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Branchen-News

Uni Bayreuth erforscht elastische Solarzellen

Foto: Bouda/Pixelio

Für Chemie- und Physikstudenten, die sich mit Solarzellen beschäftigen, entwickelt sich die Universität Bayreuth immer mehr zu einer sehr spannenden Adresse.

Die Süddeutsche Zeitung stellte jetzt Forscher der Uni vor, die in verschiedenen Projekten an elastischen, organischen Solarzellen tüfteln.

So haben etwa zwei Physiker erfolgreich Kunststoffmoleküle getestet, die sich zum Bau solcher Zellen eignen. Und in einem millionenschweren europäisch-indischen Forschungsprojekt entwickeln Wissenschaftler Solarzellen aus Plastik. Solche Plastikzellen könnten sich später leicht auf Folie drucken lassen, um künftig wie Meterware im Baumarkt verkauft zu werden. Aufgrund des geringen Gewichts könnten sie zudem problemlos auf Fenstern oder Leichtbaudächern angebracht oder in Kleidung integriert werden.

Schwachstellen: Noch sind sie nicht besonders wetterfest und der Wirkungsgrad lässt noch zu wünschen übrig. Mit der Marktreife rechnen die Forscher erst in etwa zehn Jahren. Für Studenten und Absolventen gibt es also noch reichlich zu tun - vielleicht ja auch als Hiwi, Praktikant oder Diplomand in Bayreuth. (7. Juli 2011) Quelle: Süddeutsche Zeitung

Recyclingbranche bietet gute Jobaussichten

Foto: Rennen/Pixelio

Rund 6.000 vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen verdienen in der Recyclingbranche ihr Geld. Bis 2015 soll sich der Produktionswert von derzeit zehn Milliarden Euro verdoppeln. Dafür braucht die Branche Personal. Knapp jedes zweite Unternehmen des zukunftssicheren Geschäfts plant Handelsexperten, Vertriebler und Anlagentechniker einzustellen. Bewerber sollten jedoch genau prüfen, wo sie einsteigen wollen.

Papier, Kunststoff, Edelmetalle oder Kupfer aus dem Abfall bescheren der Branche eine goldene Zukunft. Rund 6.000 Unternehmen, vorwiegend kleine und mittlere Betriebe, kämpfen zusammen mit kommunalen Entsorgungsbetrieben um ein Stück des derzeit zehn Milliarden Euro großen Kuchens. 250.000 Mitarbeiter übernehmen das Sammeln, Transportieren, Sortieren und Weiterverwerten der auf 43,2 Millionen Tonnen geschätzten Wertstoffe. Und es wird mehr werden: Gesetzgeberische Maßnahmen (Kreislaufwirtschaftsgesetz), teure und zugleich knappe Rohstoffe verdoppeln nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft bis 2015 den Markt, knapp jedes zweite Unternehmen - 45 Prozent - wollen laut Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) noch in diesem Jahr neue Leute einstellen.

Genau hier müssen Jobwechsler wie Einsteiger genauer hinschauen: Soll es einer der vielen Familienbetriebe sein, die höchstens zwei Millionen Euro im Schnitt umsetzen? Oder einer der wenigen großen Konzerne wie Remondis aus Lünen mit 5,4 Milliarden Umsatz, die Alba-Gruppe mit 2,8 Milliarden Euro und die deutschen Ableger der französischen Konzerne Suez und Veolia? Oder gar einer der kommunalen Entsorgungsbetriebe, die zwar die Oberhoheit über den Hausmüll haben, ihn aber zurzeit noch zu 60 Prozent privaten Entsorgern überlassen?

Quellen: FAZ Print, BDE

Wind schlägt Sonne

Foto: EnBW

Studenten und Absolventen, die sich mit Erneuerbaren Energien auskennen, dürften sich wenig Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen. Spätestens seit der Katastrophe von Fukushima heißt es in der politischen Diskussion: Atomkraft, nein Danke - Wind, Sonne oder Erdwärme, ja bitte.

Daher gibt es für den MINT-Nachwuchs genug zu tun, wenn es darum geht, die Gewinnung von regenerativen Energien effizienter zu machen. Recht gute Job-Aussichten ergeben sich derzeit bei Unternehmen, die in der Offshore-Windgewinnung tätig sind. Die Bundesregierung will - so die Passauer Neue Presse - der Windenergie auf See über zusätzliche finanzielle Anreize zum Durchbruch verhelfen. Sie soll langfristig zu einer der wichtigsten Säulen beim Ausbau Erneuerbarer Energien werden.

So weihte denn auch Kanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich im Mai den ersten Ostsee-Windpark ein: "Baltic 1" betreibt EnBW, die Windkraftanlagen stammen von Siemens. In der Nordsee erzeugt bereits der Park "Alpha Ventur" Strom - eine Kooperation von EWE, Eon und Vattenfall.

Erlebt der Wind gerade einen Höhenflug, geht der Solarindustrie ein wenig die Luft aus. Subventionskürzungen, steigende Rohstoffpreise und Überkapazitäten auf dem Weltmarkt, schreibt die Wirtschaftswoche, trieben die deutschen Fotovoltaik-Hersteller in die roten Zahlen. Unternehmen wie Q-Sells, Phoenix Solar oder Conergy mussten im ersten Quartal 2011 zum Teil herbe Verluste bekanntgeben. (10. Juni 2011)

Quellen: Wirtschaftswoche, Manager-Magazin, Passauer Neue Presse, Zeit Online

Atomwende auch bei RWE?

Fukushima zwingt RWE zum Umdenken. Mit Biblis A und B betreibt der Energieriese zwei der abgeschalteten deutschen Kernkraftwerke. Und für seine künftige Strategie waren Kernkraftwerke einer der Eckpfeiler. Nun muss RWE mehr Investitionen in erneuerbare Energien einkalkulieren - Forschung, Entwicklung und das ensprechende Personal inklusive. (9. Mai 2011)

Quelle: Handelsblatt

Stadtwerke gehen unter die Stromproduzenten

Foto: Evonik

Der Mischkonzern Evonik hat die Mehrheit seiner Energietochter Steag an das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr verkauft. Das Stadtwerke-Bündnis hält nun 51 Prozent an dem Stromproduzenten. Das bedeutet zugleich: Die Stadtwerke sind nicht mehr nur reine Stromlieferanten, sondern produzieren selbst.

Entsprechend ist der Verbund der kommunalen Betriebe Rhein-Ruhr als Arbeitgeber auch für Ingenieure mit Schwerpunkt Kraftwerkstechnik und Karftwerksbau interessant. Denn Steag konzenriert sich auf Planung, Bau und Betrieb von Kraftwerken. Das Unternehmen ist derzeit der fünftgrößte Energieversorger Deutschlands. Laut Kaufvertrag, dem noch der Evonik-Aufsichtsrat und die Kartellbehörden zustimmen müssen, dürfen die Stadtwerke nach einer Haltefrist von bis zu fünf Jahren auch die restlichen 49 Prozent von Steag erwerben. Mit den Erlösen aus dem Verkauf will Evonik sein Chemiegeschäft ausbauen. (10. Januar 2011)

Quellen: Manager-Magazin, Rheinische Post, Unternehmer.de

Energieversorger bauen Alternativ-Energien aus

Foto: EnBW/Matthias Ibeler

Die großen Energiekonzerne arbeiten mit Hochdruck daran, die Technologien zur Erzeugung Erneuerbarer Energien weiter zu verbessern und konventionelle Kraftwerke so umzubauen, dass sie zukunftsfähig bleiben. EnBW-Chef Hans-Peter Villis etwa erklärte in der Wirtschaftswoche, dass in seinem Unternehmen die Erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden sollen.

So hat der drittgrößte Stromkonzern Deutschlands erst vor Kurzem den Bau des ersten Offshore-Windparks in der Ostsee abgeschlossen. Das zweite Ostsee-Offshore-Projekt ist bereits im Bau und soll Ende 2013 ans Netz - zwei weitere sollen bis 2015 folgen. Derweil prüfen RAG und RWE, wie sich die riesigen Abraumberge des Kohlebergbaus im Ruhrgebiet in Zukunft nutzen lassen, um grünen Strom zu erzeugen. Angedacht ist, Kombikraftwerke auf den Kohlehalden zu errichten und Pumpspeicherwerke mit Windanlagen zu kombinieren.

Und um die Zukunft der Braunkohlekraftwerke zu sichern, sucht die RWE-Tochter RWE Power nach Methoden, das Treibhausgas CO2 zum Wertstoff zu veredeln. Auch der Düsseldorfer Energiekonzern Eon hat seine Anstrengungen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien verstärkt und nahm kürzlich eine Anlage zur Verringerung von Treibhausgasen nahe der vietnamesischen Hauptststadt Hanoi in Betrieb. Dahinter steckt die Strategie, sich künftig viel  stärker auf die - energiehungrigen - Schwellenländer zu konzentrieren. Bis 2015 will Eon ein Viertel seines Ergebnisses außerhalb Europas erzielen. Auf dem Heimatmarkt will sich das Unternehmen stärker auf die Stromproduktion konzentrieren und Aktivitäten abstoßen, die keine Rendite abwerfen.
Zum Beispiel werden bis zum Frühjahr 2011 europaweit 1.400 IT-Arbeitsplätze zu T-Systems und Hewlett Packard ausgelagert. (15. Dezember 2010)

Quellen: Wirtschaftswoche, EnBW, Spiegel, Handelsblatt, Manager-Magazin


General Electric: Green fridges to boost jobs

Photo: Fotolia

General Electric plans to invest 432 million dollar in the next four years to establish four design and manufacturing centres for energy efficient refrigerators in the U.S. and create hundreds of jobs in the process. The plans are intended to inject new life into the company's appliances business and enable the firm's U.S. factories to be more competitive in the global arena.

GE's total planned investment in its appliances unit will come to more than a billion dollars over a five-year period and create about 1,300 jobs. The four facilities chosen to house GE's new "refrigeration design and manufacturing centres of excellence" include a plant in Bloomington, that had been targeted for closure. According to GE, all the new products are being designed to meet 2014 Energy Star standards for efficiency and most will incorporate smart-grid technology that enable users to manage energy consumption and, in regions where dynamic pricing is in place, manage utility costs. Products being redesigned in Louisville, Bloomington and Decatur will be made with a new greener foam insulating process, which is expected to reduce greenhouse gas emissions at the plants by 90 percent.

At the close of the third quarter this year, GE's U.S.-based jobs in appliances, excluding lighting came to about 9,590. Appliance jobs outside the U.S. numbered about 680. GE expects to receive about 78 million dollar in tax breaks and other incentives as a result of its 1 billion dollar investment in its appliances business. (November 5th, 2010)

Sources: Reuters, Wall Street Journal


First Solar verdoppelt deutsche Produktion

Foto: First Solar

Der weltgrößte Solarkonzern First Solar will seine Produktionskapazitäten in Frankfurt/Oder verdoppeln und Hunderte neue Jobs in der Region schaffen, berichtet die Financial Times Deutschland.

Mehr als 200 Millionen US-Dollar sollen in den Ausbau des ostdeutschen Werks fließen. Damit widersetze sich der US-Konzern dem Branchentrend und tätige die bislang größte ausländische Investition in der deutschen Greentech-Industrie in diesem Jahr, schreibt das Blatt weiter. Deutsche Hersteller verlagerten ihre Produktion in die entgegengesetze Richtung - vor allem nach Asien, aber auch in die USA.

First Solar sieht dagegen vor allem zwei Vorteile im deutschen Standort: Geringere Transportkosten und mehr Unabhängigkeit von Währungsschwankungen. Die Logistikausgaben hätten mittlerweile größere Bedeutung als die Lohnkosten, sagte Konzernchef Robert Gillette. Nun wolle man den doppelten Transportweg vermeiden, denn bisher gingen erst "die Bestandteile nach Asien und dann das fertige Modul wieder zurück nach Europa". Außerdem verkaufe First Solar seine Produkte vorwiegend in Ländern, die mit Euro zahlen.

Die neue Fabrik in Frankfurt/Oder soll Ende 2011 eröffnen und - mit dem bereits bestehenden Werk - jährlich Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 446 Megawatt produzieren. Der deutsche Marktführer Solarworld hat Kapazitäten für 500 Megawatt im Jahr, davon 150 in Deutschland. (14. Juni 2010)

Quelle: Financial Times Deutschland

Siemens kürzt im Inland und investiert in Indien

Foto: Siemens

Der Münchner Elektrokonzern Siemens will in Deutschland 2.000 Jobs in der Industriesparte abbauen. Gleichzeitig sollen in den nächsten drei Jahren 8.000 neue Jobs in Indien entstehen.

Allerdings vor allem in der Energietechnik, deshalb handele es sich nicht um die Verlagerung bestehender Stellen, wie Siemens-Chef Peter Löscher in Neu Delhi erklärte. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 verbesserte der Konzern seinen Gewinn um elf Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Dennoch sei aufgrund von Überkapazitäten und der schwachen Nachfrage in den Sparten Antriebstechnik und Industrieanlagenbau ein Stellenabbau erforderlich, teilte Personalvorstand Siegfried Russwurm mit. Betroffen sind besonders die fränkischen Standorte Bad Neustadt an der Saale und Erlangen. Dort fallen zusammen 1.140 Stellen weg.

Mit Blick auf die Stellenstreichungen kommentierte Siemens-Betriebsratschef Lothar Adler den jüngst erzielten Milliardengewinn mit den Worten: ?Solche Ziele erreicht man nur mit einer motivierten Belegschaft, die nicht fortwährend an irgendeiner Ecke verkleinert wird." Siemens hat im vergangenen Jahr weltweit bereits 25.000 Arbeitsplätze abgebaut, davon 4.000 in Deutschland. Derzeit beschäftigt der Konzern weltweit noch 402.000 Mitarbeiter. (8.Februar 2010)

Quellen: Welt, RP Online, Video: Handelsblatt

 

Erneuerbare Energien bieten auch Chancen für Wiwis und Logistiker

Foto: Pixelio

7. Dezember 2009 - Der Ausbau der Grünen Energie geht nach wie vor schnell voran. Bis 2020 erwartet der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) 220.000 neue Jobs rund um diese Teil-Branche. Gesucht werden hier nicht nur Ingenieure, sondern auch Betriebswirte und Logistiker.

Natürlich seien im technischen Bereich vor allem Maschinenbauer, Elektrotechniker und Ingenieure gefragt, sagte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann der Welt. Doch auch Biologen und Agrarexperten könnten einen guten Einstieg im Bereich der Bioenergie finden. Außerdem werde die Geothermie immer wichtiger, wo Geologen sehr gefragt seien. Da die Branche insgesamt wachse, gebe es auch zahlreiche Stellen außerhalb der technischen Entwicklung: Zum Beispiel seien Betriebswirte und Logistiker gesucht.

Arbeitgeber in den Erneuerbaren Engerien sind nach Ansicht von Klusmann attraktiv, denn im Gegensatz zur traditionellen Energiewirtschaft gebe es in der Regel keine Großkonzerne. Der Vorteil: In kleineren Unternehmen könnten die Mitarbeiter die Entwicklung hautnah mitbekommen und direkt mitgestalten.
Nachwuchskräften, die ins Ausland gehen wollen, rät Klusmann: Erst in Deutschland bewerben, dann von hier aus in die Ferne schweifen, denn die deutschen Hersteller hätten weltweit einen sehr guten Ruf.

Quelle: Welt

 

Extras sollen Öko-Ingenieure locken

2. November 2009 - Ob Produktion, Montage oder Service: Das Geschäft mit Erneuerbaren Energien brummt. Immer mehr Firmen locken Top-Talente mit Extras wie Stipendien oder Kitas, berichtet die Financial Times Deutschland.

So will der Energieriese Eon  - neben der Nachwuchsförderung über Praktikanten- und Stipendienprogramme - jetzt auch die "Work-Life-Balance" verbessern. Telearbeit, Kinderbetreuung oder Gesundheit am Arbeitsplatz sind Themen, die bei Eon in den Vordergrund rücken, um die besten Bewerber zu ködern.

Der Mittelständler Juwi ist da schon einen Schritt weiter. Bei dem Projektentwickler für Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen werden Neueinsteiger in einer hauseigenen Akademie geschult. Grundlagen der Erneuerbaren Energien, Finanzierung und Projektmanagement stehen hier auf dem Stundenplan. Zum Ausgleich gibt es einen Fußballplatz, einen Fitnessraum, ein Beachvolleyballfeld ? und einen hauseigenen Kindergarten.

Der Baukonzern Hochtief unterstützt Studenten der TU Darmstadt bei Ihrer Bewerbung zum "Solar-Decathlon-Wettbewerb" der US-Regierung. Damit sollen nicht nur die angehenden Ingenieure gefördert werden, sondern auch innovative Ideen für nachhaltiges Bauen -  ein Bereich, in dem Deutschland mittlerweile international als Trendsetter gilt.

Quelle: FTD, Video: ZDF

 

Wind ist kräftiger als Sonne

7. September 2009 - Die Wirtschaftskrise macht auch vor den Erneuerbaren Energien nicht halt. Dabei scheint die Windkraftindustrie jedoch besser gerüstet als die Hersteller von Solaranlagen.

Zwei wichtige Gründe nennt WestLB-Analystin Katharina Cholewa dem Handelsblatt: So leide die Windkraftbranche derzeit weniger unter Überkapazitäten und sie habe bisher weniger schlagkräftige Konkurrenz aus Asien. Die Folge: Die großen deutschen Hersteller Nordex und Repower, die spanische Gamesa und der dänische Weltmarktführer Vestas konnten im ersten Halbjahr 2009 zwar weniger Aufträge hereinholen als im Vorjahreszeitraum - die Erträge blieben jedoch stabil.

Mittelfristig sind die Perspektiven die Windenergiebranche allemal positiv: Ehrgeizige Klimaziele, der Zwang zur Versorgungssicherheit und die endlichen Ressourcen bei anderen Energiequellen sprächen für die Branche, schreibt das Handelsblatt. Außerdem habe kein Staat während der Finanzkrise die Förderprogramme für die Windenergie eingestellt. 2009 sollen weltweit Anlagen mit rund 27.000 Megawatt Leistung neu installiert werden, schätzt der Branchenverband BWE. Und 2010 sollen die Neuinstallationen auf 29.000 Megawatt steigen.

Quelle: Handelsblatt

 

Eon baut 2.000 Jobs in Deutschland ab

7. September 2009 - Der Energiekonzern Eon will 2.000 der 40.000 Stellen in Deutschland abbauen.

Rund 1.000 Stellen sollen allein in den Bereichen IT und Infrastruktur wegfallen, die Hardware-Abteilung wird verkauft. 300 Jobs werden in den Konzernzentralen in Düsseldorf, München und Essen gekürzt, 400 bei der Informatik-Tochter Eon IS und 200 bei Eon Facility Management. Bis 2011 will der Konzern 1,5 Milliarden Euro einsparen.

Quelle: Rheinische Post

 

Biotech-Jobs: "rot" boomt - "weiß" okay - "grün" floppt

Biotech

3. August 2009 - In der Biotechnologie sind die Berufsaussichten vor allem im roten, also medizinisch-pharmazeutischen Bereich gut. Mau sieht es dagegen in der Pflanzen-Biotechnologie, dem grünen Sektor aus.

Carsten Roller vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) sieht gute Jobchancen auf der roten Seite: "Etwa 80 Prozent der Biotech-Stellen liegen in diesem Bereich". Viele Krankheiten ließen sich mit klassischen Medikamenten noch nicht heilen, daher mangele es in der medizinisch-pharmazeutischen Biotechnologie nicht an Arbeit. Für die Produktion seien auch Absolventen ohne Doktorhut geeignet, in Forschung und Entwicklung werde aber eine Promotion vorausgesetzt, betont Roller. Gute Jobchancen bietet auch die industrielle, weiße Biotechnologie. Konzerne wie BASF und Evonik setzen auf biotechnologische Prozesse, aber auch kleinere Firmen bieten Jobs. So wächst der hessische Mittelständler Brain nach Angaben von Marketingmanager Martin Langer "auch in schlechten Zeiten". 2008 wurden 15 Mitarbeiter eingestellt.

Weniger gut sind die Aussichten dagegen für Pflanzen-Biotechnologen. "Die grüne Gentechnik ist in Deutschland und der EU politisch nicht gewollt", bedauert Roller. Jobs gebe es daher vor allem in den USA und in China. Auch die Akzeptanz von Umwelt-Biotechnologen gehe ?hierzulande gegen Null?, kritisiert der VBIO-Karriere-Experte.

Quellen: Monster, Ernst & Young

 

Erneuerbare Energie bringt Jobs für Ingenieure

Foto: RWE

6. Juli 2009 - Ein Jobmotor für die nächsten Jahre sind definitiv die Erneuerbaren Energien. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg dort von 250.000 im Jahr 2007 auf 280.000 im vergangenen Jahr, wie die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien ermittelt hat. Die Branche bietet vor allem Chancen für Ingenieure.

"Rein zahlenmäßig haben Ingenieure des Maschinenbaus und der Elektrotechnik die besten Karten, insbesondere mit einer Vertiefungsrichtung im Bereich der Erneuerbaren Energie", sagt Jörg Kapischke, Professor an der Hochschule Ansbach. Das enorme Potenzial zeigt sich in einer 400 Milliarden schweren Initiative 20 deutscher Konzerne: Desertec. Hinter diesem Namen steckt das größte Solarkraftwerksprojekt aller Zeiten, das Unternehmen wie die Münchener Rück, RWE und die Deutsche Bank in Afrika planen. Auch Siemens-Chef Peter Löscher ist mit von der Partie und sieht "gigantische Wachstumschancen für grüne Technologie" wie er dem Focus sagte. In Zeiten der Krise setzt er auch auf die staatlichen Konjunkturpakete und erhofft sich zwischen 2010 und 2012 Aufträge im Volumen von rund 15 Milliarden Euro aus den Programmen.

Quellen: Energieverbraucherportal.de, Focus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung

 

Energieriese Eon will sparen

Foto: Eon

6. Juli 2009 - Eon hat sich einen strikten Sparkurs verordnet. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2011 bis zu 1,5 Milliarden Euro weniger ausgeben und Jobs abbauen.

Dem Effizienzprogramm "Perform-to-Win" fielen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi weltweit 9.000 Stellen zum Opfer, geschätzte 4.000 davon in Deutschland. Nach Protesten von mehr als 5.000 Mitarbeitern konnte der Betriebsrat melden: Das Unternehmen schließt betriebsbedingte Kündigungen aus.

Quellen: Euro am Sonntag, Spiegel Online

 

Wer überlebt die Krise?

4. Mai 2009 - Wie gut Unternehmen durch die Krise kommen, hängt ganz wesentlich von ihrer Verfassung vor der Krise ab. Energie- und Logistikbranche könnten von schlechten Zeiten profitieren.

Mit Abstand die besten "Startbedingungen" hatte die Energiebranche. Sie ist mit guter Innenfinanzierungskraft in die Rezession gegangen und hat vorher nicht nur Schulden abgebaut, sondern sogar ihre Liquidität erhöht.  Auch die Verkehrswirtschaft und die Logistik-Branche seien potenzielle Gewinner der Krise, ermittelte Accenture in einer exklusiven Studie für Welt-Online. Unter den börsennotierten Gesellschaften sei vor allem die Autobranche in mieser Verfassung in die Krise gestartet, wobei vor allem die Lage der Zulieferer prekär war. Die Branche hat seit Dezember 2007 ihre Nettoverschuldung mehr als verdoppelt und ihre Innenfinanzierungskraft um die Hälfte reduziert. Neun Prozent der börsennotierten Unternehmen, sagt Accenture, seien derzeit vor allem damit beschäftigt zu überleben. Wer hingegen jetzt noch Geld zum Investieren habe, werde in ein paar Jahren mit größeren Marktanteilen und Gewinnen dastehen.

Quelle: Welt

 

Siemens stellt trotz Kurzarbeit ein

6. April 2009 - Siemens erfreut sich eines robusten Energiegeschäfts: Für den Bereich will der Elektrokonzern im laufenden Jahr sogar etwa 700 Mitarbeiter einstellen.

"Vor allem Ingenieure werden gebraucht", zitiert das Handelsblatt den Personalexperten der Energiesparte, Peter Schaaf. Dem Tagesspiegel sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm, in Deutschland seien Ende März insgesamt 1.500 Stellen offen gewesen - die meisten davon an Ingenieure. Ansonsten tritt Siemens-Finanzchef Joe Kaeser auf die Bremse: Er will die Kurzarbeit in dem Münchener Unternehmen auf weitere Sparten ausweiten. Bis Ende März waren lediglich Mitarbeiter der Industrieautomatisierung und der Lichttechnik-Tochter Osram betroffen. Sorgen machen Siemens nach Angaben der Wirtschaftswoche auch die Verkehrstechnik und einzelne Bereiche der Medizintechnik.

Quellen: Handelsblatt, Tagesspiegel, Wirtschaftswoche

 

 

Offshore-Projekte zu teuer

jg/0409. Die Windkraft auf hoher See wird in Deutschland auf absehbare Zeit keine maßgebliche Rolle spielen. Es dränge sich der Verdacht auf, dass Offshore-Projekte vor allem aus Prestigegründen vorangetrieben würden, schreibt die Frankfurter Rundschau. Anlagenbauer wie Enercon setzen deshalb auf onshore. Eine große Hoffnung für deutsche Unternehmen dieser Branche ist zudem die USA: Denn US-Präsident Barack Obama will den Beitrag erneuerbarer Energien bald verdoppeln.

Sicher ist, dass der Anteil alternativer Energiequellen in Deutschland steigt - nach fünf Prozent im Jahr 1996 hat er sich bereits verdreifacht und soll 2020 knapp 50 Prozent betragen.

Quelle: fr-online.de

 

Experten für Energiesparlampen gefragt

6. Februar 2009 - Mit dem EU-Entschluss, klassische Glühbirnen abzuschaffen, steht den Leuchtenherstellern ein Boom bei Energiesparlampen ins Haus. Mit den entsprechenden Jobchancen für Fachleute mit Halbleiter-Know-how.

Energiesparlampen sollen die klassische Glühbirne ersetzen, weil diese nur fünf Prozent Lichtausbeute hat. Auf diese Weise lasse sich der Stromverbrauch in Europa langfristig um mehr als 30 Prozent reduzieren, sagt die EU. Mit Hochdruck arbeiteten Leuchtenhersteller wie Philips, Osram, General Electric und andere nun daran, die "Wohlfühlqualität" der Energiesparlampen und deren Lichtleistung zu verbessern und LED und organische LED (Oled) zu entwickeln, schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Während in der Leuchtenproduktion bei Philips in Aachen und Osram in München derzeit kurz gearbeitet werde, suchten die Unternehmen Hochschulabsolventen und Berufserfahrene, die Halbleiter-Know-how mitbringen: Physiker, Elektrotechniker, Chemiker, Ingenieure für die Entwicklung. Gezahlt werden an Junior Professionals in Forschung und Entwicklung durchschnittlich 44.000, im Key Account Management 51.000 und im Bereich IT-Beratung und Analyse 51.000 Euro. Experten mit zehn und mehr Jahren Erfahrung bekommen 60.000 bis 68.000 Euro.

Quelle: FAS

Tausende neue Jobs durch Windkraft - vor allem bei Zulieferern

jg/0908. Schon jetzt zählen deutsche Unternehmen zu den führenden Anbietern in der weltweit wachsenden Windkraftbranche. Ab 2009 aber wird sich das Wachstum noch verstärken durch die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes, das höhere Einspeisevergütungen für Windanlagenbetreiber vorsieht. Vor allem in der Zulieferindustrie werden dann viele neue Jobs entstehen. In den nächsten 20 bis 30 Jahren werden an der Küste und im Binnenland nach Schätzungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) 20.000 neue Arbeitsplätze in der Windkraftbranche entstehen - besonders bei den Zulieferern, wie die Welt berichtet. Denn beim Bau von Maschinen- und Ausrüstungsanlagen, Kabeltrassen, Versorgungsschiffen und Betonfundamenten werden wesentlich mehr Mitarbeiter benötigt als beim eigentlichen Bau der Windräder: Während bei den Anlagenbauern etwa 10.000 Mitarbeiter beschäftigt seien, sagt der VDMA, arbeiteten rund 30.000 für die Zulieferindustrie. Hinzu kommen rund 24.500 Mitarbeiter bei den 113 Unternehmen im Verband für Schiffbau- und Meerestechnik (VSM).
Der Anteil der Windenergie am deutschen Strommarkt werde in wenigen Jahren von jetzt sieben auf 25 Prozent steigen, prognostiziert Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie. Aufgrund des Wachstums seien bereits im vergangenen Jahr 10.000 neue Jobs entstanden.
Mit einer Exportquote von 83 Prozent liegt die deutsche Windkraftbranche auch weltweit vorn: Die deutschen Hersteller und Zulieferer steigerten 2007 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro und erzielten damit einen Weltmarktanteil von 28 Prozent. Inzwischen sei die Branche auf allen Schlüsselmärkten in Europa, Nordamerika und Asien präsent, sagte VDMA-Geschäftsführer Thorsten Herdan dem Tagesspiegel. Quellen: Welt, Tagesspiegel; Audio: "Kurs Offshore" - zur Windenergie-Konferenz in Bremerhaven: Deutschlandfunk; Foto: K. Brockmann/Pixelio

 

50.000 Jobs in Mitteldeutschland

kog/0908. Die Solarbranche in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen macht einen riesigen Schub: Durch Millionenförderung vom Bund wird die noch junge Industrie kräftig wachsen und bis 2020 für rund 50.000 neue Jobs sorgen. Dies geht aus einer Studie des Forschungsinstituts EuPD Research Bonn hervor. Derzeit arbeiten rund 8.375 in mitteldeutschen Solarunternehmen.
Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet,  gehöre das gemeinsame Projekt der drei Länder "Solarvalley Mitteldeutschland" zu den fünf Siegern der ersten Runde des sogenannten Spitzenclusterwettbewerbs  des Bundesforschungsministeriums.  Damit verbunden seien Forschungsgelder  in  Höhe von 40 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren.
Mitteldeutschland zählt laut dem Bonner Institut bereits jetzt zu den weltweit führenden Solarregionen, zwei Drittel der deutschen Solarfirmen sitzen hier. Allein in Sachsen-Anhalt wird jede zehnte Solarzelle der Welt gefertigt.  Es wird erwartet, dass die Umsätze der Unternehmen von jetzt rund drei Milliarden Euro bis 2020 auf mehr als 20 Milliarden Euro steigen. Quelle: mz-web.de/Foto: RS, Pixelio


Conergy konzentriert sich auf Vertrieb und Projektgeschäft

 jg/0908. Das Hamburger Solarunternehmen Conergy vollzieht einen Strategiewechsel: das Werk in Frankfurt/Oder soll verkauft, der Profit durch eine stärkere Konzentration auf den Vertrieb und das Projektgeschäft verbessert werden. Conergy deckt bisher den größten Teil der Solarwertschöpfungskette ab und produziert selbst Wafer-, Zellen- und Solarmodule. Allerdings habe sich das nach eigenen Angaben umsatzstärkste Solarunternehmen Europas seit dem Börsengang 2005 immer mehr in Nebentätigkeiten verzettelt, kommentiert der Tagesspiegel. Im vergangenen Jahr stand Conergy kurz vor der Pleite. Banken halfen mit einer Finanzspritze von über 240 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl wurde in Hamburg etwa halbiert, auf nun 380. Nun soll auch ein effizienteres Auslandsgeschäft den Gewinn verbessern. Mittlerweile habe man sich von den Geschäften in Österreich, den Niederlanden, China, Hongkong, Südafrika und Slowenien getrennt, bestätigte ein Konzernsprecher. Wachstumspotenzial gebe es hingegen in Spanien, Griechenland, Italien und den USA. Quelle: Tagesspiegel

 

Eon verschlankt den Vertrieb

jg/0908. Der Energiekonzern Eon strukturiert seinen Vertrieb neu und will damit Kosten sparen, um dem verschärften Konkurrenzkampf in der Branche zu begegnen. 40 von 60 Servicestandorte sollen bundesweit geschlossen werden. Insgesamt würden 1.800 der rund 15.000 Stellen "sozialverträglich gestrichen", sagte Klaus-Dieter Maubach, Chef der Tochter Eon Energie, in der Welt. Hinzu kämen mindestens 500 Mitarbeiter, die "ihren Lebensmittelpunkt wegen eines Umzugs an einen neuen Standort verlegen müssen". Die Produkt- und Preispolitik der Regionalgesellschaften solle unter einem Dach zusammengeführt werden. So könnten neue Produkte schneller entwickelt und auf Konkurrenzprodukte schneller reagiert werden. Die regionalen Marken sollen nach außen hin jedoch weiterhin Bestand haben. Insgesamt will Eon mit der Umstrukturierung bis 2012 mehrere hundert Millionen Euro einsparen. In den vergangenen Monaten habe der Konzern rund 600.000 Kunden verloren, schreibt die Welt. Dieser Verlust konnte nach Angaben von Maubach jedoch durch die Gründung der Tochter "E - wie einfach" deutlich überkompensiert werden. Quellen: Welt, Financial Times Deutschland;

 

Heuschrecke macht Wind

kog/0708. Erstmals steigt ein Finanzinvestor mit einer Milliarden-Investition in das Windkraft-Geschäft auf hoher See ein: Die US-Beteiligungsfirma Blackstone beteiligt sich am Bau der Anlage "Meerwind" nordwestlich von Helgoland. Die Bundesregierung begrüßte die Ankündigung, da der gewünschte Bau von Windparks zur Unterstützung des Ökostroms bislang stockte.
Das Projekt "Meerwind" umfasst 80 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt. Baubeginn soll frühestens im Jahr 2010 sein. Die Firma Windland Energieerzeugung, die das Projekt initiiert hat, erwartet derzeit noch Schwierigkeiten mit den Turbinenherstellern.
Grünes Licht erhielten auch die Stromkonzerne Eon, Vattenfall und EWE für ihren Offshore-Windpark "Alpha Ventus" nördlich von Borkum. Ab Herbst soll hier die Stromproduktion in Gang kommen. Die Bundesregierung fördert das Projekt mit 50 Millonen Euro. Quellen: Weltonline, n-tv

 

Heiß auf das Sonnenlicht der Wüste

kog/0708. Europa streckt die Fühler nach Nordafrikas Energieschätzen aus: Jüngst hat die neu gegründete  Mittelmeer-Union einen Solarplan beschlossen, bei dem Deutschland sich als treibende Kraft versteht. Danach sollen solarthermische Kraftwerke in der Sahara auch Europa aus dem Energieengpass führen.
Ziel ist es, bis 2020 rund um das Mittelmeer Stromproduktionskapazitäten von 20 Gigawatt entstehen zu lassen. Technisch keine Vision - aber die politischen Rahmenbedingungen fehlen noch. Auswärtiges Amt und Bundesumweltministerium wollen daher im Herbst zu einem Internationalen Symposium nach Berlin einladen. Hier sollen erste Machbarkeitsstudine vorgelegt werden. Quelle: FRonline
 

Studie: Jobzuwachs im regenerativen Sektor

kog/0708. Erneuerbare Energien werden den Ausfall an Stromerzeugung durch die Kernenergie stärker kompensieren als erwartet. Dies zeigt die zweite Auflage der Studie "Power für Deutschland - Energieversorgung im 21. Jahrhundert" von Hypovereinsbank und dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI). Die neue Prognose für das Jahr 2020 zeigt auch, dass die Anzahl der Beschäftigten in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik und Biomasse nach oben geht. Auf 470.000 soll dann die Mitarbeiterzahl steigen, die 2007 noch bei 220.000 lag.

Windenergie-Branche legt am meisten zu
Die mit Hilfe des Windes erzeugte Strommenge soll laut Bundesumweltministerium um 165 Prozent steigen. Auf Basis dieser Zahlen läge das Investitionsvolumen bei 35 Milliarden Euro, und die Beschäftigtenzahl würde von jetzt 84.000 auf 180.000 wachsen. Auch der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung steigt leicht. Als Exportschlager erweist sich die deutsche Solartechnologie sogar als beachtlicher Beschäftigungsmotor mit hohen Investitionseffekten: Bis 2020 erwartet die Studie eine Verdreifachung der Beschäftigtenzahl auf 122.700. Der Bereich Biomasse weist ebenso eine hohen Wachstumsfaktor aus.  Hier soll die Jobzahl von heute 96.000 auf 168.000 steigen. Quelle: iwr; Studie "Power für Deutschland"

Qimonda will mit Sonne aus der Krise

jg/0608. Der angeschlagene Halbleiterhersteller Qimonda steigt in die Solarzellenfertigung ein und sucht damit einen Weg aus der Krise. Zusammen mit dem Münchner Photovoltaikunternehmen Centrosolar will die hochdefizitäre Infineon-Tochter ein Werk in Portugal bauen und betreiben. Qimonda-Chef Kin Wah Loh sieht in der Solarindustrie einen "attraktiven Markt mit hohen Wachstumsraten". Die Branche der Speicherchiphersteller leidet dagegen weiter unter Überkapazitäten und dem daraus resultierenden Preisverfall. Die Folge: kaum ein Speicherchiphersteller arbeitet noch mit Gewinn. Die Qimonda-Konkurrenten Micron Tech, Hynix Semicon und Elpida Memory erlitten im zweiten Quartal dieses Geschäftsjahres jeweils Verluste in dreistelliger Millionenhöhe. Qimonda selbst hat im gleichen Zeitraum einen Verlust von 468 Millionen Euro zu beklagen. In seinem Dresdner Werk streicht der Chiphersteller nun 600 Jobs, vor allem in der Forschung und Entwicklung. Das Freiberger Solarunternehmen Solarworld hat angekündigt, davon 300 Mitarbeiter übernehmen zu wollen. Quellen: MDR, Handelsblatt, Heise; Foto: Qimonda

Schatten auf der Solarbranche

kog/0508. In der boomenden Solarbranche ziehen erste Wolken auf: die Subventionen sollen stark gekürzt werden, viele Solarunternehmen könnten vor dem Aus stehen. Die Bundesregierung verhandelt derzeit über eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Der Entwurf sieht vor, die Einspeisevergütung für Sonnenenergie im kommenden Jahr um 9,1 Prozent zu reduzieren, berichtet Die Welt. In den beiden Folgejahren muss dann noch einmal mit sieben und acht Prozent Subventionskürzung gerechnet werden. Die Folge: Große Hersteller von Solaranlagen würden ihre Kapazitäten weiter ausbauen, um effizienter produzieren und dem einsetzenden Kostendruck begegnen zu können. Kleine Unternehmen, die ihre Anlagenpreise nicht um bis zu 15 Prozent im Jahr absenken könnten, drohe die Schließung. So trenne sich die Spreu vom Weizen. Solarworld-Chef Frank Asbeck erwartet eine Konsoliedieungswelle, an deren Ende weltweit nur noch eine Handvoll Produzenten überleben werden. In Deutschland rechne er langfristig noch mit zwei Firmen, sagte er gegenüber der Welt. Die Chancen lägen dabei im Ausland, denn mit einer Ausweitung des Exports könne die Kürzung der hiesigen Fördergelder ausgeglichen werden. Quelle: Die Welt

Offshoring bringt viele neue Jobs

kog/0108. 40.000 neue Stellen sollen bis 2020 in der Windkraftbranche entstehen: in Planung, Bau und Betrieb von Windkraftanlagen. Zum Beispiel auch bei Repower Systems. Das Hamburger Technologieunternehmen baut zurzeit eine neue Fabrik für Offshore-Windkraftanlagen in Bremerhaven. Hunderte neue Arbeitsplätzen sollen dort ab Mitte 2008 entstehen. Zu danken ist diese Entwicklung auch der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Es ist eine Art "Tarifvertrag" für den Ökostrom, denn es bestimmt, welche Einspeisevergütung für die jeweilige Energie von den Netzbetreibern gezahlt werden muss. Und da ist die Offshore-Windkraft der große Gewinner: Ab 2009 sollen rund fünf Cent je Kilowattstunde mehr gezahlt werden bei Anlagen, die spätestens bis 2013 ans Netz gehen. Qualifizierte Fachkräfte indes fehlen, insbesondere mit akademischem Hintergrund, wie eine Studie des Bonner Wissenschaftsladens ermittelte. Auf die Boombranche Ökoenergie reagieren jetzt zahlreiche deutsche Universitäten mit Vertiefungs-Angeboten und Aufbaustudiengängen, die sich an ein technisch orientiertes Studium wie Maschinenbau, Informatik, Elektro- und Informationstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen anschließen. Die Einstiegsmöglichkeiten sind sehr gut in der Fertigung, Planung und im Projektmanagement. Außerdem gibt es jede Menge Jobs für Techniker aus Deutschland, die die Installation von Anlagen im Ausland vornehmen. Die Einstiegsgehälter ab 35.000 Euro pro Jahr erhöhen sich mit Master, Uni-Diplom oder Promotion um mindestens 15.000 Euro. Fotos: Pixelio; SXP

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