in diesem Jahr eine zweite Filiale hinzukommen, Standort soll die Bronx sein.
Für die New Yorker dürfte der Einkauf bei Aldi eine völlig neue Erfahrung sein. Denn Aldi-Filialen in Amerika folgen demselben Geschäftsmodell wie in Deutschland. In den USA verfügen Supermärkte im Schnitt über rund 100.000 Artikel, bei Aldi sind es gerade mal 1.400. Zudem gibt es bei Aldi die Einkaufstüten nur zu kaufen und noch akzeptiert der Discounter weder Kreditkarten noch Schecks. Ungewohnt für die USA ist auch, dass die Kunden von Aldi - wie bei uns - Einkaufswagen mit einer Münze auslösen müssen und auch nicht rund um die Uhr einkaufen können. Viele Filialen schließen schon um 21.00 Uhr. (3. Mai 2011)
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Deutsche Telekom und der französische Mitbewerber France Telecom-Orange (France Télécom) wollen künftig gemeinsam einkaufen, melden die Nachrichtenagenturen dpa-AFX. Ende 2011 soll ein Gemeinschaftsunternehmen starten, das beiden Konzernen durch die Bündelung der Einkaufsmacht Milliardenbeträge einspart. Die beiden Konzerne wollen gemeinsam Endgeräte, Netzausrüstung, Service-Plattformen und Computersysteme ordern und dadurch in den nächsten drei Jahren rund 1,3 Milliarden Euro weniger ausgeben. Am meisten dürften die Franzosen mit einem Sparpotenzial von rund 900 Millionen Euro profitieren. Franzosen und Deutsche sollen jeweils 50 Prozent der Belegschaft stellen und mit Büros in Bonn und Paris arbeiten. Damit erweitert sich die Zusammenarbeit der beiden Konzerne, die bereits im Februar ankündigten, im Mobilfunk enger zu kooperieren. Die Verträge werden in den nächsten Wochen unterzeichnet und man wartet noch auf die Zustimmung der Kartellbehörden. (3. Mai 2011)
Quelle: dpa-AFX
Die Bundesvereinigung Logistik (BLV) erwartet - zusammen mit der Fraunhofer Arbeitsgruppe Supply Chain Services - für 2011 mit 222 Milliarden Euro einen neuen Rekordumsatz. BVL-Chef Raimund Klinkner: "Aktuell gehen wir von einem weiteren Wachstum von rund fünf Prozent aus." Das wirke sich, meldet das Wirtschaftsmagazin Markt und Mittelstand, auch auf die Jobsituation aus: Noch im Laufe dieses Jahres sollen die Beschäftigtenzahlen das Rekordniveau von 2008 erreichen und sogar überschreiten.
Schon 2010 waren die Beschäftigtenzahlen auf mittlerweile rund 2,75 Millionen gestiegen. Der BVL erwartet, dass vor allem die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern steigen wird. Der Grund: Die Logistik operiert in immer komplexeren Handlungsfeldern und braucht daher Fachkräfte. (3. Mai 2011)
Quelle: Markt und Mittelstand
Offshore-Logistiker werden zukünftig noch stärker gefragt sein. Die Abkehr von der Atomkraft hin zu erneuerbaren Energien lässt deutsche Seehäfen auf einen Offshore-Boom hoffen. Politischen Vorgaben zufolge müssten bis 2030 rund 4.500 Windenergieanlagen vor der deutschen Küste entstehen, schätzt das Beratungsunternehmen Trend Research. Und so arbeiten die deutschen Seehäfen zurzeit an einem gemeinsamen Offshore-Hafenatlas. Darin wollen sie ihre Stärken und Ausbaumöglichkeiten aufzeigen, um von dem Wachstumspotenzial, das für die Offshore-Windenergie prognostiziert wird, zu profitieren.
Das Online-Verzeichnis soll am 27. und 28. Mai während der 7. Nationalen maritimen Konferenz in Wilhelmshaven der Öffentlichkeit präsentiert werden. Für den Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) sind die "Grundlagen für den weiteren Dialog mit Herstellern und Behörden gelegt". Drei Kategorien gibt es: Großkomponentenhäfen, Servicehäfen und Standorte für Forschung, Entwicklung und Training. (3. Mai 2011)
Quelle: DVZ
Dachser will in Erlensee bei Frankfurt ein neues Logistikzentrum bauen. Damit soll der Standort des Logistik-Dienstleisters in der Cargo City Süd am Frankfurter Flughafen entlastet werden. Rund 16 Millionen Euro will Dachser in den ersten Bauabschnitt investieren, rund 300 Arbeitsplätze werden hier in den nächsten Monaten entstehen.
4,7 Hektar groß ist der geplante neue Umschlagplatz an der Autobahn 45 in unmittelbarer Nähe des Hanauer Kreuzes. Von dort aus soll es täglich Verkehrsverbindungen zu allen nationalen und europäischen Wirtschaftszentren geben, sagte Wilhelm Wasser, Leiter der Dachser-Niederlassung in Frankfurt bei der Entgegennahme der Baugenehmigung. Die Gemeinde Erlensee plant zudem, große Teile des Areals auf dem ehemaligen Fliegerhorst zu einem Logistikzentrum weiterzuentwickeln.
Parallel dazu hat Dachser auch eine neue Niederlassung in Dresden eröffnet. Damit wird Sachsen besser an das weltweite Luft- und Seefrachtnetzwerk angebunden, was Dachser bislang über seine Berliner Niederlassung regelte. Mit der neuen Niederlassung am Dresdner Flughafen ist Dachser Air & Sea Logistics an 17 Standorten in Deutschland präsent.
Insgesamt hat das Allgäuer Transportunternehmen bereits 2010 bundesweit 1.100 neue Arbeitskräfte eingestellt und konnte sich über enorme Zuwächse freuen. "Der Umsatz stieg 2010 um 19 Prozent auf jetzt 3,8 Milliarden Euro", zitiert die Frankfurter Rundschau den Niederlassungsleiter Wilhelm Wasser. (3. Mai 2011)
Quelle: Frankfurter Rundschau, Mylogistics
Die DHL Global Mail kann Spezialisten für den internationalen Internethandel gut gebrauchen. Angesichts sinkender Umsätze im Briefgeschäft will sie künftig in dieser Sparte ihr Geld verdienen. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen der Deutschen Post 1,7 Milliarden Euro, drei Viertel davon im Ausland, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Der Chef von DHL Global Mail Thomas Kipp sieht lukrative Geschäftschancen im Internet, weil sich der Trend zum grenzüberschreitenden Online-Einkauf seiner Meinung nach verstärkt. Allein über die Internethandelsplattform Ebay seien Waren im Wert von 750 Millionen Euro von Deutschland aus exportiert worden.
Auch eine Studie der Europäischen Union zeigt, dass es in fast allen EU-Ländern attraktiver ist, Internethandelswaren im Ausland zu kaufen. Die Gründe dafür: Viele Produkte sind im eigenen Land nicht verfügbar oder anderswo kostengünstiger zu haben. Der Blick der Post richtet sich vor allem in Richtung Osten: Auf den asiatischen Wachstumsmärkten legte DHL Global Mail sogar während der Krise zwischen 30 und 40 Prozent zu. Dort bietet das Unternehmen schon spezielle Paketlösungen für den Internethandel an. Die Waren liefert DHL Global Mail direkt aus der Produktion zum Kunden. Diese Lösung wird bereits intensiv zwischen China und Amerika genutzt. Patrick Martin, Marketingmanager für den asiatischen Raum bei DHL Global Mail sagte der FAZ, dass sich generell die Handelsströme zwischen Asien und Amerika schneller entwickelten als zwischen Asien und Europa. (3. Mai 2011)
Quelle: FAZ
Die Belegschaft des Logistikunternehmens Fiege mit Stammsitz im westfälischen Greven kann zuversichtlich in die Zukunft blicken. Weltweit beschäftigt Fiege rund 20.000 Mitarbeiter an 210 Standorten in 18 Ländern und stellt auch hierzulande wieder berufserfahrene Logistikexperten ein. Hochschulabsolventen können sich ab Februar 2012 um die Aufnahme in das Traineeprogramm von Fiege bewerben.
Schon im März meldete die Welt am Sonntag, dass Fiege einen weiteren Auftrag im Retourenmanagement erhielt: Für den Schuh- und Konfektionsinternethändler Zalando erledigt Fiege neuerdings das komplette Frankreichgeschäft. Und für Schuhe, die die Zalando-Kunden doch nicht haben wollen, managt Fiege von Paris aus die Rücknahme, reinigt die zurückgeschickten Artikel und verpackt sie neu. Bereits seit 2010 verantwortet Fiege die Retourenlogistik des Online-Schuhhändlers in Deutschland.
Auch auf den thüringischen Standort im Warendienstleistungszentrum Apfelstädt wirkt sich die gute Auftragslage stabilisierend aus, wie die Deutsche Verkehrszeitung (DVZ) jetzt schrieb. Dort seien keine weiteren Kündigungen mehr geplant, erklärte Fiege-Betriebsratschef Bernd Hoppe. 2010 hatte Fiege in seinem thüringischen Warendienstleistungszentrum 108 Mitarbeiter entlassen müssen. Damals hätten die Auftragseinbrüche das Unternehmen fast in die Knie gezwungen. Jetzt geht es auch hier wieder aufwärts. (3. Mai 2011)
Quelle: DVZ
Der Schweizer Logistikkonzern Kühne + Nagel ist hervorragend ins Jahr 2011 gestartet und verzeichnete im ersten Quartal in fast allen Geschäftsbereichen - vor allem bei See- und Luftfracht - Zugewinne. Das Management hofft nun, dass Kühne + Nagel 2011 weiterhin doppelt so schnell wachsen wird wie der Markt. Das hängt aber davon ab, ob der Boom in den aufsteigenden Schwellenländern anhält und Europas Konjunktur sich weiter erholen kann.
"Die Unternehmenszahlen der Logistikbranche sind ein Indikator für die Weltwirtschaft. Sie wird sich weiter positiv entwickeln. Die starken Wachstumsraten aus dem Vorjahr nehmen aber ab", kommentierte Axel Fundhoff, Analyst bei ING Commercial Banking in Brüssel, gegenüber der Financial Times Deutschland die überaus guten Quartalszahlen des Logistikdienstleisters Kühne & Nagel.
Insgesamt steigerte der Schweizer Logistikkonzern im Vergleich zum 1. Quartal 2010 seinen Umsatz um 4,7 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.
Besonders stark fielen die Zuwächse in der Seefracht aus, wo der Konzern 40 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet und die Rolle des Weltmarktführers für sich beansprucht. Kühne + Nagel profitierte hier vom anhaltenden Boom in den Schwellenländern, steigerte das Containervolumen um 14 Prozent und wuchs damit etwa doppelt so stark wie der Markt. Besonders gut lief es auf den Seestrecken von und nach Lateinamerika sowie in den Nahen und Mittleren Osten. Analyst Fundhoff lieferte auch eine Prognose, wie sich das Seefrachtgeschäft seiner Meinung nach entwickeln werde: "Im vergangenen Jahr wuchs der Markt um etwa zehn Prozent, in diesem Jahr werden fünf bis sieben Prozent erwartet."
In der Luftfracht legte Kühne + Nagel vor allem beim Transport von Frischwaren und Autoteilen zu. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 verbuchte der Konzern ein Umsatzplus von 21 Prozent, beim Betriebsergebnis war es sogar ein Plus von 29 Prozent. Das beste Ergebnis der Firmengeschichte von Kühne & Nagel kommt nicht von ungefähr, sondern das hat sich das 1890 in Bremen gegründete Unternehmen durch harte Sparmaßnahmen und einen weitreichenden Konzernumbau erkämpft. In den Sparten Landverkehr und Kontraktlogistik gingen Gewinn und Renditen allerdings leicht zurück. Besonders in der Kontraktlogistik habe der Konzern noch Spielraum für Produktivitätsverbesserungen.
Kühne + Nagel beschäftigt in Deutschland 10.000 Mitarbeiter an über 100 Standorten, weltweit sind es 56.000 Beschäftigte an 900 Standorten in 100 Ländern. Das Unternehmen gehört damit weltweit zu den führenden Playern bei Seefracht, Luftfracht und Kontraktlogistik mit einem klaren Schwerpunkt auf IT-basierter Lead Logistik. Kühne + Nagel übernimmt als Logistikdienstleiter alle oder zumindest alle wesentlichen logistischen Prozesse und bietet Supply Chain Management-Services an. (3. Mai 2011)
Quelle: www.maritimheute.de
Interview mit Dorothea Ern-Stockum, Partnerin der Unternehmensberatung Kurt Salmon, über Social Commerce und dessen Auswirkungen auf den Handel
Frau Ern-Stockum, E-Commerce und der steigende Wettbewerb im stationären Handel verändern die Handelslandschaft rasant. Welche Trends stehen hier zurzeit im Vordergrund?
Ern-Stockum: Eine der größten Herausforderungen für Händler wird es in den nächsten Jahren sein, ein Multi-Channel-Konsumenten-Erlebnis zu entwickeln. Die Verbraucher nutzen mittlerweile alle Kanäle gleichermaßen und erwarten dementsprechend auch kanalübergreifende Services. Sie möchten im Web einkaufen, die Waren aber anschließend im Geschäft umtauschen können. Sie informieren sich zunächst im Netz über Produkte, wollen sie sich dann im Laden anschauen, kaufen aber schließlich wieder im Netz. Händler müssen deshalb zunehmend daran arbeiten, die Kanäle ganzheitlich zu betrachten, sowohl im Marken- wie im Sortimentsauftritt, im Service, als auch im Management der Supply Chain.
Wie wirkt sich das auf die Unternehmensorganisation aus?
Ern-Stockum: E-Com-Teams, also Abteilungen, die sich mit E-Commerce, Twitter, Mobile oder Social Commerce auskennen, die wissen, wie aktiv eingreifende Konsumenten den klassischen Online-Handel verändern und wie Unternehmen damit erfolgreich umgehen können, werden in Zukunft nicht mehr als exotische Abteilungen angesehen werden. Ganz im Gegenteil: Sie entwickeln sich zum Treiber des Customer Relationship Managements.
Wird auch der Trend zu Mass Customization - also zur kundenindividuellen Massenproduktion - weiter an Gewicht gewinnen?
Ern-Stockum: Ja. Die Erwartungshaltung, industriell gefertigte Produkte auf die eigenen Bedürfnisse individuell zugeschnitten zu bekommen, wird auf Seiten der Konsumenten durch den Siegeszug des Online-Handels, durch Social Media und neue Speciality-Formate zunehmen. Was mit den individuell im Internet durch den Kunden zusammengestellten Computern von Dell begonnen hat, wird immer mehr zu einem Trend, der auf breiter Basis die Konsumgüterindustrie ergreift. Ein sehr plakatives Beispiel stellt M&M dar, die ihren Kunden im Internet die Möglichkeit bieten, selber Farben zusammenzustellen und sogar individuelle Aufdrucke für die Schokolinsen festzulegen. Ein anderes Beispiel ist MyMuesli.com. Hier können Internetnutzer ihre Lieblingsmüslikomposition selber aus einer Vielzahl von Inhaltsstoffen zusammenstellen. Da solche Ansätze immer stärker Fuß fassen, ist davon auszugehen, dass Mass Customization mehr und mehr zu einer Grunderwartung der Kunden werden wird, statt ein besonderes Extra darzustellen.
Wie wird das die Anforderungen für Einkäufer und Logistiker verändern?
Ern-Stockum: Supply Chains und Logistik müssen immer schneller und flexibler werden. Die Unternehmen müssen sich darin üben, auch kleinere Losgrößen profitabel managen zu können. Die Einkaufsabteilungen werden sich zunehmend von der reinen Beschaffungsorganisation zur Merchandising- und Beschaffungsorganisation entwickeln. Planung und Beschaffung müssen enger miteinander verzahnt werden, um die Prozesse effizient steuern zu können und möglichst eng am Konsumenten zu sein. Das gilt im Übrigen auch für Unternehmen, die sich den Herausforderungen mit immer schneller werdenden Produkteinführungszyklen stellen.
Welche Karrierechancen ergeben sich dadurch für Einkäufer und Logistiker?
Ern-Stockum: Der Bedarf an Einkäufern, die Erfahrung haben in Sortimentsplanung, und in Flächenplanung, wird steigen. Die Handelsunternehmen werden auf Mitarbeiter angewiesen sein, die ein hohes analyistisches und planerisches Verständnis mitbringen und die Beschaffung der Produkte aus dem Eff-Eff kennen.
Das Gespräch führte Julia Leendertse.
Keine Lust auf eine Angestellten-Karriere im Logistik-Konzern oder dem Handel? Derzeit eröffnet sich eine neue Perspektive für Selbstständige in spe: Als Händler mit einem fahrenden Laden. Die Verödung von Städten und Gemeinden macht es möglich, dass Unternehmen wie "Heiko" aus der Eifel gute Geschäfte machen mit einem fahrenden Lebensmittel-Geschäft vor allem für ältere Menschen.
"Die Anfragen aus Städten wie Koblenz, Bonn oder Euskirchen häufen sich", sagte "Heiko"-Inhaber Reinhard Steinkamp dem Kölner Stadtanzeiger. Das Familienunternehmen steuert mittlerweile allein in Köln mit drei Fahrern 26 Stadtteile an. Mit Standorten in Deutschland, Luxemburg und Belgien bedienen seine 165 Mitarbeiter rund 30.500 Stammkunden und setzen jährlich 22 Millionen Euro um.
Anfragen kommen von Seniorenvertretungen, Ämtern für Stadtentwicklung, Ortsvorstehern und Aktionsgruppen wie "Unser Dorf hat Zukunft". Hauptproblem ist die mangelnde Nahversorgung. Im Kölner Stadtteil Gremberghoven etwa leben 4.000 Menschen - aber es gibt nur noch einen türkischen Markt. Diese Lücke füllen fahrende Händler wie "Heiko", die in ihren 7,5 Tonnern zwischen 250 und 300 Produkte im Sortiment haben. Die Preise haben Supermarktniveau, die Fahrer selbst arbeiten - zumindest bei "Heiko" - auf Provisionsbasis. (3. Mai 2011)
Quelle: Kölner Stadtanzeiger
"Infrastruktur und Städte" heißt eine neue Sparte, die ab Herbst neben Industrie, Energie und Gesundheit das vierte Standbein im Siemenskonzern sein wird. Laut Spiegel soll sie Infrastruktur- und Energieeffizienzlösungen für Großstädte anbieten. Außerdem beschlossene Sache: Siemens trennt sich über die Börse von seiner Lichttechniktochter Osram. Der Konzern will aber Hauptaktionär bleiben. (11. April 2011)
Quelle: Spiegel

- Foto: Pixelio/Carsten Grunwald
In Bremen wächst die Sorge um Beluga, die größte Reederei der Stadt, und die Zukunft ihrer bisher 598 Mitarbeiter. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Gründer Niels Stolberg und sechs weitere Manager der Schwergutreederei wegen angeblich schweren Betrugs und der "unrichtigen Darstellung" im Jahresabschluss. Für über ein Dutzend Tochterfirmen wurde bereits Insolvenz angemeldet.
Rechtsanwalt und vorläufiger Insolvenzverwalter Edgar Grönda kündigte der Belegschaft an, dass der Finanzinvestor Oaktree sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren wolle. 65 Mitarbeiter sollen demnach den Transport von Schwergut organisieren. Damit dürfte die Verschlankung der kriselnden Reederei mehr Arbeitsplätze kosten als bislang gedacht. In einem ersten Schritt würde Beluga in ein kleineres Büro in Bremen ziehen, bis zum Jahresende sei dann der Umzug nach Hamburg geplant sowie ein Neustart unter dem neuen Namen "Hansa Heavy Lift". (5. April 2011)
Quelle: DVZ
Das größte und modernste Behälterlager der Welt hat jetzt der Logistikdienstleister Hermes Fulfilment in Haldensleben bei Magdeburg fertig gestellt. "Mit 3.000 Mitarbeitern sind wir der größte Arbeitgeber Sachsen-Anhalts", sagt Hermes Fulfilmentchef Dieter Urbanke. Das Ende der Bauarbeiten an dem automatischen Retourenlager bescherte aktuell der Region 360 neue Jobs.
Auf einer Fläche so groß wie 26 Fußballfelder stehen rund 176.000 Wannen, in denen Textilien, Schuhe- und Mode-Accessoires lagern. Für die Otto-Tochter Hermes Fulfilment, die das automatische Retourenlager betreibt, ist Haldensleben "ein Dreh- und Angelpunkt für Versandhändler und Endkunden", die im Netz einkaufen oder sich Artikel aus dem Katalog nach Hause kommen lassen. Denn auch Waren anderer Kunden wie Seidensticker, Wolford oder Tom Tailor verlassen täglich das Logistikzentrum. Vor allem hier, im so genannten Mandantengeschäft, ist menschliche Arbeitskraft gefragt. Täglich gehen bis zu 300.000 Sendungen raus. Otto ist in Sachen-Anhalt seit Anfang der 90er Jahre vertreten. Der sächsisch-anhaltinische Wirtschaftsminister Reiner Haseloff geht davon aus, dass die Bedeutung der Logistikbranche in dem Bundesland weiter zunehmen wird. Die Region rund um Magdeburg gilt als einer der zentralen Knotenpunkte des Eisenbahn- und Straßenverkehrs und verfügt über einen wichtigen Binnenhafen am Schnittpunkt von Elbe, Elbe-Havel- und Mittellandkanal. (1. April 2011)
Quelle: Otto Group
Was ist Advanced Purchasing? Was bedeutet Maverick Buying? 770 Fachbegriffe der modernen Einkaufs- und Supply Chain-Welt umfasst das erste Einkaufslexikon für iPad und iPhone, das die Einkaufsberatung Kerkhoff Consulting jüngst herausgebracht hat.
Hier kostenlos herunterladen! (1. April 2011)

- Foto: Pixelio/Alexander Hauk
Die Duisburger Hafen AG und das brasilianische Hafenministerium haben eine Vereinbarung unterzeichnet: Die Duisburger sollen die brasilianische Regierung bei der Erstellung eines Logistikkonzepts für den so genannten Sao Paulo-Santos-Korridor unterstützen.
Das ist die Hauptader, über die Waren in Brasilien von der Küste ins Hinterland fließen. Für die deutsche Industrie eröffnen sich damit zahlreiche Möglichkeiten, an der Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen zu partizipieren.
Der Chef der Duisburger Hafen AG, Erich Staake, sieht sich als Wegbereiter für die heimische Wirtschaft, wenn es in einem nächsten Schritt um die Auftragsvergabe geht. Der Vereinbarung waren schon länger wechselseitige Konsultationen vorangegangen, die von der Bundesregierung intensiv begleitet wurden. (1. April 2011)
Quelle: Mylogistics.net
Die Einkaufsberatung Inverto ist ab sofort mit einem neuen Büro in München vertreten. Die Experten für Einkauf und Supply Chain Management wollen von dort aus ihre Kunden in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz besser bedienen.
Das soll mit einem Personalwachstum einhergehen: Bis Ende des Jahres will Inverto in München 20 neue Mitarbeiter - überwiegend Berater - einstellen. Am Standort München betreut die Einkaufsberatung vornehmlich ortsansässige Unternehmen, die aus dem Maschinenbau, der Automobilindustrie und dem Handel kommen. Inverto will den Standort auch nutzen, um Nachwuchskräfte direkt von den Münchner Hochschulen zu gewinnen. Bislang war Inverto in Deutschland nur am Hauptsitz Köln vertreten und hat Büros in London, Rotterdam, Warschau, Shanghai, Hongkong, Mumbai und Dubai. (1. April 2011)
Quelle: Inverto

- Foto: Jürgen Pahl
Jürgen Pahl, Leiter Strategie der Einkaufsberatung Kerkhoff Consulting über die neuen Anforderungen an Einkäufer in Handelskonzernen.
Herr Pahl, Sie haben viele Jahre die Einkaufsgesellschaft der Metro AG geleitet. Zurzeit bereiten die knapper werdenden Rohstoffe und das Auf und Ab der Preise Einkäufern in Industrie und Handel Kopfzerbrechen. Werden die Einkaufsabteilungen demnächst Banker und Rohstoffexperten anheuern müssen, um Versorgung und Finanzierbarkeit von Rohstoffen noch gewährleisten zu können?
Hier sind eher die vorhandenen Einkäufer selbst gefragt. Noch ist das Thema nicht Existenz bedrohend. Aber Einkäufer sollten jetzt damit beginnen, ihr Wissen um Rohstoffmärkte und Absicherungsgeschäfte - dem so genannten Hedging - zu vertiefen. Und das bedeutet auch, dass der Einkäufer zukünftig im permanenten Austausch mit Bankern und beispielsweise Agrarexperten stehen wird.
Wo und wie können Einkäufer das notwendige Wissen hierfür erwerben?
Sie müssen sich das ganz praktisch vorstellen. Im ersten Schritt müssen sich Einkäufer erst einmal intensiv mit der Herkunft der Waren beschäftigen, die sie benötigen. Gerade auf den Rohstoffmärkten beobachten wir Oligolbildungen. Um nicht in eine zu große Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu geraten, müssen die Unternehmen neue Analysemethoden zur Herstellung, Verarbeitung und Verwendung von Produkten erarbeiten. Wenn zukünftig die Versorgung einmal in Frage gestellt ist, müssen sie neben den bestehenden Quellen bereits Handlungsalternativen in petto haben.
Einkäufer gelten nach wie vor als Preisdrücker. Wird sich daran etwas ändern?
Es ist und bleibt die Aufgabe des Einkäufers, den günstigsten Preis für sein Unternehmen zu finden. Daran wird sich nichts ändern. Aber Einkäufer werden zukünftig auch verkäuferisches Talent benötigen. Denn wenn der Markt sich von Nachfrage auf Angebot umstellt, werden Einkäufer im Handel beispielsweise künftig den Herstellern von A-Produkten verdeutlichen müssen, warum ausgerechnet sie der richtige Partner sind, diese Produkte dem Endverbraucher zugänglich zu machen. Der Einkäufer wird das Flirten lernen müssen - und dadurch automatisch sein Image nach Außen verändern.
Seit Jahren singt man im Einkauf das Hohe Lied der vertrauensvollen, langfristigen Lieferantenpartnerschaften. In der Praxis aber werden Zulieferer mehr denn je preisorientiert ausgewählt und wenn es zur Krise kommt, muss jeder selber sehen, wie er überlebt. Warum glauben Sie, dass sich daran etwas ändern wird?
Weil der Wettbewerb immer härter wird. Bei kritischen Gütern und in ihren Kernsortimenten werden sich Unternehmen weder ein zu oberflächliches Beziehungsmanagement noch allzu selektive, willkürliche Verfahren der Lieferantenauswahl leisten können. Händler brauchen eine stärkere Nähe zum Erzeuger. Denn nur so können sie sich ein Bild davon machen, in welchen Nöten und Abhängigkeiten der wiederum steckt, aber auch welche Entwicklungschancen eine langfristige Lieferantenpartnerschaft bieten könnte. Nur wer mit seinen Lieferanten eng und vertrauensvoll zusammenarbeitet, kann gemeinsam auf Preisveränderungen sinnvoll reagieren. Um die Margen zu optimieren, müssen Einkäufer künftig noch stärker die Produktkosten entlang der Wertschöpfungsketten analysieren. Das gilt für Handels- wie für Herstellermarken. Auch im Unternehmen gilt es Veränderungen vorzunehmen: Beschaffungsvolumina müssen analog zur Produktions- und Vertriebsplanung strukturiert werden, um Warenfluss und damit Wertschöpfung optimal zu steuern.
Wie wird sich die Rolle des Einkäufers im eigenen Hause verändern?
Auch wenn man vielleicht Gegenteiliges hofft: Der Einkäufer ist in vielen Handelsunternehmen oft nur Disponent. Der Beschaffungsmanager der Zukunft wird sich mit der Herstellungs- und Vermarktungsseite, ihren Risiken und Alternativen umfassend auseinandersetzen müssen, um künftige Entscheidungen zu Vermeidung von Versorgungslücken wirtschaftlich richtig treffen zu können. Damit wird der Einkäufer vom Disponenten der Vertriebsorganisation von morgen zum relevanten Partner derselben, um Kundenbedarfe gemeinschaftlich zu gestalten. Der Beschaffungsmanager erarbeitet die Alternativen des Herstellungsmarktes, der Vertrieb konzentriert sich auf die wettbewerbsfähige Vermarktung. Der Handlungsspielraum wird damit deutlich erweitert und erfordert tiefes Wissen über alternative Beschaffungsinstrumente, sowie deren Anwendung und Wirkung. Meine feste Überzeugung ist: Zukünftig müssen Vertrieb und Einkauf gleichbedeutend und partnerschaftlich miteinander arbeiten. Das wird auch von den Vorständen der Handelsunternehmen forciert werden.
Wie können sich Nachwuchskräfte auf die neuen Anforderungen vorbereiten?
Neben den bekannten betriebswirtschaftlichen Bildungswegen sind fachliches Spezialwissen der zu beschaffenden Ware erforderlich und erweiterte Kenntnisse in Marketing und Wettbewerbsrecht zunehmend entscheidend. Verhandlungssicheres Englisch ist Minimum und professionelles Wissen zum internationalen Handel ist zukünftig unabdingbar.
Wird der Handel stärker zur Eigenproduktion gezwungen sein und welchen Stellenwert werden Lebensmittel bei steigenden Preisen im Ansehen der Verbraucher einnehmen?
Mir ist bewusst, dass einige Handelsunternehmen sich in der Eigenproduktion probieren. Aber hier gilt es die Frage zu stellen: Wenn Händler gute Produzenten wären - warum haben sie dann nicht schon immer selbst produziert? Meine Antwort: Weil Händler etwas davon verstehen, Menschen Produkte zugänglich zu machen. Und darauf sollten und werden sich Händler auch in Zukunft konzentrieren. Weil sich Händler auf diese Kernkompetenz konzentrieren, werden sie auch bei steigenden Lebensmittelpreisen diese Preissteigerungen dem Endverbraucher vermitteln können.
Das Gespräch führte Julia Leendertse. (4. April 2011)

- Foto: Pixelio/ Uschi Dreiucker
Im Vergleich zu 2009 legten die Gehälter der Fach- und Führungskräfte in der Logistik gleich um 8,9 Prozent zu. Das belegt die "Vergütungsstudie Führungskräfte und Spezialisten in Logistik-Funktionen 2011" des Gehaltsdatenbankbetreibers PersonalMarkt zusammen mit der Zeitschrift "Logistik Heute".
Demnach verdienen Geschäftsführer mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern im Schnitt 166.700 Euro im Jahr, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Auf sechsstellige Jahresgehälter kommen in Großunternehmen aber auch noch IT-, Marketing- oder Vertriebschefs. Bei Logistik-Funktionen ohne Personalverantwortung rangieren Key Account Manager zwischen 54.000 und 62.000 Euro im Jahr, während Fuhrparkleiter im Schnitt um die 40.000 Euro verdienen. Ein Controller wiederum liegt bei 50.000 Euro, am unteren Ende der Gehaltsskala rangieren Berufskraftfahrer mit 26.000 Euro bis 33.000 Euro Jahresgehalt.
Dabei nimmt der Kreis derjenigen zu, die variable Gehaltsbestandteile haben: In der Logistik sind es bereits 71,6 Prozent der Führungskräfte und 27,1 Prozent der Fachkräfte. Über Prämien kommen bei Chefs im Schnitt 16.200 Euro aus variabler Vergütung, bei Fachkräften rund 4.500 Euro. Zudem fährt jede zweite Führungskraft einen Dienstwagen. (4. April 2011)
Quelle: DVZ
Der Logistiker Kühne + Nagel, laut Financial Times Deutschland Taktgeber seiner Branche, plant einen weitreichenden Konzernumbau. Chef Karl Gernandt will mehr als nur Transporter organisieren, sagte er der FTD.
Mit einer neuen Führungsorganisation will er "tief in die operativen Abläufe der Kunden eingreifen". Nach dem Vorbild großer Anwaltssozietäten, die bei Firmen oft eigene Büros haben, will er Logistikchefs großer Industrieunternehmen einen K + N-Verantwortlichen zur Seite stellen.
Mit der Umstrukturierung soll K + N aus der Rolle des reinen Auftragsempfängers herauswachsen. Dafür plant Gernandt den Konzern nicht mehr nach Transportwegen wie See, Land und Luft zu ordnen. Er will eine Matrixorganisation entwickeln, die die Bedeutung bestimmter Industrien und Länder für das eigene Geschäft spiegelt. In der Führung jeder K+N-Sparte könne es dann Experten für Schlüsselindustrien geben, meldet die Financial Times Deutschland. Das erklärte Ziel: Bis 2014 sollen sich Erlös und Gewinn verdoppeln.
Zudem hat der Konzern in Duisburg Rheinhausen mit dem vierten Bauabschnitt eines Logistikzentrums begonnen, mit dem die Fläche um 10.000 auf 100.000 Quadratmeter wächst. Johnson & Johnson lagert hier bereits seine Körperpflege- und Hygieneartikel. Damit wächst die Zahl der K+N-Mitarbeiter in Duisburg auf dann 250, schreibt die Rheinische Post. (1. April 2011)
Quelle: Financial Times Deutschland, Rheinische Post online

- Foto: Lufthansa Cargo
Lufthansa Cargo schafft spannende Perspektiven für Beschäftigte und Bewerber am Standort in Frankfurt. Die Lufthansa-Tochter will mittelfristig das Frachtzentrum am Frankfurter Flughafen modernisieren.
Von einem deutlich dreistelligen Millionen-Euro-Betrag ist die Rede, die die Frankfurter für das Frachtzentrum zur Seite legen möchten. Wie hoch die Investition am Ende wirklich ausfallen wird, hängt jedoch noch von der künftigen Nachtflugregelung am Frankfurter Flughafen ab. Nur mit der Möglichkeit der notwendigen Nachtflüge sei ein Neubau und eine umfangreiche Erweiterung wirtschaftlich zu verantworten, sagte der Vorstandvorsitzende Ulrich Garnardt gegenüber der Deutschen Logistik-Zeitung (DVZ). (1. April 2011)
Quelle: DVZ-online
Wer die Master-Studiengänge "MSc Global Logistics" oder "MSc Management" ab Wintersemester 2011 an der Kühne Logistics University in der Hamburger HafenCity anstrebt, kann auf ein Stipendium hoffen. Voraussetzung: Bachelor-Abschluss, persönliches Engagement und mindestens 600 Punkte beim Graduate Management Admissions Test. (1. April 2011)
Info: mylogistics

- Foto: Pixelio/Rainer Sturm
Lufthansa Cargo hat 2010 ein Rekordjahr hingelegt und will noch weiter drauflegen: Mittelfristig plant der Luftfrachtspezialist einen dreistelligen Millionenbetrag in die Stärkung seines Standorts Frankfurt zu stecken und damit die Perspektiven "für tausende Beschäftigte" zu stärken, sagt LH-Cargo-Chef Karl Ulrich Garnadt.
Der Vorstandsvorsitzende hat bereits fünf neue Frachtflieger bestellt. Wie viel das Unternehmen genau in den Bau eines neuen Luftfrachtterminals oder in die Modernisierung der bestehenden Anlagen investieren will, steht noch nicht fest. Das hängt davon ab, welche Regelung für die Nachtflüge getroffen wird. Dazu gibt es aber erst Anfang 2012 das Urteil vom Bundesverwaltungsgericht; derzeit geht Lufthansa Cargo von den ursprünglich genehmigten 17 Nachtflügen aus, die im Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Frankfurter Flughafens festgeschrieben sind. (1. April 2011)
Quelle: DVZ
Gesucht werden der "CEO of the Future" und innovative Arbeiten zu Logistik- und Supply-Chain-Management-Themen. Außerdem winkt ein Stipendium für ein Auslandspraktikum.
- Den "CEO of the Future" suchen bis zum 25. Mai diverse internationale Unternehmen, darunter McKinsey, Henkel, Bayer, Ergo, Metro und Porsche. Mit einem kreativen Essay bewerben können sich Young Professionals, Absolventen und examensnahe Studenten und Doktoranden aller Fachrichtungen. Den Gewinnern winken nach mehreren Auswahl- und Trainingsrunden Sachpreise, Mentorings und viele Kontakte. Für die Mädels gibt es noch zusätzlich einen Frauen-Wettbewerb.
- Wer einen Wirtschafts- oder Technik-Bachelor an einer Fachhochschule macht, kann sich für das Auslandspraktikumsstipendium der GIZ (ehemals Inwent) bewerben. Die so genannte "Praxisqualifizierung weltweit" unterstützt fünf- bis sechsmonatige Praktika in aller Welt mit Finanzspritzen, Sprachkursen und Organisationshilfen. Bewerben bis zum 15.5.
- Wer eine Diplomarbeit rund um ein innovatives Logistik- oder Supply-Chain-Management-Thema verfasst hat, kann sie für den "BME-Preis Trendscouting 2011" einreichen. Neben Studierenden können erstmals auch Berufstätige an der Ausschreibung teilnehmen. Sie können Fachaufsätze einschicken. Bewerbungen bis zum 1. Mai. Zu gewinnen gibt es Geldpreise.
(31. März 2011)
Zum achten Mal lobt der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik seinen Trendscouting-Preis für innovative Diplomarbeiten aus. Studenten und erstmals auch berufstätige Praktiker können in einem 10- bis 20-seitigen Fachaufsatz ihr Konzept zum Motto "Märkte im Wandel; Flexibilität durch intelligente Logistik" einreichen. Das praxisorientierte innovative Thema aus Logistik oder Supply Chain Management muss noch nicht umgesetzt sein, Einsendeschluss ist der 1. Mai.
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- Foto: P.-G. Meister/Pixelio
Die Logistikbranche ist für einen Karrierestart derzeit nicht der schlechteste Ausgangspunkt. Bei den Anbietern von Intralogistik, Lagerhaltung, Förder- und Hebetechnik stehen die Zeichen inzwischen wieder auf Wachstum. Branchenexperten rechnen sogar mit einem Auftragsplus von neun bis zehn Prozent in diesem Jahr.
Die Intralogistiker, die sich um die Steuerung des Materialflusses kümmern, profitieren derzeit besonders von der anziehenden Konjunktur. Jedes Unternehmen will seine Lieferkette für den Aufschwung optimal organisieren. Viele Projekte, die 2009 und 2010 noch zurückgestellt wurden, werden daher jetzt angegangen. Ein Thema, mit dem sich die Logistiker laut Branchenkennern künftig noch intensiver beschäftigen werden, sind innovative Softwarelösungen für die Prozesssteuerung sowie die Ident-Technik.
Trotz allem wird es in der Intralogistik wohl erstmal keine Neueinstellungen im großen Stil geben. Die Zahl der Mitarbeiter konnte laut Analysen des VDMA Forum Intralogistik während der Wirtschaftskrise vor allem wegen Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit und Zeitarbeit konstant bleiben. Die Zeitarbeit werde auch weiterhin für die Branche wichtig bleiben. (7. März 2011)
Quellen: VDI Nachrichten, VDAM Forum Intralogistik

- Foto: M. Grabosch/Pixelio
Die Jobs von Logistikern, Einkäufern, aber auch anderen Arbeitnehmern im Briefgeschäft sind möglicherweise beim Gelben Riesen sicherer als bei den Konkurrenten der Deutschen Post. Denn der Marktführer drücke mit seiner Macht die Wettbewerber an die Wand, heißt es in einem Beitrag der FAZ.
Mehr noch: Nach Ansicht der Konkurrenten zwingt die Deutsche Post mit Rabatten andere Dienstleister angeblich in den Ruin und arbeitet daran, den Markt wieder zu re-monopolisieren. TNT-Post-Deutschland-Chefs Mario Frusch beklagt, das mit Kickbacks, Werbekostenzuschüssen und Kundenrückkehrprämien versucht werde, Großkunden bei der Stange zu halten.
Die Deutsche Post wehrt sich gegen die angeblich haltlosen Vorwürfe. Seit Einführung der Umsatzsteuerpflicht habe man Großkundenrabatte zwar erhöht, darüber hinaus gebe es keine verdeckten Rabatte. Im Wettbewerb seien Preiskämpfe üblich. Hermes-Logistik-Chef Hartmut Ilek glaubt dagegen auch an den Reflex des gelben Riesen, alte Monopolstrukturen schützen zu wollen. Wie Frusch glaubt auch er, dass die Regulierungsbehörden ihre Hausaufgaben nicht machten. Die Bundesnetzagentur sieht jedoch keine Verstöße. ( 1. Februar 2011)
Quelle: FAZ

- Foto: Airbus
Wer eine Zukunft im Flugzeugbau plant, hat vor allem zwei Unternehmen im Blick: Airbus (EADS) und Boeing liefern sich einen harten Zweikampf. In diesem hat derzeit Airbus die Nase vorn.
Ende 2010 durften sich die Europäer Weltmarktführer nennen. Dazu beigetragen haben dürfte auch eine Bestellung von 180 Maschinen der A320-Reihe der indischen Fluggesellschaft Indigo sowie sechs Orders des A380 aus Indien und Korea. Die Folge: Airbus braucht mehr Mitarbeiter in Produktion und Konstruktion. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen laut Hamburger Abendblatt 1.500 zusätzliche Stellen schaffen, davon mehrere Hundert in Deutschland.
Dennoch macht es für Absolventen Sinn, auch andere Produzenten im Blick zu behalten. Konkurrenz aus Asien, Russland und Amerika greift das Duopol Airbus/Boeing an. Setzen alle Anbieter ihre Pläne in die Realität um, werden bis 2020 vier weitere Produzenten um Abnehmer konkurrieren: Embraer (Brasilien), Bombardier (Kanada), United Aircraft Corporation (Russland) und die Commercial Aircraft Corporation of China (Comac). Etwas entspannter beurteilt das Institut für Wirtschaft in Köln die Lage. Die Wissenschaftler vermuten sogar, dass die europäische Luftfahrtindustrie zum Gewinner des "asiatischen Jahrhunderts" werden könnte. Obwohl sich China und Japan sehr bemühen, moderne Regional- und Mittelstreckenflugzeuge zu entwickeln, gebe es für größere Maschinen auf absehbare Zeit keine Alternative zu Airbus und Boeing. (1. Februar 2011)
Quellen: Süddeutsche Zeitung, Manager-Magazin, Hamburger Abendblatt, IW-Köln

- Foto: J. Grüneisl/Pixelio
Berufseinsteiger und Wechselwillige in der Logistik steuern in Hamburg auf gute Zeiten zu. Von Frühjahr bis Herbst 2010 wuchs in der Metropolregion die Zahl der gemeldeten Stellen in der Logistik um 25 Prozent und damit stärker als der Hamburger Arbeitsmarkt insgesamt, rechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der Zeitung "Die Welt" vor. Demnach heizt der Aufschwung dem Personalmarkt sogar so stark ein, dass Speditionen und Umschlagfirmen bereits einen Mangel an Fachkräften beklagen.
Die Logistik in der Metropolregion Hamburg profitiert laut Die Welt ganz offensichtlich vom Aufschwung und der Globalisierung. Die Nachfrage nach Fachkräften sei wieder kräftig angestiegen, zitiert die Tageszeitung Carmen Schwarz, kommissarische Leiterin der Logistik-Initiative Hamburg, die mit rund 450 Mitgliedsfirmen und -institutionen das größte Netzwerk der Branche in Deutschland darstellt.
In Hamburg seien Speditionskaufleute schon heute ebenso wie Lager-, Transport- und Umschlagarbeiter knapp. So knapp, dass "einige Stellen nicht mehr mit qualifiziertem Personal besetzt werden können", sagt Schwarz. Logistik-Arbeitgeber müssten sich bewusst sein, dass sie heute bei Berufseinsteigern in den Wettbewerb mit "vermeintlich attraktiveren und innovativeren Berufen" etwa bei Banken oder Versicherungen stehen. Der Generationswechsel dürfte den Kampf um Talente künftig noch weiter anfeuern.
So werde allein in Hamburg nach Daten des IAB die Zahl der erwerbsfähigen Menschen in den kommenden 20 Jahren um fast 77.000 zurückgehen. Die Logistik-Unternehmen müssten sich daher attraktiver aufstellen und sich nicht nur verstärkt um junge Mitarbeiter bemühen, sondern auch um Quereinsteiger, ältere Jobsuchende und Frauen. (1. Februar 2011)
Quelle: Die Welt

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"Nach 18-monatiger Unterbrechung schreibt die Logistikbranche ihre Wachstumsgeschichten fort", urteilt die Wirtschaftswoche und prophezeit der Branche ein Plus von fünf Prozent. Die Jobchancen für Logistiker und Einkäufer sind so gut wie lange nicht.
Die Containerreederei Hapag-Lloyd legte 2010 ihr bestes Ergebnis seit Firmenbestehen hin, Speditionen wie Kühne + Nagel betreiben heftige Expansion, Güterbahnen wie DB Schenker Rail feiern ihr Comeback und auch Luftfrachtunternehmen wie Lufthansa Cargo und Paket- und Express-Dienstleistern wie DHL geht es prächtig. Die Logistikbranche ist so optimistisch wie zuletzt im Superjahr 2007, meldet die Bundesvereinigung Logistik (BVL). Und Einkäufer hatten es selbst in der Krise noch nicht einmal schwer, eine neue Herausforderung zu finden. Idealer könnten die Ausgangsbedingungen für Berufsanfänger, Quereinsteiger und wechselwillige Fach- und Führungskräfte im Bereich Supply Chain Management, Logistik und Einkauf also kaum sein. Wer was drauf hat, für den kann 2011 zum Weichen stellenden Jahr der Karriereentwicklung werden.
Jobguide-Tipp: Der JobguideXpress SCM unterstützt Sie bei der Marktbeobachtung und hält Sie darüber auf dem Laufenden, wo sich in Logistik und Einkauf die besten Chancen ergeben. Jeden Monat kostenlos. Jetzt hier bestellen. (6. Januar 2011)
Quelle: Wirtschaftswoche

- Foto: Pixelio
Die Bertelsmann-Logistiktochter Arvato Services kann auf Pharma spezialisierte Logistikexperten gut gebrauchen. Ursprünglich gegründet, um als interner Dienstleister des Gütersloher Medienskonzerns Bücher und CDs zu transportieren, gehört die zwei Milliarden Euro Umsatz starke Konzerntochter laut Handelsblatt längst zu den namhaften Playern in der Logistikbranche. Jetzt will Arvato über Transportgeschäfte im Pharmabereich weiter kräftig wachsen. Die Chancen stehen gut, dass die Expansionspläne auch aufgehen.
Die Pharmabranche steht weltweit unter hohem Kostendruck und sucht händeringend nach Einsparmöglichkeiten - auch in der Logistik. "Immer mehr Pharmaunternehmen haben in Europa nur noch ein Kernlager für ihre Produkte", erklärte Thomas Winkelmann, Geschäftsführer von Arvato-Services gegenüber dem Handelsblatt. Die Bertelsmann-Tochter spekuliert zum Beispiel auf Aufträge für den Transport zum Großhandel, in Kliniken und Apotheken - inklusive der Auftrags- und Rechnungsabwicklung.
Erste Erfahrungen hat Arvato schon gesammelt: Für das US-Biotechunternehmen Biogen Idec baute die Bertelsmann-Tochter die weltweite Distributionslogistik außerhalb der USA auf. Für den dänischen Pharmahersteller Lundbeck setzte Arvato Services die Lieferketten europaweit neu zusammen. Nach Schätzungen erzielt Arvato mit seinen rund 1.000 Beschäftigten in der Arzneisparte bereits heute 100 Millionen Euro Umsatz. Zu den schärfsten Konkurrenten von Arvato im Transportgeschäft mit Arzneimitteln, Reagenzien und Instrumenten zählen Anbieter aus dem Pharmagroßhandel, etwa die Celesios-Tochter Movianto, die Anzag-Tochter CPL, die in Familienhand befindliche Loxxess AG und die von Pharmaherstellern gegründete Pharmalog. (6. Januar 2011)
Quelle: Handelsblatt

- Foto: Gigaset
In der Verpackung schlummert ungeahntes Sparpotenzial. Wer diese Potenziale heben will, muss auf "Design to Production" setzen. Einkäufer müssen dafür genau analysieren, wo im Produktionsprozess die Verpackung die Kosten beeinflusst. Optimierungspotenzial gäbe es über die gesamte Wertschöpfungskette, also von der Entwicklung über Materialbeschaffung, Logistik und Produktion bis hin zur Entsorgung, erklärte Franke Ohle, Chef des Verpackungsspezialisten STI Group in einem FAZ-Beitrag.
Sparpotenziale ergeben sich beispielsweise durch bessere Palettenausnutzung sowie Losgrößen- und Frachtoptimierung, aber auch Reduzierung von Lieferzeiten und Verbesserung der Prozesseffizienz.
Zu den Vorreitern dieser ganzheitlichen Betrachtung des Verpackungsprozesses zählt der Telefonanbieter Gigaset, der jährlich 15 Millionen Geräte verkauft. Dabei hat es das Unternehmen hinbekommen, für die rund 1.000 Modelle das Handling und die Verpackung so zu optimieren, dass die Lieferzeiten innerhalb von drei Jahren von 30 auf nur noch fünf Tage sanken und gleichzeitig die Lagerkosten um ein Viertel zurückgingen. Im vergangenen Jahr reduzierte Gigaset zudem die Verpackungen deutlich, ohne die Maschinentechnologie zu verändern. Das Ergebnis: 23 Prozent Materialersparnis und bei einzelnen Modellen stieg die Gerätezahl je Palette von 36 auf 81. Auch die Umwelt freut es: die Materialreduktion der Verpackung spart rund 150 Tonnen CO2 ein. (6. Januar 2011)
Quelle: FAZ

- Frank Höselbarth
Frank Höselbarth, Chef der Personalberatung Peoplebrand in Frankfurt über die Karrierechancen von Logistikern und Einkäufern in Dubai.
Herr Höselbarth, Sie haben sich als Headhunter auf die Region Dubai spezialisiert. Welche Chancen ergeben sich im Emirat für Logistiker, Einkäufer, Supply Chain Manager?
Dubai ist aufgrund seiner besonderen geostrategischen Lage eine internationale Drehscheibe für Warenflüsse aller Art geworden. "Emirates" etwa ist bereits heute die größte Fluglinie der Welt. Der Wüstenstaat ist, gerade weil er einen internationalen Knotenpunkt darstellt, für angehende Logistiker und Einkäufer ein exzellentes Karriere-Sprungbrett.
Was erwartet Fach- und Führungskräfte in Dubai - welche interkulturellen Besonderheiten gilt es zu beachten?
Es erwartet sie vor allem ein hohes Arbeitstempo. Das Emirat gehört zu den am schnellsten wachsenden Regionen der Welt. Die enorme Geschwindigkeit im Wirtschaftsleben Dubais hängt mit dem Strukturwandel zusammen. Dubai löst sich aus der Abhängigkeit vom Öls und baut moderne Wirtschaftsbereiche wie insbesondere die Logistik aus. Da nur zehn Prozent der Einwohner der Millionenstadt "Locals" sind, besteht die Herausforderung und der Reiz für die Menschen, die in Dubai arbeiten, wirklich darin, mit allen Nationalitäten dieser Welt konstruktiv zu kooperieren. In diesem Teil der Erde sind Europäer deutlich in der Minderheit, also muss man in der Lage sein, bisher vertraute Gewohnheiten hinter sich zu lassen. Man spürt dort sehr deutlich, dass die Machtverhältnisse der heutigen Welt sich von der westlichen Hemisphäre weg bewegt haben.
Welche Fach- und Führungskräfte sind in Dubai speziell gefragt?
Klar gesagt: die besten 15 Prozent ihres Fachs. Man muss sich von der falschen Vorstellung lösen, in einer ehemals nomadisierenden, einfachen Handel treibenden Nation würde Zweitklassigkeit und Mittelmaß schon ausreichen, um beruflich zu fassen. Hohe Ingenieurleistung, zuverlässige Planung und die klassischen Primärtugenden, die man uns Deutschen im Ausland zuschreibt, sind in den Emiraten geschätzt, verlangt und hoch gefragt.
Welche Verdienstmöglichkeiten gibt es im Nahen Osten?
Da muss man zunächst mit einer Mär aufräumen, nämlich der des schnellen und einfachen Geldes. Die Verdienstmöglichkeiten liegen in etwa auf dem deutschen Niveau, durch den erheblichen steuerlichen Vorteil sind die Nettogehälter aber doch rund 50 Prozent höher. Man traut guten, jungen Leuten in Dubai mehr zu, so dass man bei gezeigter Leistung schneller in der eigenen Karriere vorankommt als anderswo. Ich hatte beispielsweise einen deutschen Consultant als stellvertretenden Leiter des Strategiechefs eines Unternehmens nach Dubai vermittelt, der bereits nach zwei Jahren Vorstand Strategie wurde. Da muss aber eine Menge gleichzeitig stimmen, dass so ein kometenhafter Aufstieg gelingt. Aber in Dubai gilt: "anything goes".
Wer wird gesucht - junge oder auch erfahrene Manager und Fachexperten?
Ausgewogen beides.
Wer nach Dubai geht, geht häufig nicht allein - welche Bedingungen finden Familien vor Ort vor?
Ich denke, dass die Bedingungen, als Familie in Dubai zu leben, mit die besten im Vergleich zu allen arabischen Ländern sind. Man kann sich weitestgehend frei bewegen, übrigens gerade als westliche Frau, und die Stadt gilt als sicher. Nannies, oft aus Thailand, sind in Dubai üblich. Und in seinem Personalausweis als Geburtsstadt "Dubai" stehen zu haben, ist bestimmt nicht verkehrt.
Das Gespräch führte Julia Leendertse. (6. Januar 2011)
2011 verschwimmen die Grenzen zwischen Autoherstellern, Verkehrsunternehmen wie der Bahn und Logistikdienstleistern mehr und mehr. Weil sie mit dem Verkauf von Autos und Tickets an Wachstumsgrenzen stoßen, basteln Autohersteller und die Deutsche Bahn seit Jahren schon an neuen Erlösmodellen. Eines davon heißt: Die Kunden grenzenlos mobil zu machen. Gefragt sind Logistikspezialisten, die dem ganzheitlichen Ansatz gerecht werden.
Statt Bahntickets oder Autos wollen die einst reinen Ticketanbieter oder Autobauer künftig Mobilität verkaufen, bei der sich die Kunden die passende Fortbewegungsart nach eigenem Gusto zusammenstellen können. Die Bahn bietet über Tochtergesellschaften zum Beispiel Fahrräder oder Autos an, bei Peugeot lässt sich für jede Gelegenheit das passende Verkehrsmittel wählen - vom Fahrrad über den Roller oder Pkw bis zum Nutzfahrzeug.
Wer seinen Kunden Mobilität á la carte bieten möchte, braucht Logistikspezialisten, die dem ganzheitlichen Ansatz gerecht werden - sie müssen in der Lage sein, für Anbieter entsprechende Konzepte zu kreieren und sie Kunden schmackhaft machen - im persönlichen Gespräch oder über das Internet. Denn die Angebote sollen einfach, schnell und transparent sofort online buchbar sein. Die neue Smartphone-Generation macht es möglich, sich als Kunde spontan umzuorientieren und per Mobiltelefon die gewünschte Mobilität abzurufen. Wie individuell ein Angebot sein kann, das Logistiker zurechtstricken, zeigt ein Blick in das brasilianische Sao Paulo: Dort boomt der innerstädtische Helikopterverkehr - ein Geschäft mit einer reichen Klientel, die keine Lust hat auf die hoffnungslos verstopften Straßen. (6. Januar 2011)
Quelle: FAZ

- Foto: Duisport
Ein Plus von 25 Prozent beim Containerumschlag per Schiff, per Bahn und per Lastwagen. Das erwartet der Betreiber von Europas größtem Binnenhafen - die Duisburger Hafen AG. Schon 2010 stand für Duisport ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. Beim Güterumschlag wurde mit einem Volumen von 28 Millionen Tonnen bereits nahezu das Vorkrisenniveau erreicht. Jetzt will Duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake die Kapazitäten für den Containerumschlag weiter auszubauen. Staakes Ziel: die weltweit wachsenden Warenströme verstärkt über Duisburg zu lenken.
Zum Jahreswechsel hat auch ein Joint Venture seine Arbeit aufgenommen, das Duisport vor wenigen Wochen mit der Hochtief-Tochter Hochtief Concessions AG gegründet hat. Zusammen wollen die Unternehmen ab 1. Januar 2011 weltweit Häfen und Hafenterminals entwickeln und dabei Management, Betrieb und Vermarktung sowie deren Planung, Entwicklung und Ausbau übernehmen. Erste Projekte in Europa und Südamerika seien schon in Planung, sagt das Unternehmen. Wenn sich da mal nicht auch neue Jobchancen für Logistiker ergeben! (6. Januar 2011)
Quellen: FAZ, Duisport
Eine Logistiklegende legt den Rückwärtsgang ein: Vor 64 Jahren startete Willi Betz als Ein-Mann-Unternehmer im deutschen Transportgewerbe - jetzt musste der Spediteur aus Reutlingen, der nach eigenen Angaben in Deutschland 2.800 und weltweit rund 7.500 Mitarbeiter beschäftigt - seine defizitäre Tochterfirma, die Betz International GmbH, dichtmachen und - so schreibt die Frankfurter Allgemeiner Zeitung - 121 Arbeitsplätze abbauen.
Nur 160 der insgesamt 281 Fahrer und Verwaltungsangestellten der Betz International GmbH bekamen das Angebot, an anderer Stelle im Konzern weiterbeschäftigt zu werden. Die Aktivitäten im Bereich Gebietsspedition, nahverkehrs- und Werksversorgung laufen über die Betz-Tochter LGI Logistics Group International weiter, für den defizitären nationalen Ladeverkehr war Silvester 2010/2011 endgültig Feierabend, meldet die Deutsche Verkehrs-Zeitung.
Die Schließung der Betz International GmbH sei Teil eines Restrukturierungsprogramms, mit dem sich das Reutlinger Unternehmen aus "defizitären Aktivitäten im In- und Ausland zurückziehen will", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Bereits 2009 hatte Willi Betz im Zuge der Krise mit einem Umsatzrückgang von 20 Prozent auf gut 800 Millionen Euro zu kämpfen. (6. Januar 2011)
Quellen: FAZ, DVZ

- Foto: Hapag-Lloyd
2009 waren noch Milliardenbürgschaften für die Rettung von Hapag-Lloyd notwendig. 2010 zählte Deutschlands größte Containerreederei schon wieder zu den Gewinnern des Jahres, fuhr das beste Ergebnis der Firmengeschichte ein und gilt jetzt sogar als hoffnungsvoller Börsenkandidat. Eine endgültige Entscheidung über das Going Public sei noch nicht gefallen, sagt aber Hapag-Lloyd-Chef Michael Behrendt. Fest steht allerdings bereits jetzt: Wer auf Hapag-Lloyd als neuen Arbeitgeber setzt, findet sich bei der weltweit fünftgrößten Reederei wieder, die vor allem eins will: weiter wachsen.
Dafür hat das Unternehmen vier neue Großschiffe der 13.000-Container-Klasse bestellt. 2010 ist der Welthandel um rund elf Prozent gewachsen, für 2011 wird ein Plus von sieben Prozent erwartet. Und von diesem Kuchen will Hapag-Lloyd sich ein gehöriges Stück abschneiden. Der Branchengigant betreibt weltweit 134 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 575.000 Standardcontainern. Da die Branche nach dem großen Katzenjammer der Wirtschaftskrise wieder nach dem Prinzip ?Size matters? funktioniert, steht Hapag-Lloyd weitaus besser da als viele andere Reedereien. Vor allem viele kleine Familienbetriebe stecken nach wie vor in der Finanzierungsklemme. Hinzu kommt: Wer nur wenige Schiffe hat, kann technische Ausfälle nur schwer verkraften.
Doch auch für Hapag-Lloyd ist die Zukunft noch keine ausgemachte Sache. Um mit seinen neuen großkalibrigen Schiffen auch im Heimathafen Hamburg einlaufen zu können, ist eine Elbvertiefung notwendig. Die aber wird noch ausgebremst, so dass Hapag-Lloyd nicht die einzige Reederei ist, die schon mal nach Alternativen Ausschau hält. Behrendt fühlt sich Hamburg fest verbunden und sorgt für 40 Prozent des Containerumschlags der Hanseaten. Wenn wegen einer ausbleibenden Elbe-Ausbaggerung Reedereien wegziehen, so Behrendt, werde aber auch sein Unternehmen gezwungen sein, ihnen zu folgen. (6. Januar 2011)
Quelle: FAZ
Trotz Wirtschaftskrise und dem Wegzug von DHL/Lufthansa Cargo ist die Zahl der Arbeitsplätze am Konrad-Adenauer-Flughafen zwischen Köln und Bonn stabil geblieben. Jobs, die wegfielen, konnte der Airport Köln Bonn durch Neuansiedlungen weitgehend kompensieren. Ende 2009 waren auf dem Flughafen exakt 12.216 Mitarbeiter in Lohn und Brot und damit nur zwei Prozent weniger als vor der Krise im Jahr 2007. Jetzt stehen die Zeichen wieder auf Wachstum: Eine aktuelle Arbeitsstättenbefragung zeigt, dass rund ein Drittel der 127 Arbeitgeber auf dem Flughafen mit einem Stellenzuwachs rechnen, 60 Prozent der Arbeitgeber immerhin mit stabilen Mitarbeiterzahlen.
Das melden der Kölner Stadtanzeiger und das Internetportal mylogistics. Gute Nachrichten kann Deutschlands sechstgrößter Flughafen auch gut gebrauchen: Wegen der Wirtschaftskrise ging der Passagier- und Frachtverkehr in den ersten drei Quartalen 2010 deutlich zurück. Seit November hat sich die Lage entspannt. Allein im Dezember 2010 wuchs der Frachtverkehr um elf Prozent. Größter Arbeitgeber am Köln Bonn Airport ist der Logistiker UPS mit 2.159 Mitarbeitern, gefolgt von der Flughafengesellschaft mit 1.910 Angestellten sowie der Lufthansa-Konzern mit 1.341 Beschäftigten. Große Hoffnungen verbindet der Köln Bonn Airport mit der Ansiedlung des neuen FedEx Umschlagzentrums. Das Hub hatte Ende Juni den Betrieb aufgenommen. FedEx bündelt hier Sendungen aus Zentral- und Osteuropa, die per Flugzeug und per Straßentransport ankommen. Vom Köln Bonn Airport aus transportiert FedEx, die Fracht zu Zielorten in Europa, in den USA und in Asien weiter. Das Drehkreuz brachte dem Flughafen mehr als 400 neue Arbeitsplätze. Auf Expansionskurs bleibt auch Germanwings. Die größte Fluggesellschaft in Köln-Bonn wuchs von 2007 auf 2009 um 93 auf 720 Mitarbeiter. (6. Januar 2011)
Quellen: mylogistics, Kölner Stadtanzeiger

- Michael Kaltenbach
Michael Kaltenbach, Supply Chain-Experte in der Unternehmensberatung von IBM über die zukünftige Rolle des Supply Chain Managers in Unternehmen.
Herr Kaltenbach, die Neunzigerjahre waren das Jahrzehnt des Marketings, in der ersten Dekade des neuen Jahrhunderts begann mit dem ausbau der globalen lieferketten das zeitalter des Einkaufs und Supply Chain Managements. Was erwartet uns im nächsten Jahrzehnt?
Die Ära des einkaufs und des Supply Chain Managements bricht doch gerade erst so richtig an. In den letzten Jahren ist das Bewusstsein in den Unternehmen zwar gestiegen, dass man sich vom Silodenken verabschieden muss und abteilungs- und unternehmensübergreifend an einem Strang zu ziehen hat, damit Prozesse funktionieren. Dieses Wissen wird jetzt aber erst in der Praxis breiter umgesetzt. Der Supply Chain Manager übernimmt dabei eine koordinierende Funktion. Er muss dafür sorgen, dass Kundenwünsche möglichst individuell erfüllt werden können, aber trotzdem die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, damit die Rendite weiter stimmt.
Der Chief Supply Chain Officer - kurz CSCO genannt - ist also auf dem Vormarsch?
In den USa hat sich tatsächlich in etlichen Chefetagen die Funktion des CSCO etabliert. In deutschen Vorstandsetagen dagegen ist der CSCO oder Chief Procurement Officer (CPO) noch eher selten. Die meisten Einkäufer oder Supply Chain Manager berichten hierzulande immer noch an den Finanzchef oder den so genannten Chief Operating Officer (COO). Aber Sie können davon ausgehen, dass der Supply Chain Manager in seiner Rolle weiter aufgewertet werden wird.
Die Interessenslage aller Beteiligten in der Wertschöpfungskette zu koordinieren, kann eine Sysiphosarbeit sein, vor allem dann, wenn man keinerlei Weisungsbefugnis besitzt. Warum wird sich Ihrer Ansicht nach sich die Supply Chain oder auch prozessorientierte Firmenorganisation weiter durchsetzen?
In der Krise haben wir besonders stark gemerkt, wie wichtig es ist, entlang der Wertschöpfungskette intelligent verzahnt miteinander auf ein Ziel zuzuarbeiten: auf die Wünsche der Auftraggeber möglichst flexibel reagieren zu können ohne dass man den Kostenrahmen sprengt. Viele Unternehmen glauben leider immer noch, sie könnten ihre Produkte auf den Markt drücken und alles würde gut. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kunden wollen nicht in erster Linie Produkte kaufen, sondern Lösungen für ihre Probleme. Das heißt, dass der Vertrieb maximale Flexibilität eingeräumt bekommen muss, aber gleichzeitig ihm immer wieder die Grenzen des Machbaren aufgezeigt werden müssen.
Was zeichnet einen guten Supply Chain Manager aus?
Sie brauchen für diesen Job eine schnelle Auffassungsgabe. Schließlich gilt es, die unterschiedlichsten Interessen jeden Tag aufs Neue unter einen Hut zu bringen. Wer seinem Vertrieb dabei helfen will, möglichst kundenindividuelle Wünsche zu erfüllen, muss auf der anderen Seite aufpassen, dass er sein Lieferantennetzwerk nicht verprellt, weil er unmögliche Anforderungen an die Zulieferer stellt. Einkäufer, die solche Prozesse mit gestalten, benötigen ein gutes Verständnis der Märkte, müssen bei allen Beschaffungen die Total Cost of Ownership im Auge behalten und ein Händchen für das Beziehungsmanagement zu Lieferanten haben, mit deren Know-how und Innovationen das eigene Unternehmen am Markt punkten kann. Denn der größte Teil an Innovationen wird in Zukunft nicht mehr im eigenen Unternehmen entstehen, sondern muss aus den verschiedensten Branchen, Weltregionen und Kompetenznetzwerken hinzugekauft werden.
Welchen Vorteil bieten Unternehmensberatungen für Berufseinsteiger im Supply Chain Management?
In der Unternehmensberatung bekommt man in kürzester Zeit die gesamte Palette des modernen Handwerkszeug von Supply Chain Managern beigebracht. Von der Prozessanalyse, über das Datenhandling bis zu Simulationstechniken und Organisationsmodellen.
Das Interview führte Julia Leendertse (8. Dezember 2010)
Des einen Leid ist häufiger Mal des anderen Freud. Und so dürfen Jobsucher durchaus Hurra schreien, wenn sie hören, was Christian Kille von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS), über den akuten Mangel an Nachwuchs in der Logistik zu berichten weiß: "In kaum einer anderen Branche wächst die Beschäftigung so schnell wie in der Logistik", sagt der Fraunhofer-Experte: "Mehr als jedes zweite Logistikunternehmen klagt derzeit über den knappen Fachkräftemarkt". Ein bisschen Hurra schreien dürfen aber auch die Arbeitgeber in Deutschlands drittgrößtem Wirtschaftszweig. So prognostizierten die Branchenanalysten von Deutsche Bank Research der Logistikbranche erst jüngst dauerhaft gute Wachstumsaussichten von jährlich vier Prozent über das nächste Jahrzehnt.
Gut für die Beschäftigung, zumal sich der Arbeitsmarkt in der Branche als äußerst robust erwiesen hat. Trotz vieler Insolvenzen - die Quote liegt traditionell in der Logistik doppelt so hoch wie in anderen Bereichen - hielt sich der Stellenabbau in der Krise in Grenzen. Jetzt, im Aufschwung, suchen die Unternehmen händeringend nach Fachleuten - zum Beispiel nach Logistikplanern- und -managern. Was vielen Arbeitgebern allmählich Sorgen bereitet, sind zudem die Folgen der Demografie. "Die nachrückenden Alterskohorten sind zu klein, um die sich abzeichnende Lücke zu schließen", sagt die Studie der Deutschbanker.
Schon jetzt sind 35 Prozent der Berufskraftfahrer 50 Jahre oder älter. Und auch der Akademikeranteil an den 2,7 Millionen Beschäftigten ist mit 450.000 noch immer zu gering. Fazit von Deutsche Bank Research: Ausgebildete Spezialisten sind trotz 130 Hochschulen mit Logistik-Schwerpunkten noch immer rar. Ihre Prognose: Die Lücken werden die Unternehmen mit Quereinsteigern aus anderen Bereichen füllen müssen. (8. Dezember 2010)
Quelle: Deutsche Bank Research

- Foto: Deutsche Post
Die Konjunktur hilft der Deutschen Post: Dank gestiegener Transportvolumina, höherer Frachtraten und neuer Logistik-Kunden stieg der Konzernumsatz im dritten Quartal 2010 um 13,9 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Auch wenn der gelbe Riese zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnerwartung nach oben korrigierte und mit mindestens zwei Milliarden Euro Betriebsgewinn rechnet, ist unübersehbar, dass der Briefbereich schwächelt.
Der Umsatz schrumpfte um 3,2 Prozent, der Gewinn brach gleich um ein Fünftel ein. So traf die Entwicklung im Briefbereich die Post zwar ins Mark, aber kein Zusteller soll seinen Job verlieren, sagt Postchef Frank Appel. Tatsächlich ist Appel überzeugt, nicht zuletzt durch den E-Post-Brief und andere innovative Produkte Arbeitsplätze bei der Post zu sichern. Der E-Post-Brief soll bei gleichen Preisen (55 Cent) das rechtlich verbindliche elektronische Pendant zum klassischen Brief werden. Appel rechnet damit, dass auch viele E-Post-Briefe auch physisch, also im Ausdruck und kuvertiert, beim Empfänger im Briefkasten landen und nicht auf dem Rechner und so weiterhin den Briefbereich stützen. (8. Dezember 2010)
Quelle: FAZ
Der Online-Handel boomt. Funktionierende Mikropayment-Systeme könnten das Ver- und Einkaufen von digitalisierbaren Dienstleistungen und Produkten bald schon attraktiver machen. Es ist absehbar, dass daraus auch neue Möglichkeiten für die Gestaltung der Lieferketten von Unternehmen entwickeln.
Wer heute im Internet etwas bezahlen will, muss oft komplizierte Transaktionen abwickeln - selbst für Minibeträge. Dabei sollte das Bezahlen einfach wie ein Münzeinwurf sein, fordert Paypal-Geschäftsführer Gregor Bieler in der FAZ. Er sieht einen großen Markt für Mikropayments. Denn gleich fünf große Bereiche seien auf gut funktionierende Zahlungssysteme angewiesen: Inhalteproduzenten wie Printmedien mit Online-Artikelverkauf, Softwareanbieter mit ihren digitalen Gütern, das Social Gaming wie Farmville mit kostenpflichtigen Items, das In-Game-Payment für Konsolenanbieter wie Nintendo sowie Facebook.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt vor allem in der Einfachheit des Systems. Derzeit läuft es auf ein Zwei-Klick-Bezahlsystem hinaus, weil Kunden die Ein-Klick-Zahlung als zu unsicher, eine Mehr-Klick-Zahlung als zu aufwendig empfinden. Ab nächstem Jahr soll zumindest bei Paypal ein weiterer mobiler Bezahldienst an den Start gehen, über den die Besitzer von Smartphones zahlen können. Allein bei Ebay machen die mobilen Transaktionen schon jetzt rund 1,5 Milliarden Dollar aus, sagt Bieler. (8. Dezember 2010)
Quelle: FAZ

- Foto: HHLA
Auch die deutschen Seehäfen erholen sich, werden aber erst 2013 wieder so viele Güter umschlagen wie vor der Krise. 2010 soll der Umschlag bei rund 284 Millionen Tonnen liegen - ein Plus von neun Prozent. Im Aufwind sieht sich auch der Hamburger Hafenlogistiker HHLA, der die an andere Nordseehäfen verloren gegangenen Anteile zurückholen will. Sein Hauptproblem: Sollte sich die geplante Elbvertiefung weiter verzögern, drohen Reedereien wie das chinesische Transport- und Schifffahrtsunternehmen Cosco oder der französische Wettbewerber CMA/CGT über andere Standorte nachzudenken und würden dann Großcontainerfrachten inklusive Jobs aus Hamburg abziehen.
Cosco gehört zu den großen Reedereien, die auf die "Fahrtrinnenanpassung" warten, da ihre Flaggschiffe für bis zu 13.000 Standardcontainer nicht bis nach Hamburg gelangen können. Das Problem: Noch fehlen viele Genehmigungen, darunter auch die der EU, und es gibt noch hunderte von Einwendungen. Auch der geplante Central Terminal Steinwerder auf 125 Hektar Fläche steht noch in den Sternen. Cosco, ein Staatsunternehmen, könnte sich durchaus an dem Projekt beteiligen und brachte schon mal chinesische Finanzhäuser für den Standort Hamburg ins Spiel. Die wiederum könnten sich für die HSH Nordbank interessieren, wenn Hamburg und Schleswig-Holstein ihre Beteiligungen am größten Schiffsfinanzierer der Welt reduzieren. (8. Dezember 2010)
Quelle: FAZ
Es gilt, schneller zu sein als die Chinesen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, schreibt die FAZ, hat die deutsche Industrie jetzt aufgefordert, eine Art "Rohstoff AG" zu gründen und sich weltweit um die Erschließung und Sicherung von Rohstoffen zu kümmern. Langfristig wird die Rohstoffverknappung voraussichtlich eine neue Funktion in Industrieunternehmen hervorbringen: den Rohstoff-Scout.
Hintergrund für den Vorstoß der Bundesregierung ist das Verhalten Chinas, die Ausfuhr von dringend benötigten Rohstoffen für Hightech-Produkte zu reglementieren. Damit wird von höchster Stelle indirekt bestätigt, wie wichtig auf der Einkaufsseite ein Rohstoffmanagement für Unternehmen ist. ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz griff den Gedanken nur 14 Tage später auf und skizzierte, wie die Einkaufsgemeinschaft, aber auch Bergbauaktivitäten aussehen könnten.
ThyssenKrupp-Chef Schulz kann dabei sogar auf die Bundesregierung hoffen. Die ist laut Brüderle bereit, die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen mit Krediten und Bürgschaften zu unterstützen. Anlass der Aufforderung Brüderles war ein Besuch in Kanada, das gerade Lagerstätten von gefragten Metallen wie Uran, Eisenerz, Holz und Seltenen Erden im eigenen Land erschließt. Ob die geplante Lagerausbeutung - wie von der Bundesregierung erhofft - ab 2013 mit 4.000 bis 5.000 Tonnen jährlich beginnen kann, ist aber noch fraglich. Auf dem Stahltag Mitte November in Düsseldorf nutzte Schulz die Gelegenheit, einen gemeinsamen Einkauf vorzuschlagen. Wettbewerber reagierten aber eher skeptisch.
Langfristig dürfte der Trend zur Rohstoffverknappung die Unternehmen dazu zwingen, eigene Kompetenzzentren aufzubauen, die nicht nur die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten beobachten, sondern gleichzeitig auch erforschen, welche Probleme auf Lieferanten zukommen könnten. Zudem sind Experten gefragt, die analysieren, wie Produkte mit weniger kritischen Rohstoffen auskommen können und wie sich die am Ende unverzichtbaren Mineralien absichern lassen, schreibt die Wirtschaftswoche. (8. Dezember 2010)
Quellen: FAZ, Zeit, Wirtschaftswoche
Seit 1994 beriet die Unternehmensberatung Araia in Sachen Einkauf. Ende November musste Araia-Geschäftsführer Marc Staudenmayer Insolvenz anmelden. Die Jobs von 60 Mitarbeitern in zehn Büros weltweit - von München, Köln und Hamburg bis zu Paris, Mexico City, Mumbai und Shanghai stehen auf der Kippe.
Das Ruder hat nun der Münchner Rechtsanwalt Axel Bierbach übernommen. Araia selbst wollte sich zu den Hintergründen für die Insolvenz nicht äußern. Marktkenner gehen aber davon aus, dass die Einkaufsberatung eins der ersten Opfer des massiven Preiskampfes im Beratungsgeschäft ist. Zwar waren Einkaufsberatungen wie Araia mit Themen wie Working Capital-Optimierung und Kostensenkung gerade in den vergangenen zwei Krisenjahren extrem gefragt, aber die Beratungshäuser lieferten sich einen harten Preiswettbewerb.
Markenanbieter nehmen im Schnitt zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Berater und Tag, um gewinnbringend zu arbeiten. "Wer jedoch mit Kampfpreisen seine Leute ins Feld schickt, bekommt langfristig damit seine Kosten nicht mehr so leicht gedeckt und gerät schnell ins Schleudern, wenn statt zehn Beratern plötzlich bei Projekten nur noch zwei gefragt sind", sagt ein Insider. Was auch anderen Beratungshäusern Schwierigkeiten bereitet, ist der Wechsel von harten Kostensenkungsprogrammen hin zu strategischeren Beratungsthemen wie Kompetenz- und Innovationsmanagement in Lieferantennetzwerken. "Araia wird mit Sicherheit nicht das letzte mittelgroße Beratungshaus bleiben, das in Schwierigkeiten gerät", urteilt Dietmar Fink, Professor für Unternehmensberatung der der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg. (8. Dezember 2010)
Quelle: eigene Recherchen

- BVL-Chef Raimund Klinkner
Nach dem tiefen Absturz im Krisenjahr 2009 erholt sich die deutsche Logistikbranche schneller und vor allem besser als die Gesamtwirtschaft. Eine Fraunhofer-Studie erwartet für das laufende und kommende Jahr Wachstumsraten zwischen vier und fünf Prozent.
"Wir haben die Krise in 33 Monaten durchschritten, damit hat sich die Logistik in Deutschland respektabel geschlagen", resümierte Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL) sowie Chef des Unternehmens Knorr-Bremse auf dem 27. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. Allerdings gilt auch: Die krisenbedingten Einbrüche in der Logistik waren stärker als die der Gesamtwirtschaft. 2009 durchlitt die Branche ein Umsatzminus von neun Prozent und mehr als 1.000 Insolvenzen mittelständischer Betriebe.
Um künftig besser mit Schwankungen im Geschäft umgehen zu können, feilen die Unternehmen jetzt an krisenfesteren Geschäftsmodellen. Wie zum Beispiel das Netzwerk Transcoop 09: Zu diesem schlossen sich in der Not des Krisenjahres 2009 66 Logistikunternehmen zusammen, um künftig ihre Aufträge gemeinsam zu bearbeiten. Mit über 90 internationalen Niederlassungen, 6.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von einer Milliarde Euro kann Transcoop 09 längst mit den Großen der Branche konkurrieren.
Die Zusammenarbeit ermöglicht es, teure Leerfahrten zu vermeiden und flexibler auf Kundenwünsche einzugehen. Das genau sind auch die größten Herausforderungen, denen sich Logistikunternehmen zurzeit stellen müssen. Die Gretchenfrage lautet: Wie können wir intelligent wachsen und den Engpässen begegnen, die sich bei Logistik-Managern, Hochschulabsolventen und qualifizierten Fachkräften schon jetzt zeigen? Fazit: Wer einen Job in der Logistik sucht, hat gute Karten. (4. November 2010)
Quelle: Handelsblatt

- Foto: HHLA
Ab 2013 will der Hamburger Stadthaushalt jedes Jahr 100 Millionen Euro für Investitionen in den Hafen vorsehen. Das hatte der neue Hamburger Wirtschaftssenator Ian Karan bereits im September angekündigt. Jetzt kritisierte der Hamburger Hafenverband nochmals lautstark die verfehlte Senats- und Bundespolitik der vergangenen Jahre in der Hoffnung, in der neu besetzten schwarz-grünen Regierung mehr Gehör für seine Belange zu finden. Denn fest steht auch: Die in den nächsten 20 Jahren für den Infrastruktur-Ausbau benötigten Milliardeninvestitionen kann die Hansestadt alleine nicht tragen, sondern braucht Geld vom Bund.
Grund für die Kritik ist die schwache Bilanz des Hafens 2009. So hatte der Hamburger Hafenverband stärker als andere Häfen unter dem Konjunkturknick zu leiden und verzeichnete zum 125-jährigen Bestehen einen Gewinneinbruch von 59 Prozent. Neben dem scharfen Konkurrenzkampf hatte beispielsweise der Senat in der Krise die Anlaufgebühren für Reeder erhöht und damit zum falschen Zeitpunkt das Festmachen in der Hansestadt verteuert. Ärgerlich aus Sicht der Logistiker: Der neue Fünfjahresplan zur Weiterentwicklung des Hafens werde ohne Beteiligung der Wirtschaft erstellt. Immerhin profitiert Hamburg jetzt auch vom Aufschwung. Mit einem Plus von acht Prozent im ersten Halbjahr gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 stieg der Umschlag auf fast 59 Millionen Tonnen. Damit liegt die Stadt aber immer noch unter den Wachstumszahlen der Konkurrenz: Bremen etwa erzielte ein Plus von 20 Prozent. (4. November 2010)
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, THB Deutsche Schifffahrts-Zeitung

- Foto: Ryanair
Die geplante Luftverkehrsabgabe ist für Ryanair ein willkommener Anlass, die Zahl der Flüge um 150 auf nur noch 382 zusammenzustreichen, die von Frankfurt/Hahn im Hunsrück aus abgehen. Experten zufolge nutzt die Billigairline nur die Gelegenheit, unprofitable Verbindungen zu kappen. Nach Ryanair-Angaben sinke so die Zahl der Passagiere im Hunsrück um eine Million auf 2,9 Millionen, von den derzeit 3.900 Arbeitsplätzen in Hahn würden 1.000 wegfallen sowie weitere 150 bei Ryanair selbst.
Der Flughafen in Hahn will jedoch gegensteuern, um Entlassungen zu vermeiden. Der Wegfall der Flugverbindungen soll sukzessiv ab Januar 2011 erfolgen, dann fällt zunächst die Berlin-Verbindung weg. Agadir, Breslau oder Göteborg folgen im Sommer, unterm Strich fallen neun Destinationen weg. Ryanair plant aber auch, stärker auf Verbindungen zu Ballungsräumen und lukrativere Ziele zu setzen. Ryanair-Chief Operating Officer Michael Crawley bestätigte Gespräche mit 10 bis 20 deutschen Flughafenbetreibern. (4. November 2010)
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger
Der Expressdienst FedEx hat sein Luftdrehkreuz für Zentral- und Osteuropa erweitert und zugleich von Frankfurt nach Köln verlegt. Der Grund: In Frankfurt droht ein Nachtflugverbot, während in Köln bis 2030 ein Verbot ausgeschlossen ist. Die Verlagerung kostet die Frankfurter rund 300 Jobs, in Köln wird die Zahl der Arbeitsplätze von 35 auf 450 erhöht, 150 davon sind neu. Weitere Neueinstellungen sind geplant.
FedEx hoffe, mit dem neuen Standort die Wachstumschancen nutzen zu können, die sich vor allem in Osteuropa böten, sagte Gerald Leary, FedEx-Präsident für Europa und Indien. 140 Millionen Euro hat die Anlage kostet, die FedEx und der Köln-Bonner Flughafen jeweils zur Hälfte finanziert haben. Sie sortiert Sendungen aus Zentral- und Osteuropa für den Weitertransport in Europa, in die USA und nach Asien, 52 Flüge gehen wöchentlich raus. (4. November 2010)
Quellen: Kölner Stadt-Anzeiger, mylogistics.net

- Foto: Deutsche Post DHL
Die Deutsche Post will ihren Marktanteil in China vergrößern. Um das Neugeschäft zu stemmen braucht das Unternehmen zahlreiche neue Mitarbeiter - auch aus Deutschland.
Jobchancen gibt es sowohl im operativen als auch im administrativen Geschäft sowie auf der Managementebene. Das Unternehmen macht schon heute knapp 15 Prozent seines Umsatzes in Asien. (3. November 2010)
Quelle: Financial Times Deutschland
Zwei Kreuzfahrtschiffe für jeweils mehr als 4.000 Passagiere - dieser Großauftrag im Wert von 1,3 Milliarden Euro der Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) für die Papenburger Meyer Werft sichert die 2.500 Arbeitsplätze für die nächsten vier Jahre.
Der jetzt eingegangene Auftrag hält die Beschäftigten bis 2014 in Lohn und Brot und schafft neue Jobs. Das erste Kreuzfahrtschiff soll 2013 ausgeliefert werden, das zweite im Frühjahr 2014 seinen Stapellauf haben. (4. November 2010)
Quellen: Meyer Werft, weser-ems.business-on.de

- Foto: Siemens
Bei der Stellensuche sollten Berufseinsteiger wie berufserfahrene Fach- und Führungskräfte verstärkt darauf achten, welchen Status der potenzielle Arbeitgeber bei Großkunden genießt. Im Zeitalter der mächtigen Einkäufer sieben die Großkonzerne ihre Lieferantennetzwerke kräftig aus.
Die Folge: Zulieferern, die leicht ersetzbar sind und mit nur wenig Schlüsselinnovationen punkten können, droht schnell das Aus. Hoch innovative Lieferanten und Hersteller, die im Markt eine Quasi-Monopolstellung genießen, sind für Arbeitnehmer die sicherere Adresse.
Wie hart der Überlebenskampf in der Industrie geworden ist, zeigt das Beispiel Siemens. Die Anfang 2009 bei dem Münchner Weltkonzern gestartete Einkaufsinitiative zeigt ihre Wirkung, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet. Die Zahl der Lieferanten sei bereits von 113.000 auf nur 90.000 gesunken, was Siemens ursprünglich als Zielmarke für 2012 vorgegeben hatte. Auf der Strecke blieben vor allem kleine und mittlere Lieferanten. Gleichzeitig zahle der Konzern seine Rechnungen immer häufiger verspätet, obwohl er - so die FAZ - mit Zahlungszielen zwischen 60 und 90 Tagen ohnehin schon sehr lange Fristen vereinbart habe. Üblich seien 30 Tage.
Hintergrund dieser schwindenden Zahlungsmoral sei offenbar der selbst verordnete Sparkurs, schreibt die Zeitung. Siemens wolle den Anteil der zentralen Beschaffung am Einkaufsvolumen von rund 38 Milliarden Euro von derzeit 29 Prozent auf 46 Prozent steigern. Fazit: Dem Konzentrationsprozess dürften noch viele weitere Zulieferer zum Opfer fallen. Mehr noch: Siemens ist bei weitem nicht der einzige Konzern, der sein Lieferantennetzwerk nach dem Motto "Weniger ist mehr" umbaut. Fazit: Jobanwärter sollten bei der Wahl ihres neuen Brötchengebers nicht nur auf das Arbeitgeberimage schauen, sondern sich auch nach den Usancen umhören, die sich hinter den Kulissen der Imagebroschüren abspielen. (6. Oktober 2010)
Quelle: FAZ

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Hurra! Deutschland ist amtierender Logistikweltmeister. Mag sein, dass die Chinesen uns den Titel Exportweltmeister abgenommen haben, aber eine Studie der Weltbank zeigt, womit die Deutschen zukünftig auf den Weltmärkten punkten können: Mit ihrem hervorragenden Logistik-Know-how. In der Krise wollte es kaum einer glauben, aber laut Weltbank ist es Fakt: Deutschland ist weltweit Benchmark in puncto Logistik und sogar unangefochten auf Platz eins.
Den Titel Logistikweltmeister hat die Weltbank Deutschland bereits im Herbst 2009 verliehen. Damals gab sie ihren zweiten Logistik Performance Index (LPI) heraus. Das Ergebnis: Deutschland verfügt nicht nur über die beste Infrastruktur aller 130 untersuchten Länder, sondern überzeugt auch in Sachen Qualität und Kompetenz.
Das Argument der Weltbank: Das Supply Chain Management ist immer nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette - und die mit ihrem Ingenieur-Know-how ausgestatteten Deutschen schwächeln so gut wie gar nicht. Der LPI, so die Weltbank, soll dazu dienen, dass Länder die Herausforderungen und Chancen der Logistik besser nutzen können. Nur das sollte Musterschüler Deutschland dann auch tun. Statt sich darüber zu grämen, dass die Konjunktur sich möglicherweise wieder abkühlen könnte, sollten die Branche die Botschaft "Deutschland ist Logistikweltmeister" nutzen, um Schülern und Studenten bewusster zu machen, welche Chancen sich auch ihnen in Deutschlands drittgrößten Wirtschaftszweig bieten.
Als Musterschüler ist Deutschland prädestiniert, nicht nur klassische Produktionswaren, sondern auch sein Wissen in Sachen Logistik zu exportieren. Egal, ob in China, Indien, Brasilien oder Osteuropa - boomende Märkte und Mega-Citys sind auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Ihnen beim Aufbau einer solchen zu helfen, wird Deutschland Arbeitsplätze und Wohlstand bringen. (8. September 2010)
Quellen: Weltbank, Deutsche Welle

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In Deutschland hinter Frankfurt auf Platz 2, europaweit auf Platz 7 - München zählt zu den größten Flughäfen Europas. Für dieses Jahr erwartet die Flughafen München GmbH (FMG) fünf Prozent mehr Passagiere, schreibt die FAZ, das sind mehr als 34,5 Millionen Fluggäste.
Für dieses Jahr stehen die Zeichen in München auf Rekord. Mit der Sanierung der Bodendienste kann der Flughafen wieder wettbewerbsfähige Angebote an Fluglinien machen und sein Bodenpersonal auslasten. Ein Vertrag mit der Deutschen Lufthansa sichert die Jobs der bei den Bodendiensten Beschäftigten 1.600 Mitarbeiter schon jetzt auf zehn Jahre.
Zudem dürfte das erwartete operative Plus von fünf Prozent im Passagieraufkommen für neue Jobs sorgen: "Um eine Million Passagiere im Jahr zusätzlich abfertigen zu können, benötigen wir rund 1.000 neue Mitarbeiter am Flughafen selber", rechnet Kerkloh der Passauer Neuen Presse vor. "Und die bisherige Entwicklung hat gezeigt, dass dazu noch rund 1.000 Jobs im Umfeld kommen."
Experten rechnen gerade wegen der dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Asien und Südamerika mit einer Zunahme des Flugverkehrs in den nächsten Jahren. 2025 soll allein der Flughafen München seriösen Prognosen zufolge rund 58 Millionen Passagiere abfertigen und braucht dafür eine dritte Start- und Landebahn, um den Anstieg bewältigen zu können. Damit entstünden auch 50.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze, prognostiziert Kerkloh. Kommt die neue Start- und Landebahn nicht, fürchtet der FMG-Chef hingegen um die Bedeutung des Flughafens als europäisches Drehkreuz. Planungen laufen seit 2005, Kerkloh hofft für dieses Jahr auf den Planfeststellungsbeschluss. Geht alles glatt, könnten die Bauarbeiten 2012 beginnen. (8. September 2010)
Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Passauer Neue Presse

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Seinen Ruf als "Tor zur Welt" hat sich Hamburg nicht nur durch seinen Hafen redlich verdient. Die Metropole gehört zu den Topstandorten in Deutschland, weil sie in den wichtigsten Zukunftsfeldern exzellent aufgestellt ist. So fördert ein Zusammenschluss von 450 Unternehmen und Institutionen zur Logistik-Initiative Hamburg den Ausbau des Großraums. Noch mehr Potenzial lässt sich sogar heben, wenn Hamburg mit den anderen Nordstaaten langfristig enger kooperiert.
Schon heute hat sich die Logistik-Initiative klare Ziele auf ihre Fahnen geschrieben. Bis 2015 will sie rund 14.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Außerdem sollen jedes Jahr 17 Hektar neue Gewerbeflächen für Logistiker zur Verfügung gestellt werden. Dass das sogar in Krisenzeiten funktionieren kann, zeigt die Entwicklung des Jahres 2009. Da gelang es der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, mehr als 100 Firmen neu anzusiedeln und Investitionen von fast 340 Millionen Euro in die Hansestadt zu holen - darunter auch sechs neue Logistikunternehmen. Und für 2010 sieht es auch gut aus: "Wir gehen davon aus, dass die Krise im Hamburger Hafen vorbei ist", sagt Claudia Roller, Vorstand Hafen Hamburg Marketing, zur Halbjahresbilanz 2010. Demnach dürfte der Hafen in diesem Jahr mit einem Umschlag-Plus von 8 Prozent auf 119 Millionen Tonnen rechnen.
Die Hanseaten können sich zudem auf eine Prognos-Studie 2009 stützen, die ihnen den ersten Platz der Top-Standorte in Deutschland zuschreibt. Hamburg ist in den analysierten sieben Wirtschaftsbereichen mit langfristigen Wachstumspotenzialen - Gesundheitswirtschaft, ITK, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Dienstleistung, Logistik, Fahrzeugbau und Maschinenbau - "überdurchschnittlich stark", wie Prognos-Studienleiter Peter Kaiser kommentiert. Als internationales Drehkreuz ist Hamburg in Sachen Logistik unumstritten die Nummer eins in Deutschland.
Allerdings gilt auch: Hamburg darf sich nicht auf seinen Lorbeeren und der ruhmreichen Vergangenheit ausruhen. So scheint auch eine Kooperation mit den anderen Nordstaaten sinnvoll zu sein, um weitere Potenziale zu heben. So legte die IHK Schleswig-Holstein und die Handelskammer Hamburg ein Eckpapier vor, das eine stärkere, landesübergreifende Förderung von Clustern fordert. "Würde es die Zusammenarbeit beim maritimen Cluster schon geben, könnten wir gemeinsam besser auf die Herausforderungen der internationalen Schifffahrtskrise reagieren", heißt es in dem Herbst 2009 veröffentlichten Papier. Erste Ansätze dafür gibt es sogar schon in der Praxis. Seit letztem Jahr gibt es eine Zusammenarbeit zwischen der Hamburger Hafen und Logistik AG und seinem Bremer Konkurrenten, der Eurogate GmbH & Co. KGaA. Ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Arbeitstitel "Inland Port Network" soll Zubringerterminals in den wirtschaftlichen Ballungszentren Deutschlands entwickeln und betreiben, eine "Feeder Logistik Zentrale" Schiffzubringerdienste im Hamburger Hafen koordinieren. Das Bundeskartellamt hat das Gemeinschaftsunternehmen bereits genehmigt. (7. September 2010)

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Im August ging in Köln-Langel das neue Rewe-Logistikzentrum in Betrieb und kommt mit dem schon vorhandenen Frischezentrum auf 110.000 Quadratmeter Lagerfläche. Knapp 1.000 Mitarbeiter versorgen von hier aus 660 Supermärkte im Westen. Doch die 64 Millionen Euro Kosten für den Erweiterungsbau sind nur der erste Schritt: Bis 2012 will der Konzern insgesamt 600 Millionen Euro in neue Lager investieren. Das ist auch nötig: Rewe wächst und muss deshalb auch seine Logistik neu aufstellen.
Das Investitionsprogramm soll die Logistik der Rewe-Gruppe in ganz Deutschland optimieren. Zehn neue Lager sollen entstehen, drei weitere werden modernisiert. "Damit wollen wir Abläufe schneller, effektiver, ökologischer und effizienter werden. Der Logistik kommt eine zunehmend strategische Bedeutung zu", erklärt Rewe-Logistik-Vorstand Frank Wiemer. Wachsende Sortimente, kundenfreundliche Öffnungszeiten und immer höhere interne wie externe Qualitätsanforderungen würden die Messlatte für die Leistungsfähigkeit der Logistik immer höher legen.
Das jetzt in Betrieb genommene Logistikzentrum zählt zu den modernsten in Deutschland, 200 Lkws sollen an sechs Tagen in der Woche die Supermärkte in der Region beliefern. Gleichzeitig hat der Konzern die Lagernetze für seine Rewe-Märkte von denen der Penny-Märkte getrennt. Penny hat etwa 2.000 Artikel im Sortiment, Rewe-Supermärkte bis zu 30.000 Produkte, die nicht alle so häufig verkauft werden wie so genannte Schnelldreher im Discount. Für Penny in der Region wurde ein eigenes, 31.000 Quadratmeter großes Lager in Köln-Bocklemünd gebaut. Kosten: 48 Millionen Euro. Mit dem neuen Penny-Lager hat der Handelskonzern mehrere kleinere Standorte zusammengelegt und will so kürzere Lieferwege bei gleichzeitig optimierter Touren-Steuerung erreichen. Wiemer: "Am Ende wollen wir über die modernste und effektivste Logistik der Branche verfügen." (8. September 2010)
Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Der amerikanische Expressversender FedEx, hinter United Parcel Service weltweit die Nummer zwei, will laut der Tageszeitung "Die Welt" nun auch im Transport von Luft- und Seefracht in die Top Ten kommen. Bislang macht diese Sparte gerade mal zehn Prozent des Jahresumsatzes von 27 Milliarden Euro (2009) aus. Gelingen soll das über die Tochtergesellschaft FedEx Trade Networks, die Güter weltweit per Schiff und Flieger transportiert. In den vergangenen 16 Monaten hat die Tochter die Zahl ihrer Stützpunkte weltweit um 26 auf nun 104 Büros erhöht, weitere sollen folgen.
Bislang arbeiten weltweit 3.600 Beschäftigte bei FedEx Trade Networks, diese Zahl dürfte sich mit weiteren neuen Büros ebenfalls erhöhen. Das Unternehmen will so den Abstand zu den Logistik-Größen wie Kühne+Nagel, DB Schenker, DHL oder Panalpina verringern. Geplant ist beispielsweise, künftig für den Gütertransport auch die Flugzeuge des Mutterkonzerns zu nutzen. Mutter FedEx transportiert mit 660 eigenen Flugzeugen Briefe und Pakete in 220 Länder. Fred Schardt, Vorstandschef der FedEx-Tochter, will stärker auf die Maschinen zugreifen, wenn sie nicht mit der üblichen Post ausgelastet sind.
Schardt rechnet sich mit seinem Angriff auf die Luft- und Seefracht gute Chancen aus: "Große Unternehmen wollen mit großen Unternehmen zusammenarbeiten. FedEx hat die Kontakte und deshalb wollen wir unseren bekannten Namen besser nutzen." Bereits jetzt beträgt das Volumen im Geschäft der Luft- und Seefracht weltweit rund 160 Milliarden Dollar - bei einer stark zersplitterten Anbieterstruktur. Die zehn größten Transportkonzerne schöpfen mit 48 Prozent gerade mal knapp die Hälfte ab. Die andere Hälfte teilen sich rund 8.000 zum Teil sehr regional aufgestellte Anbieter. (8. September 2010)
Quelle: Welt

- Foto: Thomas S./Pixelio
Ein Viertel aller Säugetiere, ein Drittel aller Amphibien und 70 Prozent aller Pflanzen sind langfristig vom Aussterben bedroht, warnt das World Conservation Monitoring Centre der Vereinten Nationen. Deshalb ist es für angehende Logistiker, Einkäufer und Supply Chain Manager gut zu wissen, dass ein Job in der Wirtschaft und Naturschutz nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen. Allerdings kommt es schon auf die Wahl des richtigen Arbeitgebers an. Erste Unternehmen integrieren die Rettung bedrohter Ökosysteme in ihre Wertschöpfungsketten - auch weil sie wissen: Ihr Einsatz für den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten macht sie nicht nur für Kunden, sondern auch für Nachwuchstalente attraktiver.
So soll der Konsumgüterhersteller Unilever vor kurzem den Einkauf von Palmöl bei einem seiner Lieferanten in Indonesien ausgesetzt haben. Erst wenn der Zulieferer nachweisen könne, dass er für seine Plantagen keinen Regenwald mehr abholzt, würde der US-Konzern ihm wieder den Rohstoff für seine Seifen abnehmen, berichtet das Handelsblatt. Und bei diesem ersten Lieferanten-Boykott zum Schutz bedrohter Ökosysteme soll es offensichtlich nicht bleiben. Obwohl der Konzern sich fest vorgenommen hat, seine Unternehmensgröße bis 2020 zu verdoppeln, will Unilever - "zugleich das absolute Niveau des Ressourcenverbrauchs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg senken", zitiert das Handelsblatt Unilever-Senior Vice President Gavin Neath.
Der Erhalt von Tier- und Pflanzenarten sei wie der Klimaschutz wirtschaftsrelevant, schreibt das Wirtschaftsblatt. Eine intakte Umwelt sei die Geschäftsgrundlage nicht nur für Landwirtschaft, Fischerei, Lebensmittel- und Getränkehersteller, sondern auch für Papier- und Holzwirtschaft, Öl- und Gasindustrie, Bergbau, Energieproduktion sowie Chemie- und Pharmaindustrie. So bauten zum Beispiel drei Viertel aller Medikamente auf pflanzlichen Rohstoffen auf. Und nicht zuletzt die folgenschwere Katastrophe um die Ölplattform des Energiekonzerns BP zeige, welche finanziellen und rechtlichen Markenwert-Risiken die Vernachlässigung von Schutzmaßnahmen im Sinne der biologischen Vielfalt in sich bergen. Positiv hebt das Handelsblatt noch zwei weitere Unternehmen hervor. Seit 2009 habe sich der Baustoffhersteller Heidelberger Cement verpflichtet, Abbaustätten für die Gewinnung von Sand und Kalkstein systematisch zu renaturieren. Der Touristikkonzern Tui verpflichtete sich bereits 2008, den Schutz der sogenannten Biodiversität in Kerngeschäftsprozessen zu verankern. Kein Tourist fliege schließlich in die Serengeti ohne dort wilde Tiere sehen zu können. TUI denkt nun darüber nach, verstärkt Fischer zu Bootsführern umzuschulen. Nach dem Motto: Zeigt doch lieber unseren Touristen Haie und eine intakte Meereswelt, statt sie durch Fischfang auszurotten. (8. September 2010)
Quelle: Handelsblatt, Chemistry & Industry

- Foto: Deutsche Bahn
Eine Fraunhofer-Studie brachte es an den Tag: Rund 25.000 Menschen in Nürnberg sowie mehr als 100.000 in der gesamten Metropolregion Nürnberg sind im Logistiksektor tätig. Allein im Güterverkehrszentrum (GVZ) Hafen Nürnberg haben sich derzeit schon 260 Unternehmen mit 5.300 Mitarbeitern angesiedelt. Mit dem seit Dezember 2009 neuen Umschlagbahnhof soll das GVZ zur "zentralen Drehscheibe des nationalen und internationalen Gütertransports im Großraum Nürnberg" werden, so das Ziel der Deutschen Bahn. Neben dem Hafen mit seiner trimodalen Struktur aus Wasser, Schiene, Straße hat sich der Flughafen Nürnberg zur Nummer zwei hinter München entwickelt. Air Berlin, Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft, hat hier ihren Sitz. Jedes Jahr nutzen vier Millionen Passagiere den Airport, rund 100.000 Tonnen Luftfrachtumschlag zählt die Statistik - das reicht für die Top zehn der deutschen Flughäfen. Ein derzeit noch umstrittenes Autobahnbau-Projekt soll langfristig die A3 an den Flughafen führen. 52 Millionen Euro sind als Investitionsvolumen für das Vorhaben veranschlagt.
Gerade die ausgebauten Verkehrswege und die Lage machen Nürnberg für viele Logistikunternehmen interessant. Die Stadt selbst sieht sich als "Tor nach Europa" und investiert weiter in die Infrastruktur der Metropolregion. So hat die bayerische Staatsregierung ein mit über 100 Millionen Euro ausgestattetes Strukturprogramm Nürnberg/Fürth aufgelegt. Es umfasst unter anderem Maßnahmen zur Investitionsförderung für mittelständische Unternehmen und Stärkung der anwendungsorientierten und industrienahen Forschung und Entwicklung in wichtigen Kompetenzfeldern, vor allem Energie, Produktionstechnologie, neue Materialien und Logistik. (3. August 2010)
Info: www.nuernberg.de

- Foto: Pixelio
Die Bedeutung von Gütertransporten von Ost nach West steigt stetig. Daran haben deutsche Transporteure bislang allerdings nur einen Anteil von zehn Prozent. Osteuropäische Anbieter können ihren Kostenvorteil voll ausspielen und dürfen seit Mai 2009 auch innerhalb Deutschlands arbeiten.
Für die deutschen Transporteure bedeutet das weiteren Preis- und Wettbewerbsdruck, zumal ab Januar 2012 mit Bulgarien und Rumänien noch zwei weitere Anbieter Binnentransporte in Deutschland anbieten dürfen, so der Branchen-Report Industrieprognose der Commerzbank. Deutsche Logistiker müssen sich strategisch gut aufstellen, um sich ihren Anteil am deutlichen Mengenwachstum zu sichern. So profitieren die Ostanbieter durch ihre Kostenvorteile beim Personal, aber auch durch günstigere Kraftstoffpreise.
Die großen deutschen Speditionen reagieren auf diese Entwicklung mit der Verlagerung erheblicher Teile ihrer Fuhrparks in die östlichen Beitrittsländer der EU. Ihr Ziel: Über neue Standorte in Osteuropa künftig in Deutschland Kabotage zu betreiben, das heißt: als ausländische Transportunternehmen im eigenen Land zu agieren.
Bereits von 2003 bis 2008 stieg das beförderte Güteraufkommen zwischen Deutschland und den osteuropäischen Beitrittsländern um knapp ein Viertel. Über die Straße wurden 2008 rund 59 Prozent der Güter transportiert, 21 Prozent per Eisenbahn, 17 Prozent per Seeschiff und drei Prozent per Binnenschiff. (3. August 2010)
Quelle: Commerzbank

- Foto: Deutsche Post/DHL
Der wachsende Außenhandel in Lateinamerika lockt die Deutsche Post DHL. Die Wachstumsprognosen für die Region sind wegen des starken inländischen Konsums und des zunehmenden Handels mit Fernost im Vergleich zu den Industrieländern hervorragend. Wie lohnend der Ausbau für den Konzern sein könnte, hat das Brasiliengeschäft bewiesen.
Im Krisenjahr 2009 legte DHL in Brasilien bei den Umsätzen um 16 Prozent zu. Lokale Anbieter wie die brasilianische Post haben derzeit Probleme, der explodierenden Nachfrage nach Expressfracht nachzukommen. Für die Deutsche Post DHL ist der stark zunehmende Güteraustausch zwischen Lateinamerika und Asien viel versprechend, aber auch der Ausbau des lokalen Logistikgeschäfts. Noch habe der Konzern nicht über Investitionen entschieden, sagt Vorstandschef Frank Appel.
Das liege zum einen am starken Konkurrenzdruck, zum anderen sei es aber auch eine Personalfrage. Denn für den Auf- und Ausbau werden qualifizierte Mitarbeiter gebraucht - und die seien anders als in China oder Indien nicht leicht zu finden. Für ambitionierte Logistiker mit einem Faible für Lateinamerika und entsprechenden Sprachkenntnissen könnte sich hier also mittelfristig ein neues Betätigungsfeld auftun. Derzeit beschäftigt die Deutsche Post DHL 30.000 Mitarbeiter in Lateinamerika. (3. August 2010)
Quelle: Handelsblatt
Unternehmensporträt Deutsche Post DHL im Jobguide
Der Logistikanbieter aus Kempten braucht in den nächsten fünf Jahren zusätzliche Logistik- und Supply Chain Management-Experten, die in enger Zusammenarbeit mit Kunden logistische Problemlösungen entwickeln.
Weil es nicht genügend Spezialisten für grenzübergreifendes Supply Chain Management im Markt gibt, will der Logistiker weltweit in den nächsten sechs Jahren 60 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung seiner eigenen Leute stecken. Dahinter stehen ehrgeizige Ziele: Bis 2015 will das Unternehmen jedes Jahr um mindestens zehn Prozent wachsen, peilt bis dahin einen Umsatzsprung von heute 3,2 auf 4,7 Milliarden Euro an und braucht dazu mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter.
Das Wachstum soll vor allem im europäischen Ausland erreicht werden: Die Nummer vier des deutschen Marktes plant vor allem in Osteuropa, aber auch in West- und Südeuropa seine Marktposition weiter auszubauen. Das Ziel: Wie in Frankreich, Ungarn und den Niederlanden will Dachser auch in anderen Auslandsmärkten in die Riege der Top-Fünf-Logistikanbieter aufsteigen.
Nach Angaben des Geschäftsführungssprechers Bernhard Simon wollen die Kemptener bis 2015 weltweit insgesamt rund eine Milliarde Euro investieren, ein Viertel davon in Europa. Hier will Dachser seine bislang 104 eigenen Stützpunkte auf 120 ausbauen. (3. August 2010)
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Am 1. Juli 2010 ist mit dem EffizienzCluster LogistikRuhr eines der europaweit größten Forschungsprojekte in der Logistik an den Start gegangen. 100 Millionen Euro Investitions- und Fördermittel fließen bis 2015 in die Logistik-Forschung an Rhein und Ruhr. Experten rechnen damit, dass die Branche dadurch einen starken Schub bekommt und in den kommenden zehn Jahren 4.000 neue Logistik-Jobs in der Region entstehen.
Elf Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie 120 Firmen - darunter auch Großunternehmen wie die Deutsche Post DHL, Rewe oder der Duisburger Hafen - haben sich zum EffizienzCluster LogistikRuhr zusammengeschlossen und siegten mit ihrem Konzept beim Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums. Nun steckt der Bund 40 Millionen Euro Fördergelder in die Logistik-Forschung im Revier, 40 Millionen Euro steuern die beteiligten Unternehmen bei und weitere 20 Millionen Euro stehen bereits jetzt in assoziierten Projekten zur Verfügung.
Mit dem Forschungsnetzwerk soll die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen vorangetrieben werden. Zentren des Spitzenclusters sind das Fraunhofer Institut in Dortmund und das Zentrum für Logistik und Verkehr der Uni Duisburg-Essen. Initiator Michael ten Hompel vom Dortmunder Fraunhofer Institut sieht durch "die Entwicklung und Vermarktung von neuen Ideen" ein Marktpotenzial von über zwei Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren. Mit über 5.000 Logistik-Unternehmen und rund 160.000 Beschäftigten gilt das Ruhrgebiet schon jetzt als eines der wichtigsten Logistik-Standorte in Europa.
"Die neuen Projekte werden vor allem den Arbeitsmarkt für höher qualifizierte Akademiker beflügeln", sagt Thorsten Hülsmann, Geschäftsführer der EffizienzCluster Management GmbH: "In Produktion, Logistik und Handel und nicht zuletzt in den beteiligten Forschungsinstituten selber werden neue Stellen für Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, IT-Experten und Logistiker entstehen". (5. Juli 2010)
Quellen: Handelsblatt, EffizienzCluster LogistikRuhr

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Logistiker, Einkäufer und Supply Chain Manager haben derzeit in der Beraterbranche besonders gute Karrierechancen. Denn beim Aufbau globaler Lieferketten greifen Unternehmen verstärkt auf externes Know-how zurück. Die Berater helfen ihnen dabei, Prozessketten intelligenter zu organisieren, wenig Liquidität zu binden und Innovationen mit Zulieferern voranzutreiben.
Wer den Einstieg in die Consultingbranche schaffen will, sollte jedoch rechtzeitig klären, welcher Beratertyp er ist, schreibt die Wirtschaftswoche. Ob Strategie-, IT- oder Prozessberatung: Je nach Sparte wird nicht nur das geeignete fachliche Know-how gefordert, sondern es sind auch spezielle Persönlichkeitseigenschaften erforderlich. "Wer als Einkaufsberater unterwegs ist, benötigt völlig andere Fähigkeiten als ein Restrukturierer", sagt Klaus Reiners, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU), der Wirtschaftswoche.
Dabei sollten Nachwuchs-Consultants für sich die Frage klären, für welche Art von Beratung sie sich gut eignen: Haben sie das Selbstbewusstsein, das Wissen und Format, um als Strategieberater mit Vorständen und Geschäftsführern auf einer Augenhöhe zu kommunizieren? Oder sind sie eher ein überzeugender Kommunikator auf der mittleren Managementebene und daher gut geeignet für die Organisationsberatung? Und wer Mittelständler zu handfesten Einkaufsthemen beraten will, müsse auch die Sprache der Mittelständler sprechen: "Intellektuelle Pirouetten sind da eher nicht gefragt", sagt Gerd Kerkhoff, Chef der Einkaufsberatung Kerkhoff Consulting.
Laut Wirtschaftswoche können Hochschulabsolventen in der Beratungssparte Supply Chain Management mit einem Einstiegsgehalt ab 42.000 Euro rechnen. Als potentielle Arbeitgeber für Hochschulabsolventen und Professionals in diesem Feld nennt das Magazin: A.T. Kearney, Barkawi, BrainNet, Inverto, J&M Management Consulting, Kerkhoff Consulting, mSE, PRTM. (7. Juli 2010)
Quelle: Wirtschaftswoche
Mehr als jedes vierte Unternehmen aus Konsumgüterindustrie und Handel spürt den Trend der Verbraucher zu "grüner" Ware und Logistik. Diese Entwicklung wird auch neue Berufsbilder hervorbringen.
Puma will bis 2015 die Hälfte seiner T-Shirts und Turnschuhe aus nachwachsenden oder wieder aufbereiteten Rohstoffen herstellen lassen. Coca-Cola plant bis 2015, in Deutschland seine Emissionen an Kohlendioxid (CO2) in der Produktion gegenüber 2004 um rund 20 Prozent zu verringern. Faber Castell baut im Regenwald schon heute mehr Bäume an als das Unternehmen für seine Stifte braucht.
So wie der Sportartikler, der Getränke- und der Stiftehersteller spürt mehr als jedes vierte Unternehmen aus Konsumgüterindustrie und Handel den Trend der Verbraucher zu "grüner" Ware und Logistik. Mehr als 25 Prozent der Firmen verlangen deshalb auch von ihren Transporteuren bereits heute, bis 2012 eine klimafreundliche Logistikkette aufzubauen. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting.
"Klimaschutz und Wertewandel werden auch in der Logistik bewirken, dass wie bei Markenartikeln langfristig nur noch nachhaltig produzierte Dienstleistungen gekauft werden", prognostiziert Matthias Krage, Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) in Bonn. Der nachhaltige Trend zu mehr Klima- und Umweltbewusstsein in der Wirtschaft wird mittel- bis langfristig sogar neue Berufsbilder hervorbringen. Für den Aufbau einheitlicher CO2-Reportings sind auf nachhaltige Prozesse spezialisierte Unternehmensberater, IT-und Controlling-Fachleute sowie Wirtschaftsprüfer genauso vonnöten wie Supply Chain Manager, die sich mit grüner Logistik auskennen und Einkäufer, die wissen wie eine Beschaffungspolitik aussieht, die dem Schutz der Artenvielfalt gerecht wird. Um die CO2-Bilanzen zu verbessern, müssen relevante Daten wie Emissionen, Fahrstrecken, Fahrzeuge und Kraftstoffverbrauch gesammelt und verarbeitet werden. Um die Emissionsdaten vergleichbar zu machen, werden einheitliche Bilanzierungsstandards gebraucht und Umweltmanager, die die CO2-optimierten Transport- und Lieferprozesse zertifizieren. (7. Juli 2010)
Quellen: Steria Mummert Consulting, VDI Nachrichten
Die konjunkturelle Erholung schlägt jetzt auch auf die Personalpolitik der Arbeitgeber in der Logistikbranche durch: Fast jedes zehnte Unternehmen aus Verkehr und Kommunikation will in den kommenden drei Monaten Personal einstellen, meldet das Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower.
Das ist der höchste Wert seit dem dritten Quartal 2008. Der konjunkturelle Turnaround ist dabei schon geschafft. Mit einem Umsatz von fast 200 Milliarden Euro habe die Branche das Vorkrisenniveau von 2007 schon wieder erreicht, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Damit dürfte auch der Trend zur Akademisierung der Logistikbranche wieder stärker an Fahrt gewinnen. Ein Akademikeranteil von 25 Prozent sei notwendig, um beispielsweise die gestiegenen Anforderungen an interkulturelle Kompetenz und IT-Know-how zu erfüllen, schätzt die Bundesvereinigung Logistik. Derzeit haben gerade mal 16 bis 18 Prozent der Beschäftigten in der Branche studiert. (7. Juli 2010)
Quellen: Süddeutsche Zeitung, BVL, Manpower
Europas Marktführer in der Logistik von Fertigfahrzeugen, BLG Logistics, passt seine Unternehmensstruktur an die veränderte Nachfrage an. Weil die Autoimporte um ein Drittel zurückgingen und fernöstliche Autohersteller zunehmend Fabriken in Osteuropa eröffnen, um von dort ihre Kunden in Ost- und Westeuropa zu beliefern, landen weniger Importfahrzeuge in den Häfen an der Nordsee oder dem Mittelmeer an. BLG widmet deshalb vorübergehend Teile der Bremerhavener Terminals zur Zwischenlagerung und Montage von Offshore-Windkraftanlagen um.
Als seehafenorientierter Logistikdienstleister ist BLG auf die Automobil-, Kontrakt- und Containerlogistik spezialisiert. Künftig setzt das Unternehmen aber auch verstärkt auf den Landweg. BLG investiert in 75 Züge, die komplett ab 2014 für den Autotransport in Europa zur Verfügung stehen sollen. 30 Züge sind bereits im Einsatz. Zudem transportieren zwei Binnenschiffe auf der Donau und fünf auf dem Rhein Fahrzeuge. Unverändert gut läuft das Geschäft bei der Handelslogistik, wo BLG unter anderem Logistikdienstleister von Ikea und Tchibo ist. Die Umbauarbeiten im Unternehmen wirken sich auch auf die Einstellungspolitik aus.
"Wir suchen immer wieder Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure und Logistiker, die neue Projekte managen und Prozesse neu aufbauen oder optimieren können", sagt Britta Schmidt, Personalreferentin bei BLG. "Zusätzlich sind bei uns jetzt auch Experten für Offshoretechnik und den Gütertransport auf der Schiene verstärkt gefragt". Das nächste Traineeprogramm für Hochschulabsolventen startet 2012, Info: www.blg.de/de/blg-logistics/karriere. (7. Juli 2010)
Quellen: Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftswoche; BLG

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Das Transportgeschäft von Asien nach Europa brummt. Davon profitiert vor allem die Containerschifffahrt. Experten sehen für die gesamte Logistikbranche eine positive Entwicklung.
"Für das Gesamtjahr 2010 erwarten wir eine Steigerung in der Containerschifffahrt von neun bis zehn Prozent", sagte Burkhard Lemper, Chef des Bremer Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) dem Handelsblatt. Vor allem der Asien-Europa-Verkehr wachse sehr stark - im ersten Quartal 2010 um 20 Prozent. Auf einigen Strecken seien die Frachtraten sogar um 50 Prozent und mehr gestiegen.
Doch auch außerhalb des Verkehrs zwischen Asien und Europa gebe es Zuwachs. Der Container-Umschlag habe im ersten Quartal weltweit um 16 Prozent zugenommen, besonders stark wachse zum Besipiel das Transpazifik-Geschäft von Asien nach Nord- und Südamerika. Nun würden immer mehr Kapazitäten reaktiviert, die in der Krise stillgelegt wurden. Auch der Logistik-Vorstand der Deutschen Bank, Karl-Friedrich Rausch, sieht insgesamt eine "positive Entwicklung der Logistikwirtschaft", die sich bis zum Jahresende fortsetzen werde. (14. Juni 2010)
Quelle: Handelsblatt, Video: WDR
8. April 2010 - Die Deutsche Bahn will vor allem im Ausland expandieren und erwartet einige große Fusionen in der Branche, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
In Europa blieben voraussichtlich etwa fünf große Bahn-Unternehmen übrig, die Auslese sei vor allem im Personenverkehr im Gange. "Hier wollen wir nicht kampflos zuschauen", betont Bahn-Chef Rüdiger Grube.
Quelle: Reuters

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7. Dezember 2009 - Ein besonders gutes Talentmanagement wird dem Maschinen- und Nutzfahrzugbauer MAN bescheinigt: Als bestes deutsches Unternehmen gelangte der Konzern unter die Top Drei des europaweiten Hewitt-Rankings "Top Companies for Leaders".
An der Spitze liegt der griechische Zementhersteller Titan Cement, gefolgt von dem niederländischen Logistikkonzern TNT. In den "Top Companies" fühlten sich 80 Prozent der Führungskräfte für die Nachfolge und die Führungskultur verantwortlich ? in anderen Unternehmen liege der Anteil lediglich bei 49 Prozent. Alle ausgezeichneten Unternehmen entwickelten ihre Nachwuchskräfte besonders intensiv durch Feedback, Coaching und "Performance Managment" ? und das konsistent über Regionen und Geschäftsbereiche hinweg.
Besondere Bedeutung kommt der Studie zufolge der Entwicklung von so genannten High Potentials zu: Sie werden durch Assessments und Weiterbildungsprogramme zielgerichtet gefördert. In den "Top Companies" sei die Entwicklung der Führungskräfte nicht nur eine Philosophie, sondern "eine gelebte Haltung des Managements", sagt Chris Bones, Dekan der Henley Business School in England und Jurymitglied.
Quelle: Hewitt

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7. Dezember 2009 - Der Ausbau der Grünen Energie geht nach wie vor schnell voran. Bis 2020 erwartet der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) 220.000 neue Jobs rund um diese Teil-Branche. Gesucht werden hier nicht nur Ingenieure, sondern auch Betriebswirte und Logistiker.
Natürlich seien im technischen Bereich vor allem Maschinenbauer, Elektrotechniker und Ingenieure gefragt, sagte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann der Welt. Doch auch Biologen und Agrarexperten könnten einen guten Einstieg im Bereich der Bioenergie finden. Außerdem werde die Geothermie immer wichtiger, wo Geologen sehr gefragt seien. Da die Branche insgesamt wachse, gebe es auch zahlreiche Stellen außerhalb der technischen Entwicklung: Zum Beispiel seien Betriebswirte und Logistiker gesucht.
Arbeitgeber in den Erneuerbaren Engerien sind nach Ansicht von Klusmann attraktiv, denn im Gegensatz zur traditionellen Energiewirtschaft gebe es in der Regel keine Großkonzerne. Der Vorteil: In kleineren Unternehmen könnten die Mitarbeiter die Entwicklung hautnah mitbekommen und direkt mitgestalten.
Nachwuchskräften, die ins Ausland gehen wollen, rät Klusmann: Erst in Deutschland bewerben, dann von hier aus in die Ferne schweifen, denn die deutschen Hersteller hätten weltweit einen sehr guten Ruf.
Quelle: Welt
7. Dezember 2009 - Die Fluggesellschaft Air Berlin sucht 120 Copiloten und 700 Flugbegleiter.
Die Copiloten sollten bereits Flugerfahrung nachweisen können. Air Berlin profitiert derzeit von der Krise, denn viele Geschäftsreisende wechseln von etablierten Anbietern zu günstigeren Airlines.
Quellen: Air Berlin, Reuters

5. Oktober 2009 - Wer bei einer Airline arbeiten möchte, sollte sich bei den Regionalgesellschaften umsehen, denn diese würden als Arbeitgeber oft unterschätzt, schreibt das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).
Bei den großen europäischen Fluglinien ist derzeit eher Jobbau angesagt, denn sie kämpfen mit großen Rückgängen im Geschäft. Deutschlands Marktführer Lufthansa etwa beklagt im ersten Halbjahr 2009 einen Passagierrückgang um sechs Prozent. Das Frachtaufkommen brach sogar zweistellig ein. In der Verwaltung sollen nun 400 Jobs wegfallen, bei der Tochter Austrian Airlines stehen 1.000 Stellen zur Disposition. Auch British Airways will 2.000 Jobs abbauen, und AirFrance-KLM stellt 1.500 Arbeitsplätze auf den Prüfstand. Doch die kleinen Gesellschaften böten durchaus noch Jobperspektiven, urteilt das IW. Sie navigierten mit hoher Flexibilität, günstigeren Tarifstrukturen und einem treuen Kundenstamm ganz gut durch die Krise. Die größte unter den Kleinen ist die Lufthansa City Line mit 63 Flugzeugen und 2.500 Mitarbeitern. Es folgen die Stuttgarter Contact Air mit 14 Fliegern und 340 Beschäftigten sowie die gleich große Augsburg Airways aus München.
Quelle: IW Köln
7. September 2009 - Der Gewinn von Europas größtem Transportunternehmen brach im ersten Halbjahr 2009 um mehr als die Hälfte auf 671 Millionen Euro ein, der Umsatz fiel um 14 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro.
Besonders betroffen sind Transport und Logistik. Ein rigider Sparkurs soll jetzt bis 2013 rund zwei Milliarden Euro einbringen. Allein in der Verwaltung werden 250 Millionen Euro gekürzt.
Quellen: Reuters, FAZ

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6. Juli 2009 - Die Luftfahrtindustrie gerät mit etwas Verzögerung in die Krise. 2010 könnte ein schwieriges Jahr werden.
Flugzeughersteller erweisen sich als Spätzünder. Traditionell bekäme die Branche Krisen erst sehr spät im Zyklus zu spüren berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung und zitiert einen EADS-Manager: "2010 wird für uns schwerer als 2009." Auf der Luftfahrtshow im französischen Le Bourget sicherte sich Airbus im Juni trotz Krise Aufträge und Kaufabsichtserklärungen im Wert von 9,3 Milliarden Euro und lieferte kürzlich die erste Maschine aus, die im neuen Werk im nordchinesischen Tianjin montiert wurde. Befürchtungen, die europäische Luftfahrtindustrie könnte bald nach China abwandern, findet das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft übertrieben. Vielmehr erhöhten die Werke angesichts des dortigen Staatseinflusses die Chancen auf Bestellungen der chinesischen Airlines. Im kommenden Jahrzehnt würden mindestens 2.500 neue Jets benötigt.
Quellen: Financial Times Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Institut der deutschen Wirtschaft

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2. Juni 2009 - Fast 5.000 kleine Logistiker seien durch die Rezession von der Pleite bedroht, schreibt die Wirtschaftswoche. Die Großen stehen dagegen, dank starker Diversifizierung, besser da.
Unternehmen wie Dachser oder Kühne + Nagel planen in der Krise noch zu investieren und zu wachsen. Was die Konjunkturflaute für die Logistik bedeutet, zeigt eine einfache Rechnung: Ein Prozent Weltwirtschaftswachstum beschert der Branche ein Wachstum von drei Prozent, kalkuliert die Bundesvereinigung Logistik. 2009 rechnet der Internationale Währungsfonds allerdings mit einem weltweiten Minus von 1,3 Prozent - was rund vier Prozent weniger für die Logistik bedeuten würde.
Quellen: Handelsblatt, Wirtschaftswoche

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4. Mai 2009 - Kaum eine Branche ist in den letzten Jahren so schnell gewachsen, wie der weltweite Warentransport. In der Logistik kommen Berufseinsteiger daher mit ihrer Karriere schnell voran, schreibt Zeit Campus. Auch wenn die Branche derzeit stark unter der Wirtschaftskrise leide, bleibe sie mittelfristig eine Boombranche, urteilt Logistik-Professor Helmut Baumgarten von der TU Berlin. Experten erwarten eine Erholung ab 2010. Gefragt werden Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure und Mathematiker sein. Quelle: Zeit Campus
6. April 2009 - Die deutschen Flughäfen sind in stürmische Zeiten geraten. Die größten regionalen Arbeitgeber leiden unter dem Passagierrückgang von zwölf Prozent. Der Branchenverband ADV prognostiziert für 2009 ein Gästeminus von drei Prozent, doch der Münchener Flughafenchef Michael Kerkloh geht von einem Rückgang von zehn Prozent aus. Die mangelnde Kauflust vieler Passagiere verhagele außerdem die Bilanzen. "Der Euro sitzt in der Krise nicht mehr so locker wie vorher", sagt Michael Garvens, Chef des Flughafens Köln/Bonn. Die Flaute trifft die größten regionalen Arbeitgeber Deutschlands: Flughafenbetreiber Fraport beschäftigt allein am Standort Frankfurt 19.000 Mitarbeiter, am Köln/Bonner Airport sind 12.460 Beschäftigte in 135 Unternehmen tätig und der Flughafen München ist mit 27.400 Mitabeitern bei 554 am Flughafen tätigen Unternehmen der zweitgrößte Arbeitgeber Bayerns. Quelle: Reuters, Foto: Fraport
6. April 2009 - Erstmals seit 1993 stößt die Logistikbranche an die Grenzen ihres Wachstums. Laut Handelsblatt erwartet das Verkehrsministerium einen Rückgang der Güterverkehrsleistung von vier Prozent. Spediteure und ihre Kunden sind pessimistisch: Dem Deutschen Institut für Wirschaftsforschung zufolge ist das Klima in der Logistikwirtschaft regelrecht abgestürzt. Vielleicht hilft das neue Internetportal www.gate4logistics.de dabei, verbliebene Chancen in der Branche auszuloten.
Quellen: Handelsblatt, www.einstieg.com

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8. Januar 2009 - Der Düsseldorfer Airport wächst gegen den Trend. Während andere deutsche Flughäfen für 2009 einen Rückgang bei den Flugbewegungen und Passagiere erwarten, wächst der Düsseldorfer Airport gegen den Trend. Der Grund: Die Wettbewerber Lufthansa und Air Berlin haben Düsseldorf beide zum innerdeutschen Drehkreuz ausgebaut. Das Wachstum am Flughafen hat große Folgewirkungen: Rund um prosperierende Flughäfen entstehen viele Jobs in Dienstleistungsunternehmen. Quelle: Handelsblatt
2. Dezember 2008 - Die Krise in der Automobil-, Chemie und Stahlindustrie beträfe nun auch die Deutsche Bahn, sagt Konzernchef Hartmut Mehdorn. Jetzt sollen die Kosten weiter runter und alle Investitionen stünden auf dem Prüfstand. Auch einen Stellenabbau, vor allem unter den rund 4.000 Zeitarbeitskräften im Unternehmen, schloss Mehdorn nicht aus. Konkrete Einsparvorgaben gebe es zwar nicht, aber Ausgaben würden so weit wie möglich aufgeschoben und Neueinstellungen "vorsichtig vorgenommen". Alle Investitionen in die Sicherheit und Infrastruktur blieben jedoch gewährleistet. Die Konjunkturkrise wirkt sich besonders auf den Schienengüterverkehr aus. Das Transportgeschäft der Bahn ging im Oktober um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Im schlimmsten Fall werde die Bahn im Dezember 40 Prozent weniger Güterzüge auf die Gleise schicken als im Vorjahr. Die Gewerkschaft Transnet fühlt sich provoziert und befürchtet, dass hier "ein Horrorszenario vor der kommenden Tarifrunde" aufgebaut werde.
Quelle: Financial Times

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Oktober 2008/jul. Geht es um Logistik, unterscheidet die Fachwelt vier Konzepte. First Party Logistic (1PL) Unternehmen haben in erster Linie ein Transportunternehmen und führen den Transport-Job mit eigenen Ressourcen aus. Bei der Second Party Logistic (2PL bedienen sich Unternehmen zusätzlicher Dienstleister. Von Third Party Logistic (3PL) wird gesprochen, wenn ein Logistiker zusätzlich weitere Aufgaben übernimmt, etwa Mehrwertdienste leistet oder Aufgaben im Informationsmanagement übernimmt und dies mit eigenen Kapazitäten geschieht. Und als Fourth Party Logistic (4PL) wird bezeichnet, wenn ein Logistiker für einen Kunden die gesamte Wertschöpfungskette organisiert und dabei seinerseits verschiedene unabhängige Subunternehmer einsetzt. Die Übergänge sind fließend, wobei die Bedeutung der ersten beiden Segmente zugunsten der 3PL schwindet. Das 4PL-Segment ist noch sehr klein, verspricht aber nach Analyse der Deutschen Bank Research erhebliches Wachstum. Quelle: dbresearch.de

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Oktober 2008/jul. Auch 2008 und 2009 geht es für die Logistikbranche beim Umsatz weiter aufwärts, wenn auch nicht mehr mit der bisherigen Dynamik, diagnostiziert die Deutsche Bank Research in einer aktuellen Studie. Statt wie seit 2001 jährlich um 4,5 Prozent zu wachsen, muss die Logistikbranche mit nur zwei bis drei Prozent Wachstum per annum rechnen ? Tribut an die abflauende Konjunktur. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts soll es aber wieder anziehen: Dann liegt die jährliche Zuwachsrate im Schnitt bei fünf Prozent. Quelle: dbresearch.de

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September 08/uh. Die beiden Logistik-Bildungseinrichtungen DAV (Deutsche Außenhandels- und Verkehrs-Akademie) und DLA (Deutsche Logistik Akademie) ziehen zusammen und machen künftig unter dem Namen BVL-Campus gemeinsame Sache. Die bisherige DAV-Betriebs- und Fachwirteausbildung sowie die wirtschafts- und logistikorientierten Seminare der DLA werden künftig unter einem Dach stattfinden.
Auf der Eröffnungsveranstaltung des neuen Instituts wurde darüber hinaus die Gründung einer Privaten Fachhochschule für Logistik angekündigt. Sie soll zum Bachelor-Abschluss führen und in rund einem Jahr eröffnen. Mit dem neuen BVL-Campus und der künftigen Fachhochschule wird Bremen als zentraler Standort für die Qualifizierung im Wirtschaftsbereich Logistik gestärkt.
Der neue BVL-Campus: U 18, Universitätsallee 18, 28359 Bremen