

Die Gesellschaft. Die Deutsche Telekom ist einer der größten Telekommunikationsanbieter Europas. In seiner jetzigen Form existiert das Unternehmen seit 1995. Es ging im Zuge der Privatisierung der staatlichen Deutschen Bundespost aus deren Telekommunikations- und Fernmeldediensten hervor. Seit 1996 ist die Deutsche Telekom AG börsennotiert und gehört seitdem zu den Dax-30-Unternehmen. Die Bundesrepublik Deutschland hält direkt 14,83 Prozent und indirekt über die KfW Bankengruppe weitere 16,87 Prozent der Aktien. Die Mehrheit der Aktien (57,88 Prozent) befindet sich jedoch in Streubesitz.
Im Zuge der Umwandlung zur „One Company“, die von Konzernchef René Obermann umgesetzt wurde, entstand 2010 die Telekom Deutschland GmbH, in der T-Mobile Deutschland und T-Home aufgingen. Seither werden Produkte rund um Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV aus einer Hand angeboten.
Das Unternehmen ist in fünf operative Segmente gegliedert: Deutschland, Europa, USA, Systemgeschäft sowie Konzernzentrale & Shared Services. Tochterunternehmen und Beteiligungen hat der Konzern in aller Welt, mit starkem Schwerpunkt auf Europa, aber auch in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in China, Japan, Singapur und Hongkong.
Dienstleistungen und Marktbedeutung. Die Deutsche Telekom betreibt technische Netze (Glasfaser/Breitband sowie UMTS, HSPA und LTE) und bedient mit IT- und Telekommunikationsdienstleistungen (Festnetz, Internet und Mobilfunk) sowohl Firmenkunden als auch Privathaushalte.
Mit einer neuen Strategie, die sie unter die Überschrift „Verbessern – Verändern – Erneuern“ gestellt hat, will die Telekom bis 2015 ihr klassisches Anschlussgeschäft im Festnetz und Mobilfunk weiter stabilisieren und die Leistung verbessern. Dazu wurde bereits im Frühjahr 2010 die Telekom-Tochter T-Mobile UK in ein Joint Venture mit France Télécom eingebracht, das unter der Firmierung „Everything Everywhere“ Marktführer in Großbritannien ist. Überdies sicherte sich die Telekom Anteile an dem polnischen Telekommunikationsunternehmen PTC.
Für das Stammgeschäft, den Betrieb von Netzen und IT, sieht die Strategie vor, dass Marktanteile durch weitere Integration von Festnetz- und Mobilfunknetzen in Europa verteidigt werden. Zudem wird weiter in den Ausbau des Breitbandnetzes investiert. In Deutschland ist die Telekom hier Marktführer mit über zwölf Millionen Breitbandanschlüssen. Nun wird das Glasfaser-Netz in mehreren Ländern ausgebaut.
Darüber hinaus sollen neue Wachstumsbereiche erschlossen werden, um den Umsatzrückgang aus dem traditionellen Netzgeschäft auszugleichen. Dabei geht es zum einen um das „vernetzte Zuhause“, also die Steuerung von Haushaltsgeräten, Heizungen, Fernsehern oder Garagentoren über mobile Internetanwendungen. Zum anderen sollen eigene Inhalte ausgebaut werden, etwa von der Scout-Gruppe. Hierzu gehört auch das europäische TV-Geschäft, in dem die Telekom nach eigener Aussage 2011 die Zahl ihrer „Entertain“-Kunden in Deutschland auf 1,4 Millionen erhöhen konnte und in Süd- und Osteuropa inzwischen 2,6 Millionen Kunden bedient. Den Umsatz mit dem mobilen Internet will die Telekom bis 2015 auf etwa zehn Milliarden Euro steigern. Die entsprechenden Endgeräte, vor allem Smartphones, stellen inzwischen einen Großteil der vermarkteten Mobiltelefone.
Wachsen soll auch das Geschäft mit sogenannten ICT-Lösungen, also Angeboten aus Informations- und Telekommunikationstechnologie für Großkunden. Hier bietet die Großkundensparte T-Systems mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen sogenannte Cloud Services an, also die Verlagerung von Rechenleistung und Intelligenz ins Internet, bei der die Kunden ihre IT-Leistung nach Bedarf beziehen und bezahlen. Schon jetzt, sagt das Unternehmen, kämen 80 Prozent des SAP-Geschäfts von T-Systems „aus der Wolke“.
Zudem realisiert T-Systems im Konzern ICT-Lösungen auf dem Wachstumsfeld „intelligente Netze“. Schwerpunkte sind hier die Felder Energie mit sogenannten Smart Metering Lösungen rund um das hoch-komplexe Energienetz der Zukunft, das vernetzte Auto mit der Integration von Fahrzeugen ins Internet und in Unternehmensprozesse und drittens das Gesundheitswesen mit Lösungen für die Vernetzung von Ärzten, Patienten und Krankenkassen.
Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete die Deutsche Telekom international einen Umsatz von 58,7 (Vorjahr: 62,4) Milliarden Euro und erreichte damit einen bereinigten Konzernüberschuss von 2,9 (3,4) Milliarden Euro. Der Auslandsanteil am Umsatz wächst seit Jahren und liegt inzwischen bei fast 60 Prozent.
Standorte und Mitarbeiter. Von den 235.000 Mitarbeitern, die das Unternehmen Ende 2011 beschäftigte, war knapp die Hälfte im Ausland tätig – in 50 Ländern auf allen Kontinenten. In Deutschland ist die Telekom flächendeckend vertreten, neben der Konzernzentrale in Bonn sind die größten Standorte in Frankfurt, Berlin, Stuttgart, München und Darmstadt.
Karriere bei der Deutschen Telekom. Die Karriereentwicklung im Konzern folgt beschriebenen Entwicklungspfaden für die Experten- und Führungslaufbahn: Interne Experten ohne Führungsverantwortung entwickeln sich im Rahmen des Programms „Go ahead!“ und können sich über fünf Stufen in immer höherwertige Experten-Positionen hinein bewegen. Entsprechend folgen Mitarbeiter mit Führungsverantwortung dem Laufbahnmodell „Step up!“, das ebenfalls über fünf Ebenen führt.
„Grundsätzlich kann man sich zwischen den Entwicklungspfaden, Funktionen und Geschäftsfeldern bewegen oder eine internationale Aufgabe ansteuern“, sagt Peter Körner, Leiter Personalentwicklung Konzern. An diesen Möglichkeiten orientieren sich auch die individuellen Entwicklungspläne, die im Rahmen von Feedbackgesprächen mit den Vorgesetzten erstellt werden und in Entwicklungsmaßnahmen on-the-job und off-the-job münden.
Für Führungskräfte gibt es zum einen ein Führungskräfteentwicklungsprogramm, zum anderen ein Leadership Excellence Program, das unter anderem auf internationale Einsetzbarkeit zielt. Der Internationalisierung dient auch das Programm „Telekom X-change“, bei dem High Potentials drei bis sechs Monate innerhalb des Konzerns „ausgeliehen“ werden, um interkulturelle Kompetenz zu erwerben, länderübergreifende Netzwerke aufzubauen und ihren fachlichen Horizont zu erweitern.
Eine Vorreiterrolle unter den Dax-Unternehmen nimmt die Deutsche Telekom mit der Entscheidung ein, weltweit eine Quote für Frauen im Management einzuführen: Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der Führungspositionen im Konzern mit Frauen besetzt sein. „Das ist kein Diktat einer falsch verstandenen Gleichmacherei, sondern ein Gebot der Fairness und eine handfeste Notwendigkeit für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, begründet Telekom-Chef Obermann die Entscheidung.
Ein Jahr nach Einführung der Quote hatte das Unternehmen zwei Frauen in den Konzernvorstand berufen und die Zahl der Frauen in dem 66-köpfigen Business Leader Team – eine Ebene unterhalb des Vorstands – von zwei auf sieben erhöht. Die Frauenquote im Führungskräftebereich wurde zwischen Februar 2010 und September 2011 konzernweit von 19 auf 23,3 Prozent erhöht.
Begleitend zur Quote werden Elternzeit- und flexible Arbeitszeitmodelle sowie Kinderbetreuungsangebote und Unterstützungsleistungen im Alltag ausgebaut.
Um Mitarbeitern ohne akademische Weihen neue Perspektiven aufzeigen zu können, entstand „Bologna@Telekom“: eine Initiative, über die Mitarbeiter berufsbegleitend ihren Bachelor oder Master absolvieren können. Jährlich können 200 qualifizierte Mitarbeiter unter elf Bachelor- und 13 Master-Studiengängen an sieben Hochschulen wählen, darunter die unternehmenseigene Hochschule für Telekommunikation in Leipzig.
Junior Professionals und Hochschulabsolventen. Einen besonderen Personalbedarf hat derzeit vor allem die Großkundensparte T-Systems, in der weltweit rund 48.200 Mitarbeiter die Netze und Rechenzentren für die Informations- und Kommunikationstechnik multinationaler Konzerne und öffentlicher Institutionen betreuen. T-Systems ist nach eigener Aussage weltweit die Nummer eins, wenn es darum geht, Kunden mit SAP dynamisch skalierbar zu bedienen (Cloud Computing). Hier werden ITler benötigt, die Aufgaben als IT-Consultant, IT-Architekt, Projektmanager oder SAP-Berater übernehmen.
Eine größere Zahl von Neueinstellungen wird innerhalb der T-Systems in nächster Zeit der Bereich System Integration vornehmen. Hier werden Technologien und Systeme für die Geschäftsbereiche der Telekom sowie für zahlreiche Großkunden entwickelt. Zum Beispiel wurde hier die Basis für DSL und UMTS geschaffen und hier werden Pilotprojekte wie das deutsche IPv6-Testnetz betreut, aber auch individuelle Software, Applikationen und IT-Lösungen für Kunden aus der Automobil- und der Logistikbranche, aus dem öffentlichen Sektor und dem Gesundheitswesen erstellt.
Über die T-Systems hinaus stellt das Unternehmen bevorzugt Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsingenieure sowie Informatiker und Bewerber aus technisch orientierten Studiengängen ein. Chancen haben bisweilen auch Geisteswissenschaftler, etwa Psychologen für den Einsatz in der Personalabteilung. Gern gesehen sind Kandidaten, die außer ihrer Fachkarriere „auch mal etwas anderes gemacht haben“, wie Personalentwickler Peter Körner betont.
Für Nachwuchskräfte mit maximal einem Jahr Berufserfahrung bietet sich der „Jump in!“ genannte Direkteinstieg an, für den die Fachbereiche konkrete Positionen ausschreiben. Neben Netzwerkveranstaltungen und Schnittstelleneinsätzen erhält jeder Kandidat ein individuell verwendbares Weiterbildungsbudget.
Etwa 50 Plätze hat die Telekom darüber hinaus pro Jahr für den Einstieg über „Start up!“ geschaffen. Gesucht sind hierfür „Top-Leute“, die direkt im Umfeld des Vorstands einsteigen und mitarbeiten können. Das 15 Monate dauernde Programm umfasst fünf Einsätze, darunter einen im Ausland, ist aber ansonsten weder auf Bereiche noch Projekte oder Positionen festgelegt. Die einzelnen Bausteine werden individuell zwischen Mentor und Nachwuchskraft besprochen.
Einstiegsmöglichkeiten bieten sich für hochqualifizierte Absolventen und Professionals auch im Inhouse-Consulting, dem Center for Strategic Projects (CSP). Der Einstieg kann hier entweder direkt oder im Rahmen von „Start up!“ erfolgen. Das CSP ist zentral in Bonn angesiedelt und hat die Aufgabe, Transformationsprojekte und organisatorische Veränderungen im Unternehmen anzustoßen.
Abschlussarbeiten. Themen für praxisorientierte Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten, die im Unternehmen betreut werden, ergeben sich in der Regel im Rahmen eines Praktikums. Sie werden aber auch über die Jobbörse ausgeschrieben. Der Telekom liegt viel daran, dass sich die Studierenden auf ihre Abschlussarbeit konzentrieren und daher nicht parallel im Unternehmen arbeiten.
Praktika. Praxiseinsätze bietet die Telekom für Schüler wie für Studierende an. Studierende werden in allen Konzernbereichen eingesetzt. Da die Telekom sich der zeitlichen Restriktionen von Bachelor-Studierenden bewusst ist, bietet sie das „Flexikum“ an, ein flexibles Praktikum, das sich besser mit Studium und Prüfungen vereinbaren lässt, weil die Arbeitszeit individuell planbar ist und das Praktikum sich über ein ganzes Jahr erstrecken kann.
Gute Chancen haben Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsingenieure sowie Studierende der Informatik und technischer Studienrichtungen, ebenso wie Geisteswissenschaftler und Psychologen. Freie Plätze veröffentlicht der Konzern auf seiner Website.
Das Unternehmen wünscht sich Bewerber, die sich besonders durch Teamfähigkeit auszeichnen und kommunikativ sind. Außerdem sollten sie neben Deutsch auch Englisch fließend beherrschen und idealerweise schon berufsrelevante Erfahrung gesammelt haben. Wichtig ist eine gewisse Branchenaffinität und dass die Praktikanten bereits soziales oder gesellschaftliches Engagement gezeigt haben.
Der Konzern vergütet Praktika je nach Qualifikation mit 600 bis 1.000 Euro pro Monat. An ein Praktikum kann sich eine Werkstudententätigkeit anschließen, etwa für eine festgelegte Projektzeit im Bereich Product & Innovations. Angebote für Auslandspraktika sind über die globale Jobsuche zu finden und Bewerbungen können darüber direkt an die Landesgesellschaften gerichtet werden.
Schüler werden für ein bis drei Wochen gerne da eingesetzt, wo das Unternehmen auch Ausbildungsberufe anbietet, um ihnen diese nahezubringen. Die Plätze werden daher auch über die Telekom-Ausbildungsabteilung vergeben.
Azubis/Duales Studium. Insgesamt sind bei der Telekom mehr als 10.000 Nachwuchskräfte in Ausbildung, darunter viele, die ein Duales Studium absolvieren. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT und Technik, aber auch im Service und Vertrieb. Insgesamt elf verschiedene duale Studiengänge bietet das Unternehmen in Kooperation mit regionalen Hochschulen und Akademien sowie der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig (HfTL) an. Mögliche Abschlüsse sind hier der Bachelor of Engineering in Informationstechnik oder Telekommunikationsinformatik sowie der Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik.
Führungskräfte/Experten. Managementpositionen besetzt das Unternehmen nicht nur intern, sondern auch mit externen Kandidaten. Experten werden für das technische Umfeld gesucht, speziell für die IT-Technik.
Außerdem werden Kandidaten für Marketing und Kommunikation gesucht, darüber hinaus für innovationsgetriebene Jobs im Bereich Product & Innovation, vor allem für IP TV und Contentprodukte. Großes Interesse hat das Unternehmen auch an Designern und Medienexperten sowie Contententwicklern.
Nichtakademische Fachkräfte. Das Unternehmen sucht für vielfältige Aufgaben, sehr häufig gibt es etwa Teilzeit-Positionen in der Kundenberatung in Callcentern.
Unternehmensorganisation und Kultur. Das Unternehmen ist in fünf operative Segmente gegliedert: Deutschland, Europa, USA, Systemgeschäft sowie Konzernzentrale & Shared Services. Zum Umsatz des Jahres 2010 trug das Segment Deutschland 25,1 Milliarden Euro bei. Aus Europa, wozu die Festnetz- und Mobilfunk-Tochtergesellschaften in Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Ungarn, Mazedonien, Montenegro, Kroatien, der Slowakei, Polen, Tschechien, den Niederlanden und Österreich gehören, kamen 16,8 Milliarden Euro Umsatz.
Im US-Geschäft mit seinen 16,1 Milliarden Euro Umsatz, konnte die Übernahme von T-Mobile U.S. durch AT&T aufgrund des Widerstands der amerikanischen Wettbewerbsbehörden nicht realisiert werden. Zum Ausgleich erhält die Telekom von AT&T eine Ausfall-Zahlung von drei Milliarden US-Dollar sowie Mobilfunkfrequenzen und die Möglichkeit zur Nutzung des breitbandigen AT&T-Netzes.
Das Systemgeschäft von T-Systems war mit 9,1 Milliarden Euro am Umsatz beteiligt. Hier wirkt sich die große Nachfrage nach Cloud Services positiv aus. Der Bereich Konzernzentrale & Shared Services, der 2,2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete, übernimmt für den Konzern strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben sowie operative Tätigkeiten, die nicht zum unmittelbaren Kerngeschäft gehören. Hierzu zählen das Immobilienmanagement, die DeTeFleetServices GmbH sowie die Beschäftigungsgesellschaft Vivento, die im Rahmen des Personalumbaus Mitarbeitern neue Beschäftigungsmöglichkeiten vermittelt.
Um eine Führungskultur zu etablieren, die den künftigen Unternehmenserfolg optimal unterstützt, hat die Telekom in einer ihrer unternehmensweit gültigen Leitlinien festgelegt, dass alle Führungskräfte verpflichtet sind, individuellen Einsatz und Erfolg ihrer Mitarbeiter anzuerkennen und ein positives Umfeld mit Weiterbildungsmöglichkeiten und Perspektiven zu bieten. Ziel ist es, die richtige Gewichtung zu finden zwischen der etablierten Managementkultur mit Elementen wie Zielerreichung, Disziplin und Leistungskontrolle und dem neuen Führungsstil, der geprägt sein soll von vertrauensvollem Delegieren von Aufgaben und einem offenen Dialog über Bereichsgrenzen und Führungsebenen hinweg. „Wir haben angefangen, diese neue Führungskultur zu etablieren, aber wir sind noch nicht am Ziel“, erklärt Kerstin Knöfel, Leiterin Corporate Performance Management und verantwortlich für die Etablierung von unternehmensweit einheitlichen Führungsinstrumenten.
Überdies sieht die Telekom wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele als vereinbar an. Nachhaltigkeit liege dem gesamten geschäftlichen Handeln zugrunde. Dass die Telekom als erstes Dax-30-Unternehmen eine Frauenquote im Management eingeführt habe und den gesamten Strombedarf in Deutschland aus regenerativer Energie decke, seien nur zwei Beispiele dafür.
Einstieg für Professionals. Auf dem externen Arbeitsmarkt sucht T-Systems vor allem Experten für den Bereich Systems Integration. Regelmäßig gibt es hier Vakanzen für SAP-Berater, Consultants, IT-Architekten, Testexperten und Projektleiter. Sie sollen weltweit individuelle Software, Applikationen und IT-Lösungen für nationale und internationale Großkunden aus allen großen Branchen entwickeln und integrieren. Die Kandidaten haben in der Regel einen akademischen Hintergrund als Informatiker, Wirtschaftsinformatiker, Betriebswirte mit technischer Orientierung, Mathematiker oder eine andere technische, naturwissenschaftliche oder ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. T-Systems wünscht sich hier Teamplayer mit einer gewissen Sprachgewandtheit, auch im Englischen, denn sie stehen in engem Kundenkontakt.
Außerdem sucht der Konzern Business-Analysten und Kandidaten für Marketing und Kommunikation sowie Experten für innovationsgetriebene Jobs im Bereich Product & Innovation. Vor allem für IP-TV und Content-Produkte werden Designer und Medienexperten sowie Content-Entwickler benötigt. Aber auch Positionen im Management und Produktmanagement werden mit externen Kandidaten besetzt. Dabei sind generell Bewerber gern gesehen, die außer ihrer Fachkarriere „auch mal etwas anderes gemacht haben“, wie Peter Körner, Leiter Personalentwicklung Konzern, betont.
Einstiegsmöglichkeiten bieten sich für hochqualifizierte Absolventen wie für Professionals auch im Inhouse-Consulting, dem Center for Strategic Projects (CSP). Dieses ist zentral in Bonn angesiedelt und hat die Aufgabe, Transformations-Projekte und organisatorische Veränderungen im Unternehmen anzustoßen.
Karriereentwicklung für Professionals. Die Karriereentwicklung im Konzern folgt definierten Entwicklungspfaden für die Experten- und Führungslaufbahn: Experten ohne Führungsverantwortung entwickeln sich im Rahmen des Programms „Go ahead!“ und können sich über fünf Stufen vom Junior in immer höherwertigere Positionen als Senior Experte hineinbewegen. Entsprechend folgen Mitarbeiter mit Führungsverantwortung dem Laufbahnmodell „Step up!“, das ebenfalls über fünf Ebenen führt.
„Grundsätzlich kann man sich zwischen den Entwicklungspfaden, Funktionen und Geschäftsfeldern bewegen oder eine internationale Aufgabe ansteuern“, sagt Peter Körner. An diesen Möglichkeiten orientieren sich auch die individuellen Entwicklungspläne, die im Rahmen von Feedbackgesprächen mit den Vorgesetzten erstellt werden und in Entwicklungsmaßnahmen on-the-job und off-the-job münden.
Einen Teil dieser Entwicklungsmaßnahmen deckt das Seminarangebot des internen Weiterbildungsdienstleisters Telekom Training ab, der vom Projektmanagement-Training über IT-Telekommunikations-Seminare bis zu Sprachkursen ein breites Angebot macht.
Ergänzend gibt es für die weltweit besten Experten so genannte Master Classes zu Themen wie „Change Management“ oder „Influence and Leadership“.
Mit den so genannten Professional Programs bereitet die Telekom überdies Fachexperten und Projektmanager weltweit auf weiterführende Aufgaben vor. In Zusammenarbeit mit renommierten Business Schools werden sie weitergebildet in den Themen Finanzen, HR, Marketing und IT und haben die Möglichkeit, in diesem Rahmen einen Master-Abschluss zu erwerben.
Um Mitarbeitern ohne akademische Weihen oder mit lange zurückliegenden ersten akademischen Abschlüssen neue Perspektiven aufzeigen zu können, entstand „Bologna@Telekom“: ein Programm, über das Mitarbeiter – auch noch jenseits des 40. Lebensjahres – berufsbegleitend ihren Bachelor oder Master absolvieren können. Sie haben die Wahl zwischen 18 verschiedenen Studiengängen an fünf Hochschulen.
Für Führungskräfte gibt es zum einen ein Führungskräfte-Entwicklungsprogramm, mit dem Mitarbeiter auf Aufgaben als Teamleiter, Abteilungsleiter oder im Top-Management vorbereitet werden. Zum anderen zielen die Leadership Excellence Programs darauf ab, Manager auf unterschiedlichen Ebenen auf internationale Einsätze vorzubereiten. Allein 2010 haben 800 Executives aus aller Welt an diesen Programmen teilgenommen.
Der Internationalisierung dient auch das Programm „Telekom X-change“, bei dem jüngere High Potentials drei bis sechs Monate innerhalb des Konzerns „ausgeliehen“ werden, um interkulturelle Kompetenz zu erwerben, länderübergreifende Netzwerke aufzubauen und ihren fachlichen Horizont zu erweitern.
Um internationale Entsendungen, die länger als drei Monate dauern, kümmert sich im Konzern das Global Assignment Center (GAC). Es regelt in Abstimmung mit den Personalabteilungen in 40 Entsendeländern alle Fragen rund um Visa, Steuer, Sozialversicherung, persönliche Absicherung, Gesundheitsvorsorge sowie Gehalt und Vertrag. Pro Jahr werden vom GAC etwa 500 Telekom-Mitarbeiter betreut.
Eine Vorreiterrolle unter den Dax-Unternehmen nimmt die Deutsche Telekom mit der Entscheidung ein, weltweit eine Quote für Frauen im Management einzuführen: Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der Führungspositionen im Konzern mit Frauen besetzt sein. „Das ist kein Diktat einer falsch verstandenen Gleichmacherei, sondern ein Gebot der Fairness und eine handfeste Notwendigkeit für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, begründete Telekom-Chef Obermann die Entscheidung.
Die Frauenquote sorge für eine nachhaltige Erweiterung des Talentpools im Unternehmen, ergänzt Personalvorstand Thomas Sattelberger: „Gemischte Teams sind nicht nur innovativer, sondern auch produktiver.“ Ein Jahr nach Einführung der Quote hatte das Unternehmen zwei Damen in den Konzernvorstand berufen und die Zahl der Frauen in dem 66-köpfigen Business Leader Team – eine Ebene unterhalb des Vorstands – von zwei auf fünf erhöht. Zudem sei die Zahl der Teilnehmerinnen an Management-Entwicklungsprogrammen von 18 auf 34,6 Prozent gestiegen.
Vergütung und Sozialleistungen für Professionals. Begleitend zur Frauen-Quote werden Elternzeit- und flexible Arbeitszeitmodelle sowie Kinderbetreuungsangebote und Unterstützungsleistungen im Alltag ausgebaut. An Standorten mit vielen Mitarbeitern – derzeit sind dies Bonn, Darmstadt, München, Berlin und Leinfelden-Echterdingen – stellt die Deutsche Telekom zum Beispiel Kindertagesstätten zur Verfügung. Und damit Mütter wie Väter während Mutterschutz und Elternzeit den Kontakt mit dem Unternehmen nicht verlieren, gibt es Netzwerke, die mit E-Mails und Telefonkonferenzen die Verbindung halten.
Aber auch Beschäftigte, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern müssen, werden unterstützt: Für sie hat die Deutsche Telekom in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt ein Seminarkonzept sowie einen Beratungs- und Vermittlungsservice ins Leben gerufen.
Die monatliche Vergütung der Mitarbeiter wird von der Telekom noch durch einige Nebenleistungen ergänzt, etwa vermögenswirksame Leistungen, ein Job-Ticket und sechs Wochen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Darüber hinaus wird die staatliche Altersversorgung durch eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung und einen mitarbeiterfinanzierten Pensionsfond aufgestockt. Abgerundet wird dies durch eine Reihe von nicht-monetären Vergünstigungen wie Sonderurlaub zu bestimmten familiären Anlässen, kostenlose Vorsorge und Gesundheitschecks, ein Fitnessstudio am Standort Bonn, Sozialbetreuung in Notfällen, ein konzerneigenes Erholungswerk, Studienbeihilfe für Kinder und einiges mehr.
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Telekom-Unternehmen machen Standorte dichtDie Telekommunikationsbranche restrukturiert weiter: Telefónica O2 sowie Nokia Siemens Networks haben Personalabbau angekündigt, und die Deutsche Telekom will bis Ende 2010 die Zahl ihrer Call-Center im Geschäftskundenbereich von 239 auf 14 reduzieren. Stellen werden bei der Telekom im Zuge dessen nicht wegfallen, aber von den 9.650 Mitarbeitern aus Vertrieb und Service stehen 5.100 vor der Wahl, in eine andere Stadt umzuziehen oder einen längeren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Anderes gilt für Telefónica O2: Ein größerer Unternehmensumbau wird hier rund 1.100 Jobs kosten. Der Konzern will einige Standorte aufgeben, darunter die bisherige Festnetzzentrale in Verl sowie Niederlassungen in Dormund, Frankfurt/Main, Hannover, Leipzig und Stuttgart. Zudem werden drei der sieben Call-Center verkauft. Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks schließlich will zum Jahresende 270 Stellen am Standort Bruchsal streichen. Insgesamt sind dort derzeit 900 Mitarbeiter tätig. (3. November 2010) Quellen: Handelsblatt, Heise Online
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Neue Sparte "intelligente Netzlösungen"Das vernetzte Leben in Wirtschaft und Gesellschaft ist das Thema der Zukunft. So sieht es jedenfalls die Deutsche Telekom und hat jetzt eigens zur Entwicklung entsprechender Strategien den Geschäftsbereich "Intelligente Netzlösungen" eingerichtet. Darin "netzt" es gewaltig: Intelligente Stromnetze, vernetzte Fahrzeuge, ein vernetztes Gesundheitswesen und intelligente Mediendistribution gehören zu diesem Geschäftsfeld. Neues Personal von außen sucht der Konzern indes für diese künftigen Aufgaben noch nicht, sondern bündelt derzeit vor allem in anderen Geschäftseinheiten vorhandene Kompetenzen und führt sie zusammen. Die Unternehmensführung sieht die Sparte jedoch als langfristiges Entwicklungsfeld mit Wachstums- und Einstiegschancen. Bis 2015 soll der neue Bereich einen Umsatz von einer Milliarde Euro einspielen. "Wir wollen der Enabler der Zukunftsmärkte sein", erklärte Telekom-Chef René Obermann. Bei den intelligenten Stromnetzen will der Bonner Riese unter anderem bei der Übertragung von Messdaten eine größere Rolle übernehmen. Im vernetzten Gesundheitswesen setzt die Telekom besonders auf die Vernetzung von Arztpraxen und Krankenhäusern. Und im Automobilbereich arbeitet das Unternehmen an Services, bei denen Daten aus der Fahrzeugelektronik, der Verkehrsleitung und die Aktivitäten des Mobiltelefons verschmolzen werden. (8. Oktober 2010) Quellen: Heise Online, n24, Computerwoche
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