
Die Gesellschaft. Die deutsche Landesgesellschaft KPMG AG ist seit dem Jahr 2007 Teil der europäischen Dachgesellschaft KPMG Europe LLP, dem größten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Europas. Die europäische Dachgesellschaft gehört wiederum zu KPMG International, einem weltweiten Verbund rechtlich selbstständiger, nationaler Mitgliedsfirmen.
In Deutschland ist KPMG die älteste Prüfungsgesellschaft, denn sie geht auf die „Deutsch-Amerikanische Treuhand-Gesellschaft“ zurück, die bereits 1890 in Berlin gegründet wurde. Das Unternehmen ist, wie alle großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen, eine Partner-
organisation mit derzeit rund 500 Partnern in Deutschland.
Dienstleistungen und Marktbedeutung. KPMG ist eine der größten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften weltweit und gehörte auch in Deutschland mit PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young und Deloitte schon lange zu den „Big Four“. Durch die Fusion der KPMG-Ländergesellschaften Deutschlands, Englands und der Schweiz im Oktober 2007 ist sie nun mit KPMG Europe LLP das größte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Europas. Dieser KPMG Europe LLP schlossen sich dann im Oktober 2008 auch KPMG Spanien und ein Jahr später die Partner der KPMG GUS (Russland, Ukraine, Kasachstan, Kirgisistan, Georgien und Armenien) sowie die der KPMG Türkei mit ihren Praxen an.
KPMG erbringt weltweit Leistungen in den Geschäftsbereichen Audit (Wirtschaftsprüfung mit Schwerpunkt auf der Prüfung von Konzern- und Jahresabschlüssen), Tax (Steuerberatung) und Advisory (Unternehmensberatung).In Deutschland betreut KPMG nach eigenen Angaben 175 der im Dax-30 gelisteten Gesellschaften sowie die Hälfte aller M-Dax-Unternehmen. Darüber hinaus ist der Mittelstand wichtig und es gibt ein eigenes Institut für den öffentlichen Sektor.
Im Geschäftsjahr 2012 hat KPMG einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro erzielt (Vorjahr: 1,2). Der Umsatz der KPMG Europe LLP ist im Geschäftsjahr 2010 von 3,5 auf 4,28 Milliarden Euro gestiegen, womit ein Gewinn von 502 Millionen Euro erzielt wurde. Zum Umsatz trug über 41 Prozent der Bereich Audit, mehr als 20 Prozent Tax und innerhalb des Bereichs Advisory die Geschäftsfelder Transactions & Restructuring mehr als 16 Prozent sowie Consulting über zehn Prozent bei.
Standorte und Mitarbeiter. Auch in Deutschland ist das Wirtschaftsprüfungsunternehmen mit über 8.600 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten präsent. Das National Office befindet sich in Berlin. Weitere große Standorte sind darüber hinaus in Düsseldorf, Köln, München, Stuttgart, Hamburg und Frankfurt am Main.
Die KPMG Europe LLP ist als Konzernobergesellschaft in London registriert und hat den Hauptsitz in Frankfurt am Main. Für KPMG LLP arbeiten rund 30.000 Mitarbeiter in 14 Ländern. Weltweit sind rund 152.000 Mitarbeiter für das Prüfungs- und Beratungsunternehmen tätig.
Unternehmensorganisation. Wer bei KPMG einsteigt, arbeitet in einer Matrix-Organisation. Das heißt: Der Mitarbeiter gehört zu einem der drei Geschäftsbereiche Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung oder Unternehmensberatung und spezialisiert sich darüber hinaus auf eine der großen Branchen, die KMPG eingeteilt hat in Automotive, Financial Services, Chemicals & Pharmaceuticals, Communications & Media, Consumer Markets, Diversified Industrials, Energy & Natural Resources, Öffentlicher Sektor, Health Care, Insurance, Investment Management, Stiftungen & Non-Profit Organisationen, Private Equity, Building, Construction & Real Estate, Technology, Transportation & Business Services. Die Fachleute in diesen Brancheneinheiten arbeiten nach Bedarf in interdisziplinären Teams zusammen.
Karriere bei KPMG. Die Karrierewege bei KPMG sind klar beschrieben und die Hierarchien vergleichsweise flach: Nach der Hochschule fangen neue Mitarbeiter im Bereich Audit als "Audit Assistant" an, in den Bereichen Tax und Advisory als "Associate". Wer drei Jahre im Job ist, kann als Associate oder - wenn er die nötigen Voraussetzungen bereits mitbringt - als Manger einsteigen. Wichtig ist, dass die Person sich eignet, ein kleineres Team zu führen, ein professionelles Auftreten und gewisses Durchsetzungsvermögen hat, denn sie bewegt sich auf Mandantenebene.
Üblicherweise erreicht ein Mitarbeiter zwischen dem vierten und sechsten Jahr der Berufstätigkeit die Stufe des Managers und kann dann nach acht bis zehn Jahren Berufserfahrung in das Partnernominierungsverfahren eintreten.
KPMG legt großen Wert auf das Prinzip des lebenslangen Lernens. Bereits ab dem ersten Tag wird daher jedem Mitarbeiter ein "People Management Leader" (PML) zur Seite gestellt, der sich persönlich um die Entwicklung der ihm anvertrauten Personen kümmert. Mindestens zwei Mal im Jahr setzt sich jeder mit seinem PML zusammen, hält Rück- und Vorausschau, legt mit ihm Ziele fest und es wird geklärt, welche nächsten Schritte, Trainings und Weiterbildungen sinnvoll sind.
Für jede Hierarchieebene gibt es dann eigene Entwicklungsmaßnahmen - von Präsenzschulungen über E-Learning bis zu Tutorien - jeder Mitarbeiter kann aus einem Angebot von 1.000 Kursen wählen, die in dem KPMG-eigenen Trainingszentrum in Schleiden oder via E-Learning stattfinden. Neben diesen Trainingsprogrammen wird die berufliche und persönliche Weiterentwicklung gefördert durch Coachings, durch die Entsendung in andere Arbeitsbereiche oder ins Ausland sowie durch sogenannte "Milestone Events" als Anerkennung wichtiger Karriereschritte.
Nach drei bis fünf Jahren Vorbereitung in der Praxis kann das Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferexamen absolviert werden. Dafür wird der Mitarbeiter bei voller Gehaltszahlung bis zu 90 Arbeitstage freigestellt. Außerdem erhält er einen Examenszuschuss. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch die Förderung postgradualer Studien möglich, die zur Promotion oder zum MBA führen. Überdies gibt es für ausgewählte Kandidaten maßgeschneiderte Master-Studiengänge, etwa den Abschluss Executive Master of Finance and Accounting, die ergänzt werden durch international konzipierte Trainingsbausteine.
Dem Leistungsanreiz dient das Vergütungssystem mit variablen Anteilen, in dem Ziele vereinbart und mit Bonuspunkten versehen werden. Diese Punkte können dann zum Beispiel bei Examenszeiten eingelöst werden.
Die Arbeitsbelastung ist generell hoch, unterliegt jedoch vor allem im Prüfungsgeschäft saisonalen Schwankungen: "Von Oktober bis März reicht unsere busy season im Bereich Audit", erklärt Roman Dykta, verantwortlich für das Personalmarketing.
Mit der Fusion zur KPMG Europe LLP haben sich für die Mitarbeiter noch mehr internationale Karrieremöglichkeiten eröffnet. So wurden im Geschäftsjahr 2008 mehr als 300 deutsche Mitarbeiter ins Ausland entsandt. "Die Kunden wünschen sich mehr Internationalität und jeder Mandatsgewinn kann neue internationale Einsätze nach sich ziehen," sagt Dykta.
Junior Professionals. In allen Geschäftsbereichen besteht Bedarf an Wechslern aus der Branche.
Hochschulabsolventen. Direkteinstiege sind in allen Geschäftsbereichen möglich. Darüber hinaus gibt es auch das Trainee-Programm Transaction & Restructuring, in dem Absolventen das breite Spektrum des Geschäftsbereichs Unternehmensberatung kennen lernen können. Das Einstiegsgehalt unterscheidet sich hierbei nicht von dem eines Direkteinsteigers.
An erster Stelle der Auswahlkriterien stehen neben ausgezeichneten Noten in den Fächern BWL, VWL, Wirtschaftsingenieurwesen, Jura, (Wirtschafts-)Mathematik oder (Wirtschafts-) Informatik, branchenrelevanten Praktika und sehr guten Englisch-Kenntnissen auch Persönlichkeitskriterien wie soziale, persönliche und methodische Kompetenz, vor allem Teamgeist.
Abschlussarbeiten. Nach einem erfolgreich absolvierten Praktikum können Studierende ihre Bachelor-Thesis beziehungsweise ihre Diplom- oder Masterarbeit bei KPMG schreiben. Dazu sollten sie während des Praktikums Themenvorschläge ausarbeiten und mit dem Fachbereich und ihrem Lehrstuhl abstimmen.
Praktika. Grundsätzlich nimmt KPMG Praktikanten unterschiedlicher Fachrichtungen auf. Es ist jedoch von Vorteil, wenn man BWL, VWL, Wirtschaftsingenieurwesen, Jura, (Wirtschafts-)
Mathematik oder (Wirtschafts-)Informatik studiert und sich im Hauptstudium für einen Schwerpunkt entschieden hat, der für das Prüfungs- und Beratungsumfeld relevant ist.
Eine Chance auf einen der rund 1.000 Praktikumsplätze jährlich haben nur Kandidaten mit sehr guten Studienleistungen. Praktika dauern in der Regel zwischen sechs Wochen und sechs Monaten und werden branchenüblich vergütet.
Wer sich hier besonders bewährt, dem winkt die Aufnahme in das KPMG-Nachwuchsförderprogramm "highQ". Dann steht dem Studenten ein KPMG-Mitarbeiter als Mentor im Studium zur Seite, er bekommt Zugang zu Datenbanken und kann sich in der „Summer School“ trainieren lassen, etwa in Zeitmanagement oder Präsentationstechnik. Dabei steht er im ständigen Kontakt zum Unternehmen und wird zum "Preferred Candidate" für KPMG. "Das ist eine Art Karriere vor der Karriere und kann bei gutem Verlauf zur Festanstellung führen", sagt Dykta.
Während der Zeit ihrer Abschlussprüfungen oder der Fertigstellung ihrer Diplomarbeit beziehungsweise Bachelor-Thesis werden sie weiter bezahlt, aber freigestellt, führen regelmäßige Feedback-Gespräche mit ihren Betreuern und können vor Ende der Praxisphase schon einen Zuschlag für eine Festeinstellung nach dem Studium erhalten.
KPMG beschäftigt auch Werkstudenten, die während des Studiums einen oder zwei Tage pro Woche fest mitarbeiten. Sie unterstützen ein Projektteam als festes Teammitglied, führen regelmäßige Feedback-Gespräche mit den betreuenden KPMG-Mitarbeitern und erhalten eine "attraktive Vergütung", versichert das Unternehmen.
Wer sich für ein Auslandspraktikum interessiert, sollte sich direkt über die Website des jeweiligen KPMG-Mitgliedunternehmens bewerben. Ein vorausgegangenes Praktikum im Inland ist dabei von Vorteil, aber keine notwendige Voraussetzung. Die Vergütung wird mit der jeweiligen Gesellschaft direkt abgesprochen.
Nichtakademische Fachkräfte. Insbesondere für Verwaltungstätigkeiten sucht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft immer wieder nichtakademische Fachkräfte. Offene Stellen stehen dann auf der Website.
Azubis/Duales Studium. KPMG bietet in Kooperation mit den Berufsakademien Stuttgart und Mannheim ein Duales Studium an, das zum Bachelor of Arts der Fachrichtung Prüfungs- und Steuerwesen oder Wirtschaftsinformatik führt.
Wer es theoretischer mag, kann mit Unterstützung von KPMG an der privaten Hochschule Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main studieren. Da KPMG einen Großteil der Kosten trägt, sind die für die Studierenden anfallenden Studiengebühren vergleichbar mit denen einer staatlichen Hochschule. Während des Studiums sind den Studierenden drei Praktikumsplätze bei KPMG sicher. Außerdem steht ihnen während der gesamten Studiendauer ein persönlicher Mentor zur Seite.
Darüber hinaus bietet KPMG aber auch eine klassische Ausbildung zum Steuerfachangestellten, zum Fachinformatiker und zum Bürokaufmann an.
Einstieg für Professionals. In allen Geschäftsbereichen hat KPMG Bedarf an Kandidaten, die bereits einige Jahre Berufserfahrung haben, sei es, dass sie in der Beratung, bei Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungsgesellschaften, in der Industrie oder bei Finanzdienstleistern tätig waren. Sie werden auf allen Karrierestufen eingestellt - vom Assistant Manager bis zum Partner - und haben die Möglichkeit, ihre Karriere regional oder global weiterzuentwickeln.
Die häufig gesuchten Qualifikationen orientieren sich naturgemäß an den Hauptaufgaben in den jeweiligen Geschäftsfeldern: Im Geschäftsbereichs Audit geht es um die Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen nach nationalen und internationalen Rechnungslegungs-grundsätzen. Darüber hinaus gewinnt das Thema "Assurance" immer mehr an Bedeutung, bei dem es um Prognoserechnungen, Nachhaltigkeitsberichte sowie das interne Kontrollsystem außerhalb der rechnungslegungsbezogenen Kontrollen in Unternehmen geht.
Im Geschäftsbereich Audit werden vor allem Kandidaten mit Finanzbackground benötigt, etwa aus dem Controlling oder aus Finanzabteilungen der Industrie, manchmal kennen sie KPMG aus der eigenen Zusammenarbeit. In der Regel bringen diese Kandidaten neben fundierten Kenntnissen in der Rechnungslegung auch einen Branchen-Hintergrund mit, zum Beispiel werden derzeit besonders Manager mit Erfahrung im Gesundheitswesen und im Öffentlichen Sektor gesucht.
Im Geschäftsbereich Tax geht es darum, für nationale und internationale Konzerne sowie mittelständische Unternehmen und bisweilen auch Privatpersonen Steuerkonzepte optimal zu gestalten, Steuererklärungen zu erstellen, steuerliche Außenprüfungen zu betreuen und die steuerliche Strategie mit der Gesamtstrategie eines Unternehmens zu verzahnen. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in eigene Einheiten für die Beratung von Industrieunternehmen (Corporate Tax Services) und Finanzdienstleister (Financial Tax Services) sowie Experten für Umsatzsteuer und Zölle (Indirect Tax Services), die internationale Optimierung von Steuerstrategien (International Corporate Tax Services), Finanz- und Rechtsfragen im Rahmen internationaler Personalentsendungen (International Executive Services), Verrechnungspreise in internationalen Unternehmen (Global Transfer Pricing Services), Steuerfragen bei Unternehmenstransaktionen (M&A Tax), Betriebliche Altersvorsorge (People Services, Pensions) sowie Beratung zur steuerlichen Berichterstattung (Tax Management Services).
Gesucht werden im Geschäftsbereich Tax vor allem Kandidaten, die schon das Steuerberater-Examen abgelegt haben, wenn sie auf Manager-Ebene einsteigen wollen. "Es können auch Juristen sein, die sich mit Steuern beschäftigt haben, zum Beispiel mit einem Thema wie Umsatzsteuer", sagt Roman Dykta, zuständig für Personalmarketing und Recruiting in Deutschland. Wichtig sei eine "gewisse Mandanten-Orientierung".
Im Geschäftsbereich Advisory, der Unternehmensberatung, fußt der Beratungsansatz anders als bei klassischen Strategieberatungen darauf, interdisziplinäre Spezialistenteams zu verknüpfen. Dabei unterteilt sich "Advisory" in zwei große Beratungsfelder:
Consulting befasst sich mit Strategiefragen, Kostenstrukturen, Prozessen, Change Management und IT-Systemen sowie Fragen der Risikosteuerung, Rechnungslegung und Corporate Governance.
Transactions & Restructuring bündelt unser Know-how zu Finanzierung, Bewertung, Restrukturierungs- und Spezialsituationen sowie Transaktionen.
Im Bereich "Transactions & Restructuring" arbeiten Teams von Spezialisten aus den Gebieten Transaktionen, Restrukturierung, Mergers & Acquisitions, Bewertung und Immobilien. Ihre Beratungsmandate drehen sich um Investitions- und Desinvestitionsstrategien, die dazu führen, die Geschäftslage der Mandanten zu stabilisieren oder Wachstumschancen zu nutzen. Das können Käufe von Unternehmen oder Immobilien sein, Verkäufe, Carve-out-Konzepte, Joint Ventures, Kapitalmarkttransaktionen oder Restrukturierungen.
In allen Geschäftsbereichen ist es KPMG neben fachlicher und branchenspezifischer Expertise wichtig, dass neue Kollegen bereits nachweisbar Managementerfahrung mitbringen. Überdies sind in der internationalen Zusammenarbeit sehr gute Englischkenntnisse unerlässlich. Was die "weichen" Faktoren angeht, so wird im Auswahlgespräch darauf geachtet, dass ein Kandidat den Eindruck vermittelt, sich persönlich und fachlich ständig weiterentwickeln zu wollen und sich mit Leidenschaft und Engagement dafür einzusetzen, dass die bestmöglichen Lösungen für die Mandanten entstehen.
Karriereentwicklung. Wer aus der Industrie zu KPMG wechsele, wolle in der Regel mehr Verantwortung übernehmen oder eine Führungsrolle einnehmen, sagt Roman Dykta. "Und das ist bei uns leichter als in der Industrie, denn bei KPMG kann man innerhalb von wenigen Jahren zum Manager und innerhalb von acht bis zehn Jahren zum Partner aufsteigen." In der Industrie könne es passieren, dass etwa der Posten des Leiters Controlling oder Rechnungswesen von außen besetzt wird. Auch wenn Spezialisten von außen gerne aufgenommen würden, gelte bei KPMG grundsätzlich das Prinzip der Entwicklung und Beförderung aus den eigenen Reihen. "Dafür werden die Leute frühzeitig durch Development-Center geschleust, damit sie eine Stelle als Senior-Manager oder Partner ausfüllen können. Da gibt es Feedbacks und dann werden Schulungen und Coachings aufgesetzt", erläutert Dykta.
Im Übrigen ende für KPMG die Karriereentwicklung seiner Mitarbeiter nicht an den Grenzen des eigenen Unternehmens: "Ex-Mitarbeiter in der Industrie, die uns kennen, helfen uns ja auch", sagt Dykta.
Die Karrierewege bei KPMG sind klar beschrieben und die Hierarchien vergleichsweise flach: Nach der Hochschule fangen neue Mitarbeiter im Bereich Audit als "Audit Assistant" an, in den Bereichen Tax und Advisory als "Associate". Wer drei Jahre im Job ist, kann als Associate oder - wenn er die nötigen Voraussetzungen bereits mitbringt - als Manger einsteigen. Wichtig ist, dass die Person sich eignet, ein kleineres Team zu führen, ein professionelles Auftreten und gewisses Durchsetzungsvermögen hat, denn sie bewegt sich auf Mandantenebene.
Üblicherweise erreicht ein Mitarbeiter zwischen dem vierten und sechsten Jahr der Berufstätigkeit die Stufe des Managers und kann dann nach acht bis zehn Jahren Berufserfahrung in das Partnernominierungsverfahren eintreten. In diesem bewirbt sich ein Anwärter gewissermaßen bei den KPMG-Partnern, indem er darlegt, wie er in der Rolle des Partners das Unternehmen weiterentwickeln möchte und was er dazu mitbringt. Wer Partner wird, ist beteiligt am Unternehmen, aber hierbei gibt es innerhalb des Partnerkreises noch einmal starke Abstufungen.
KPMG legt großen Wert auf das Prinzip des lebenslangen Lernens. Bereits ab dem ersten Tag wird daher jedem Mitarbeiter ein "People Management Leader" (PML) zur Seite gestellt, der sich persönlich um die Entwicklung der ihm anvertrauten Personen kümmert. Mindestens zwei Mal im Jahr setzt sich jeder mit seinem PML zusammen, hält Rück- und Vorausschau, legt mit ihm Ziele fest und es wird geklärt, welche nächsten Schritte, Trainings und Weiterbildungen sinnvoll sind.
Für jede Hierarchieebene gibt es dann eigene Entwicklungsmaßnahmen - von Präsenzschulungen über E-Learning bis zu Tutorien - jeder Mitarbeiter kann aus einem Angebot von 1.000 Kursen wählen, die in dem KPMG-eigenen Trainingszentrum in Schleiden oder via E-Learning stattfinden. Neben diesen Trainingsprogrammen wird die berufliche und persönliche Weiterentwicklung gefördert durch Coachings, durch die Entsendung in andere Arbeitsbereiche oder ins Ausland sowie durch sogenannte "Milestone Events" als Anerkennung wichtiger Karriereschritte.
Nach drei bis fünf Jahren Vorbereitung in der Praxis kann das Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferexamen absolviert werden. Dafür wird der Mitarbeiter bei voller Gehaltszahlung bis zu 90 Arbeitstage freigestellt. Außerdem erhält er einen Examenszuschuss. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch die Förderung postgradualer Studien möglich, die zur Promotion oder zum MBA führen. Überdies gibt es für ausgewählte Kandidaten maßgeschneiderte Master-Studiengänge, etwa den Abschluss Executive Master of Finance and Accounting, die ergänzt werden durch international konzipierte Trainingsbausteine.
Ein besonderes Augenmerk richtet das Unternehmen auf die Kandidaten im Programm "Chairman's 25", einem Förderprogramm für besonders talentierte Führungskräfte. Bei ihnen kümmern sich Partner und Senior Manager aus den drei Geschäftsbereichen persönlich um die individuelle Weiterentwicklung, führen regelmäßig vertrauliche Gespräche und fördern ihre Mentees durch Auslandsentsendungen, Horizonterweiterung in anderen Geschäftsbereichen oder Softskill-Trainings.
Mit der Fusion zur KPMG Europe LLP haben sich für die Mitarbeiter noch mehr internationale Karrieremöglichkeiten eröffnet. Pro Jahr werden rund 300 deutsche Mitarbeiter ins Ausland entsandt. Solche Auslandsaufenthalte dauern bei KPMG üblicherweise zwischen drei Monaten (Short-Term-) und drei Jahren (Long-Term-Assignments). Wer länger ins Ausland geht, bekommt einen Entsendungsvertrag, nur bei kurzfristigen Entsendungen bleibt der deutsche Vertrag bestehen.
Wenn jemand ins Ausland geht, erklärt Dykta, "geschieht dies entweder, weil er im Ausland Expertise erlangen soll, die für ein späteres, vorher definiertes Entwicklungsziel wichtig ist, oder weil er wegen seines spezifischen Erfahrungswissens entsandt wird, dann aber meist für kurze Zeit." Eine andere Form der Mobilität ist der Wechsel in einen anderen Geschäftsbereich. Vor allem gibt es Wanderungsbewegungen aus der Beratung in den Bereich Audit und umgekehrt. Solche Wechsel sind dann aber in der Regel Wechsel auf Dauer.
Da die Arbeitsbelastung bei KPMG generell hoch ist und vor allem im Prüfungsgeschäft saisonalen Schwankungen unterliegt, ist Flexibilität besonders wichtig. Daher macht KPMG vielfältige Angebote, die es erleichtern, Privat- und Berufsleben miteinander zu vereinbaren. Dazu zählen flexible Arbeitszeitmodelle und auch, ob ein Mitarbeiter im Büro arbeitet, beim Mandanten, während einer Reise oder von zu Hause aus; dies entscheidet sich nach Maßgabe der Praktikabilität.
Wer sich für eine Teilzeit-Tätigkeit entscheide, müsse sich deshalb nicht von der Weiterverfolgung seiner Karriere verabschieden, versichert Dykta: "Es werden immer mehr Mitarbeiter, die das in Anspruch nehmen. Und die Frage, ob das geht, muss man ganz individuell beantworten."
Das Unternehmen engagiert sich mit Mentoringprogrammen, Networking-Veranstaltungen und Trainings dafür, Vielfalt im Unternehmen zu realisieren und insbesondere Frauen in Führungspositionen zu bringen, denn hier ist KPMG noch nicht zufrieden mit dem Erreichten. Bei Young Professionals liege die Geschlechterverteilung noch bei 50:50, aber "in den oberen Etagen wird es dünner", räumt Dykta ein, auch wenn im Vorstand einige Frauen säßen.
Vergütung und Sozialleistungen. Die Personalabteilung verspricht "eine Vergütung im oberen Bereich der branchenüblichen Gehälter mit einer schnellen Steigerungsrate". Dabei setzt sich die Gesamtvergütung aus einem Grundgehalt und einem leistungsorientierten Bonus beziehungsweise im Manager-Bereich einer Tantieme zusammen. Der variable Anteil orientiert sich an der individuellen Leistung, die an Zielen gemessen wird, sowie an der wirtschaftlichen Gesamtsituation des Unternehmens. Boni können über ein Punktesystem auch in Freizeit abgegolten werden, etwa um sich auf das Steuerberater- oder Wirtschaftsprüfer-Examen vorzubereiten. Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass KPMG neben dem Fixgehalt und Bonus bis zur Manager-Ebene die Überstunden vergütet. Geldwerte Vorteile haben die KPMGler überdies durch die Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Pensionskasse BVV, die eine günstige Altersvorsorge ermöglicht sowie über ermäßigte Fitnessstudio-Tarife und ein Arbeitsschutzprogramm, das sich um die gesundheitliche Betreuung der Mitarbeiter kümmert.
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Branche
- Wirtschaftsprüfung + Steuerberatung
Zielgruppen
- Führungskräfte
- Experten
- Junior Professionals
- Hochschulabsolventen
- Abschlussarbeiten
- Studentische Praktikanten
- Werkstudenten
- Nichtakademische Fachkräfte
- Auszubildende/Duales Studium
Geeignete Studienrichtungen
- Wirtschaftswissenschaft
- Jura
- Informatik
- Ingenieurwissenschaften
- Naturwissenschaften + Mathematik
Ansprechpartner
-
- Fragen rund um die Bewerbung werden beantwortet unter
- Durchwahl: 08 00-57 64-5 62
- E-Mail:recruiting@kpmg.com
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Auswahlverfahren
Unternehmensnachrichten
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Consulting entert neue Spielfelder - Breitere EinstiegschancenFür Unternehmensberater wie für Wirtschaftsprüfer wird der Markt enger. Deshalb versuchen sie ihre Angebotspalette stetig auszuweiten. Rein in die Full-Service-Beratung lautet zurzeit das Motto bei den großen klassischen Strategieberatern: Die Boston Consultings und McKinseys dieser Welt wollen sich nicht mehr auf das Abliefern von Strategieempfehlungen beschränken, sondern ihre Kundschaft auch bei der Umsetzung begleiten.
Immer häufiger bieten sie daher Dienstleistungen an, wie Prozess-, Sanierungs- und IT-Beratung. Dabei kommen sie aber in Konkurrenz zu kleineren Beratern, die auf ein Nischenthema spezialisiert sind, da diese Cracks sind und zudem auch noch zu viel geringeren Tagessätzen anbieten können. Und sie geraten in Wettbewerb zu IBM, Accenture und Capgemini, die aus der IT-Ecke kommen und sich daraus hervorgearbeitet haben - hin zur Strategieberatung.
Das verlangsamte Wachstum in der Branche führt aber auch dazu, dass Karrierepfade verstopft sind und es nicht mehr möglich ist, junge Leute in fünf Jahren zum Partner zu promoten. Andererseits ergeben sich auch neue Chancen. Denn durch die Ausweitung des Geschäfts auf Nischen- und Umsetzungsthemen werden plötzlich nicht mehr nur in alle Richtungen formbare Super-High-Potential-Youngster benötigt, sondern auch Spezialisten für IT, Logistik oder Einkauf, darunter viele Professionals, die aus der Industrie kommen und schon einiges an Erfahrung mitbringen.
Der wichtigste Wettbewerber der eingesessenen Strategieberater sind die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die in ihren Consulting-Geschäftsbereichen stark wachsen und hier gute Chancen haben, sich auszudehnen, denn viele große Unternehmen sind im Prüfungsgeschäft bereits ihre Kunden. Genau diese Verquickung von Beratung und Prüfung allerdings missfällt der EU-Kommission sehr, die aus dem Enron-Skandal die Lehre zieht, dass Beratung und Prüfung getrennt gehören und die Branche schaut argwöhnisch nach Brüssel, was ihr da wohl drohen möge. In der Strategieberatung zu wachsen, aber über eine rechtlich getrennte Einheit, war wohl auch das Ziel der geplanten Übernahme des Münchner Strategieberaters Roland Berger durch Deloitte, eine der vier weltgrößten WP-Gesellschaften. Doch die Partner von Roland Berger erteilten der Ehe aber eine Absage: Sie wollen jetzt aus eigener Kraft versuchen, international eine größere Rolle zu spielen. Aufsichtsratchef Burkhard Schwenker verriet der Financial Times Deutschland, wo er die Themen der Zukunft sieht: Das Unternehmen will seine Präsenz am amerikanischen Autostandort Detroit und die Beratung von Finanzdienstleistern ausbauen. (7. Dezember 2010) Quellen: Handelsblatt, Financial Times Deutschland -
Wiprü-Master bei den großen VierDie vier Marktführer unter den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PwC , hatten schon vor Monaten angekündigt, ein eigenes, einheitliches , berufsbegleitendes Master-Programm für angehende Wirtschaftsprüfer starten zu wollen, aber jetzt stehen auch die Hochschulen fest, an denen dieses Studium - "AuditXcellence" - möglich sein wird: die Leuphania in Lüneburg, die Unis Münster und Bochum mit einem Doppel-Master, jeweils die Unis Frankfurt und Mannheim sowie der Zusammenschluss der Hochschule Mainz mit der Frankfurt School of Finance & Management. Für Bachelor-Wiwis mit Berufsziel Wirtschaftsprüfer könnte die Laufbahn also ab Mai 2011 so aussehen: Nach dem Bachelor-Abschluss bei einem der vier Unternehmen genommen werden, die Zulassungsklausuren an den Unis bestehen und dann neben dem Job auf Master weiter studieren. Der Vorteil neben dem Master-Abschluss: Ein Teil der Studienleistungen können direkt aufs Wiprü-Examen angerechnet werden. Alles in einem Aufwasch also. (7. Dezember 2010) Quelle: KPMG
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Beratungen suchen nicht nur WiwisWer den Jobeinstieg in einer Unternehmensberatung schaffen will, der sollte vor allem zwei Sachen mitbringen: Topnoten und einen interessanten Lebenslauf. Das Studienfach ist dagegen eher zweitrangig - es müssen also nicht immer Wirtschaftswissenschaften sein. Bei den großen Strategieberatungen liegt der Anteil der Wiwis nur bei rund 50 Prozent, wie Zeit Campus berichtet. Viele Unternehmen setzen ihre Teams aus Beratern unterschiedlicher Qualifikationen zusammen. Gesucht sind beispielsweise Ingenieure, Naturwissenschaftler, Mediziner und Geisteswissenschaftler. Bewerber mit BWL-fernem Studienhintergrund sollten allerdings "Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen" mitbringen, wie Diana Eid, Recruiting-Leiterin von Bain & Company in Zeit Campus erklärt. Ihre Empfehlung: Das nötige Wirtschaftswissen sollte vor dem Bewerbungsverfahren in Fallstudien eingeübt werden. Ein weiterer Tipp: Bewerber sollten sich nicht nur unter den originären Beratungsunternehmen umschauen, denn: Inhouse-Beratungen - also eigene Consultingabteilungen in Unternehmen - gewinnen immer mehr an Bedeutung. So bieten also auch Konzerne wie Siemens, VW oder Eon gute Einstiegsmöglichkeiten in die Beraterwelt. Die Einstellungskriterien seien aber ähnlich wie bei den Top-Beratungsfirmen, betont das Magazin. Ohne gründliche Vorbereitung auf das meist sehr aufwendige Bewerbungsverfahren läuft also nichts. (7. September 2010) Quelle: Zeit Campus
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